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Volltext: Führer durch die Ausstellung von Arbeiten k. k. kunstgewerblicher Fachschulen

Pflege, weil dasselbe die unerlässliche Grund 
lage jeder über das Niveau des Gewöhnlichen 
hinausragenden gewerblichen Thätigkeit bildet 
und eines der Hauptziele der Schulen vor 
wiegend kunstgewerblicher Tendenz — die 
Erziehung zum richtigen Erfassen und zur 
Wiedergabe der Form — ohne intensive Berück 
sichtigung dieser Lehrgegenstände nicht zu 
erreichen ist. 
Von Seite der Unterrichtsverwaltung wird 
diesem Zweige deshalb besondere Aufmerksamkeit 
zugewendet.f Im Jahre 189g wurde das Zeichnen, 
Malen und Modelliren nach Naturformen in Ver 
bindung mit Übungen im Stilisiren und Anwen 
dung der gewonnenen Formen für die Decoration 
von Gebrauchsgegenständen an sämmtlichen 
staatlichen kunstgewerblichen Lehranstalten all 
gemein eingeführt und angeordnet, dass mit dem 
selben möglichst frühzeitigzu beginnen sei; gleich 
zeitig wurde die Veranstaltung von Clausurarbei- 
ten nach gegebenem Programm und die Abhaltung 
von Übungen im Skizziren und Entwerfen gewerb 
licher Objecte verfügt. 
Die Resultate dieser Massnahmen, welche 
tief einschneidende Änderungen in der bis dahin 
angewendeten Methode des wenig entsprechenden 
Copirens von Vorlagen und Gipsmodellen herbei 
geführt haben und vor allem die Selbstthätigkeit 
der Schüler zu fördern bezwecken, treten trotz der 
kurzen Zeit des Bestandes der Neueinführungen 
in der Ausstellung, wenn auch natürlicherweise 
nur in bescheidenen Grenzen hervor.“ 
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