MAK

Volltext: Katalog der Internationalen photographischen Ausstellung im Oesterr. Museum für Kunst und Industrie 1881

F. Saal XIV. 
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Die Camera wird freistehend direct auf dem Stativ festgeschraubt. Zum 
Einstellen wird die hintere Thür geöffnet und das Einsatzbrett heraus 
genommen. Die Mattscheibe befindet sich an ihrer gehörigen Stelle und 
durch Hin- und Herschieben des vorderen Cameratheiles wird das Einstellen 
bewirkt. Ist dieses geschehen, so wird die Mattscheibe herausgehoben, das 
Einsatzbrett eingesetzt und die Thür geschlossen. Alsdann setzt man den 
Wechselkasten auf die Camera über den Einschnitt und zwar so, dass der 
Handgriff dem Objeetiv zugewendet ist, hakt ein und zieht beide 
übereinander stehende Schieber auf. Nun führt man die Stange von unten, 
nach Zurückschieben des die Oeffnung bedeckenden Eiegels in die Camera 
ein und sucht den Plattenrahmen mittelst des nach Rechts stehenden 
Einschnittes der Stange nach Rechts zu fassen und zieht feststehend 
ohne abzusetzen den Rahmen herunter. Nach Zuschieben der beiden Schieber- 
kann die Belichtung vor sich gehen, wobei der Wechselkasten nicht auf 
der Camera zu stehen braucht. Nach geschehener Exposition setzt man den 
Wechselkasten umgedreht auf die Camera, so dass der Handgriff 
dem Operateur zugewendet, nach hinten steht und hakt ein. Nach 
Aufziehen beider übereinander stehender Schieber schiebt man mittelst der 
Stange den Rahmen von unten in den Wechselkasten zurück, wobei der 
Einschnitt in der Stange keine Rolle spielt. Sollte die Stange noch im 
Rahmen festhängen, so geht sie durch Drehen leicht ans demselben heraus. 
Nach Zuziehen der Schieber kann der Kasten abgenommen und umgedreht 
wieder aufgesetzt werden, um die nächste Platte in die Camera einzuführen. 
Eine doppelte Exposition kann nicht Vorkommen, da die Rahmen in ver 
kehrter Stellung in den Kasten zurückgelangen und nur an der richtigen 
Stelle sich zurückschieben lassen. Die beiliegenden Photographien zeigen einen 
grösseren Apparat, 1. in der Stellung beim Einstellen, 2. in der Stellung 
beim Wechseln der Platten und 3. das Ganze zum Transport zusammen 
gestellt. Das eingesandte Modell erhebt keinen Anspruch als Kunstwerk der 
Tischlerei, entbehrt aber bei geringerer Eleganz doch nicht der nöthigen 
Solidität. Die Plattengrösse ist 10X13 cm. Der Verkaufspreis des Apparates 
ist 100 Mark. 
8. K. k. technisches und administratives Militär-Comite in 
Wien, VI., Getreidemarkt 9: Cbevalier’s photographischer Messtisch 
und Tableau der damit gemachten Aufnahmen. 
9. Franz Ritter von Reisinger, Amateur in Hernals bei Wien: 
Apparat zur Herstellung von Mikrophotographien. 
10. Karl Reichert, Mechaniker und Optiker in Wien, VIII., Laudon 
gasse 40: Apparat zur Herstellung von Photographien mikroskopischer 
Objecte mit Heliostat. 
11. Photographische Gesellschaft in Wien (Vorstand: Regierungs 
rath Dr. E. Hornig, III., Hauptstrasse 9): Historisch-interessante 
Blätter aus den Sammlungen der Gesellschaft. 
Versuche zur Herstellung von Abdrücken in natürlichen Farben: 
1., 2., 3. Photoeliromien von Vidal. Ein Pigmentdruck ist auf durchsichtiger 
Schicht hergestellt und auf eine Unterlage aufgezogen, auf welcher mittelst 
Lichtdruck die Farbtöne gedruckt sind. 
4. Lichtdrucke in Farben von Obernetter, nach dem in der Chromolitho 
graphie üblichen Verfahren hergestellt. Von dem ursprünglichen Negative 
werden Copienegative hergestellt und auf denselben die für jede einzelne 
Farbplatte erforderlichen Stellen ausgespart, indem die anderen Partien 
abgedeckt wurden. Von jedem solchen Negative werden sodann die ent 
sprechenden Lichtdruckplatten hergestellt. 
5., 6. Lichtdrucke in Farben von J. Albert mit einer gelben, blauen 
und rothen Lichtdruckplatte hergestellt, zu welchen die Negative durch 
complementär gefärbte Gläser aufgenommen wurden. 
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