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Volltext: Katalog der archaeologischen Ausstellung

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1338. Satyr, mit Nebris bekleidet, sitzend, den linken Fuss auf das 
rechte Knie gelegt, Kopf zurilckgebeugt, Blick nach ohen; die 
erhobene Linke scheint ein Trinkhorn (oder Thyrsus?) gehalten 
zu haben, der (fehlende) rechte Arm war gleichfalls erhoben; im 
Haar Blumen (und Früchte?). Hinten der Ansatz des Pferde 
schweifes. Lebensvolle Darstellung. H. 0‘135. 
Herr K. Hollit^er in Deutsch-Altenburg. 
1339. He rme, bärtig, mit die Arme verhüllendem Obergewand auf 
antiker, oblonger Basis. H. 0'076. Herr Fr. Trau. 
1340. Der Gott Abraxas, bis auf einen Lendenschurz nackt, in der 
Rechten einen Beutel, in der Linken einen Opferkuchen. Dem Haupt 
entwächst der diesem Gott eigenthümliche Hahnenkamm, dement 
sprechend auch die Wangen in zwei bartähnliche Lappen über 
gehen. An den Sohlen Ringe zum Befestigen, im Nacken ein 
Tragring. Spätantik. H. 0‘21. Frau Th. von Gö^sy. 
1341. Harpokrates mit Füllhorn; zu seiner Rechten ein schlangen 
umwundener Stab, zur Linken ein Hund. H. 0'065. 
Handelskammerrath R. Lieben. 
1342. Harpokrates, mit Füllhorn; die rechte Hand fehlt. Hübsch 
bewegtes Figürchen. H. 0‘07. Herr St. Delhaes. 
1343. Orientalischer Gott mit vier Armen, von denen das eine Paar 
gesenkt, das andere vor dem ausgebreiteten Flügel wagrecht aus 
gestreckt ist. Auf dem Haupte die Hator-Krone; vorne hängt ein 
Thierfell herab. Auf antikem Sockel. Spätrömisch. H. 0’25. 
Herr Fr. Trau. 
1344. Büste des Antinous. H. 0‘07, Br. 0’065. Herr Fr. Trau. 
1345. Lar, mit einem die rechte Brustseite frei lassenden Mantel be 
kleidet, einen Kranz aus aufgestellten Blättern und Trauben auf dem 
Haupte (vergl. die etrusk. Laren, Hofmus., Saal XIII, Schrank XI, 
Nr. 917, 918), hält in der ausgestreckten Rechten eine grosse 
Patera, in der Linken, wie es scheint, den Deckel einer Büchse 
(wie eine solche die eben citirte Figur 917 hält). H. 0'235. 
Herr Fr. Trau. 
1346. Lar, in der hochgeschürzten Tunica, das Obergewand shawlartig 
um Leib und linke Schulter gewickelt, Lockenhaar ohne Kranz, 
in der erhobenen Linken ein Rhyton (Trinkhorn), der (abgebrochene) 
rechte Unterarm hielt eine Schale, das linke Bein tanzend zurück 
gestreckt, Füsse in hohen Stiefeln. Auf antikem Rundsockel. 
H. 0'175, der Figur 0’15. In Paris erw'orben. Herr Fr. Trau. 
1347. Camillus (beim Opfer assistirender edler Knabe), in Aermel- 
tunica und »Cinctus Gabinus« (eigenthümliche Art, die Toga an 
zulegen, einst im Kriege, später bei feierlichen Opfern gebräuch 
lich: man schlang einen Theil der Toga wulstartig um den Leib 
und zog den übrigen so durch, dass die rechte Körperseite frei 
blieb — unsere Statuette ist ein instructives Beispiel hierfür). 
Im Haar , ein Lorbeerkranz mit herabfallenden Bändern. Die Augen 
waren mit Silber eingesetzt. Die wagrecht vorgestreckte Linke 
hält eine ornamentirte Patera, die Rechte hielt wohl eine Kanne. 
Die Füsse sind mit Schnürschuhen bekleidet. Gute Figur. H. 0’14. 
Handelskammerrath R. Lieben.
	        

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