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Volltext: Führer durch die Costüm-Ausstellung

deren Form sich öfters auf florentinischen und venetianischen 
Bildern dieser Zeit findet. In der oberen Reihe: Die köstlichen 
Kopfbedeckungen eines Wiener Ehepaares aus den ersten De- 
cennien des XIX. Jahrhundertes. Frauenhüte von circa 1785, 
zwei Incroyablehüte aus der französischen Revolutionszeit, Laufer- 
hüte aus dem vorigen Jahrhundert. In demselben Schranke 
ausserdem noch eine Sammlung von Handschuhen vom XVI. Jahr 
hundert angefangen bis in die Empirezeit reichend, auf der 
andern Seite eine Sammlung von Schuhen, Männer- wie Frauen 
schuhen, darunter mehrere Exemplare der Stelzenschuhe, die 
namentlich in Italien während des XVI. und XVII. Jahrhunderts 
mit zu den Modethorheiten gehörten. 
In den Pultscliränken (an der Wand) 1 und 2: 
Taschen aus verschiedenen Zeiten. Besonders hervorzuheben im 
Pulte 2 ist eine jetzt im Besitze des Herrn Dr. Figdor befind 
liche Tasche aus der Kathedrale zu Chartres mit französischen 
Wappen, die aus dem XIV. Jahrhundert stammt und eines der 
frühesten Beispiele der Wirkerei ist. Im Pultschranke 3 : 
Verschiedene Costümstücke aus dem Besitze des Herrn Dr. 
Figdor: Eine italienische Schürze mit streng stilisirter Seiden 
stickerei aus dem XV. Jahrhundert; ein florentinischer Rad 
fächer aus gleicher Zeit, schliesslich ein prachtvoller Frauen 
kragen in venetianischer Reliefspitze aus dem XVII. Jahrhundert. 
In den Pultschränken 4 und 5: Wäsche (Hemden, 
Leibchen, Spitzenmanschetten, Kragen, Stiefelstulpen und ein 
hübsch gemustertes Taschentuch) aus der Zeit kurz nach dem 
dreissigjährigen Kriege, die zusammen mit einer Anzahl von Klei 
dungsstücken vor einigen Jahren beim Umbaue eines Hauses zu 
Poisdorf in Niederösterreich eingemauert aufgefunden worden 
ist. Eigenthum des Herrn Josef Salzer. Im Pultschranke 4 
ausserdem ein Drahtgestell, das am Ende des 16. Jahrhunderts 
als Unterlage für die mächtigen Spitzenkragen von den Damen 
getragen wurde. 
Am Ende des Saales frei aufgestellte Costümfiguren 
aus den Alpenländern, Tirol, Salzburg und Kärnten. Am meisten 
in die Augen fällt die abenteuerliche Figur eines Meraner 
Saltners (Weinhüters) mit seinem grossen Kopfschmuck aus
	        

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