MAK

Volltext: Ausstellung von älteren japanischen Kunstwerken

An Stelle der rein kirchlichen Kunst tritt 
nun eine mehr ritterliche, ähnlich wie in unserer 
„gotischen“ Zeit. Es werden in der Malerei nun 
Rittertaten in möglichst genauer, oft kleinlich 
wirkender Weise wiedergegeben. Die Technik 
lehnt sich großenteils an die indische Miniatur 
malerei: sehr gewissenhaft gezeichnete Umrisse 
werden mit farbigen Flächen ausgefüllt. 
Im XIII. Jahrhunderte beginnt dann die 
eigentlich nationale Kunst der Japaner mit einer 
ausgesprochenen Neigung zum Realismus; in 
der Bildhauerkunst gilt gleichzeitig Unke! als 
Begründer der realistischen Richtung. 
Ende des XIII. Jahrhundertes enden mit 
dem mißlungenen Versuche der Mongolen, nebst 
China auch Japan sich zu unterwerfen, die Be 
ziehungen dieser beiden Länder zueinander für 
längere Zeit. In China selbst hebt sich die Kunst 
erst wieder unter den Ming-Kaisern (mit 1368) 
und dann werden auch die Beziehungen zu Japan 
wieder aufgenommen. Man pflegt diese neue 
Kunstblüte Chinas, die vielfach durch das Zurück 
greifen auf die älteren Werke der Sung-Dynastie 
noch gefördert wird, als „chinesische Renais 
sance“ zu bezeichnen. In ihr gelangt die lyrische 
Stimmung der chinesischen Kunst zur reinsten 
Entfaltung. In Japan hat sich seit der Mitte des 
XIV. Jahrhundertes infolge der längeren Friedens 
zeit wohl auch schon so viel Sinn für Luxus und 
12
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.