MAK

Volltext: Ausstellung von älteren japanischen Kunstwerken

Linien der Zeichnung erhaben stehen blieben. 
Der Drucker schwärzte hierauf die Platte mit 
Tusche ein, legte das Druckpapier darauf und 
druckte einfach mit der Hand oder dem Reiber, 
einer mit Bambusfasern umwickelten Scheibe. 
Die Tusche wurde jedoch nicht gleichmäßig auf 
die Platte aufgetragen, sondern je nach der zu 
erzielenden Wirkung hier stärker, dort schwächer, 
hier sorgfältig abschattiert, so daß mit einmaligem 
Druck die feinsten Verschiedenheiten der Tönung 
erreicht werden konnten. Zur Herstellung eines 
Buntdruckes benützte man für jede Farbe eine 
besondere Platte. Gingen auch bei dieser Art 
der Übertragung der Bilder auf den Holzstock 
einerseits die zum größten Teile von Meisterhand 
ausgeführten Zeichnungen selbst verloren, so 
setzte dieses Verfahren andererseits den Holz 
schneider in den Stand, sich den Ideen des erfin 
denden Künstlers vollständig anzupassen, es hebt 
den japanischen Holzschnitt über die Bedeutung 
einer bloß reproduzierenden Kunst hinaus, denn 
aus seinen Leistungen spricht unmittelbar der 
Geist und Geschmack der japanischen Künstler 
in voller Frische und mit allem Reiz persönlicher 
Eigenart. 
Der Ursprung des japanischen Holzschnittes 
geht auf China zurück, wo der planmäßige Abdruck 
von Holztafeln zum Zwecke der Vervielfältigung 
bereits gegen das Ende des VI. Jahrhundertes 
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