MAK
Eine derartige Productivität, bei so 
hohem Kunstwerth der Einzelleistungen, 
grenzt ans Unfassbare. Hokusai ist in 
dieser Hinsicht ein Phänomen, selbst vom 
Standpunkte des rein physischen Könnens 
betrachtet, eine räthselhafte Erscheinung. 
Man überblicke die ausgestellten Objecte, 
man vergegenwärtige sich sodann, dass 
Goncourt 207 Werke mit über 646 Bänden, 
Revon 159 » ' » » 360 » 
aufzählt, und wir denken, Jedermann 
wird unsere staunende Bewunderung theilen. 
Wir lassen nunmehr einige kurze bio 
graphische Daten über Hokusai folgen 
und fügen am Schlüsse das Verzeichnis 
der vielerlei Namen bei, unter denen er 
gearbeitet hat. Welche Umstände ihn ver 
anlasst haben, so überaus häufig und für 
den Sammler oder Kunstfreund verwirrend, 
systemlos seine Signaturen zu wechseln, ist 
unseres Wissens bis jetzt noch nicht ein 
wandfrei klar gestellt. 
Katsushika Hokusai wurde im 
Herbste des Jahres 1760, nach Anderen 
am 5. März desselben Jahres, als Sohn des 
Metallspiegelschleifers Nakajima - Ize zu 
Honjo, einer Vorstadt Yedos, geboren und 
kam, 12 Jahre alt, zu einem Buchhändler 
in die Lehre. In seinem 14. Jahre erlernte 
er die Holzschneidekunst, doch bald fühlte 
er den unwiderstehlichen Drang, eigene 
Ideen, persönliche Eindrücke in seinen 
Bildern festzuhalten. »Er wollte componiren, 
wollte nicht der Interpret, der Dolmetsch 
fremder Talente sein, er wollte Maler 
werden,« und wurde 1778/9 Schüler Katsu- 
kawa Shunsho’s. —Schauspielerporträts, 
Buchillustrationen in der Art seines Lehrers, 
welcher sich an die Richtung Utämaro’s, 
Toyokuni’s anlehnte, stammen aus dieser 
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