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Volltext: Führer durch die Ausstellung von Arbeiten k. k. kunstgewerblicher Fachschulen

Bei der Vielseitigkeit der Anforderungen, 
welche von den Schulen in didactischer Beziehung 
zu befriedigen sind und bei der Fülle des Lehr 
stoffes (der Lehrplan umfasst zahlreiche allgemein- 
bildende, technische, kunstgewerbliche und 
commerzielle Lehrfächer nebst Lehrwerkstätten- 
und Atelierunterricht) kann das Lehrziel in den 
kunstgewerblichen Fächern nur ein engbegrenztes 
sein; es entfällt demgemäss auch nur ein Bruch- 
theil der gesammten Unterrichtsdauer (2bis5 Jahre, 
je nach Schulgattung und localen Verhältnissen) 
auf dieses Theilgebiet. 
5 Die Leistungen dieser Schulen mit jenen der 
Kunstgewerbeschulen in Parallele zu stellen, ist 
daher ausgeschlossen; letztere Anstalten repräsen- 
tiren die höhere Stufe des kunstgewerblichen 
Unterrichtes und erziehen aus besser vorgebildetem 
und ausgewähltem Schülermateriale (Untermittel 
schule, Fachschule) selbständig schaffende 
Kräfte für das Kunstgewerbe, während erstere 
die Unterstufe darstellen und aus Schülern, 
die meist nur die absolvirte Volksschule aufzu 
weisen haben, bloss die ausführenden Arbeits 
kräfte (und auch diese nicht allein für die rein 
kunstgewerbliche Seite des betreffenden Gewerbes, 
sondern für alle Anforderungen desselben) heran 
zubilden berufen sind. 
Unter den kunstgewerblichen Disciplinen der 
in Rede stehenden Lehranstalten erfährt nebst 
dem Lehrwerkstätten- und Atelierunterricht, der 
stets als Hauptsache gelten muss, das Zeichnen in 
Verbindung mit dem Modelliren eine besondere 
VIII
	        

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