MAK

Volltext: Der gute billige Gegenstand

Entwürfen durch die Künstlerschaft nur der verhältnismäßig Ivleinste 
Teil der Arbeit geleistet. Viel wichtiger ist es, der Produktion die Cber- 
zeiigung beizuhi'ingen, daß sie für gute Gebrauchsgogenslände auch einen 
Absatz findet, und sie gleichzeitig durch intensive Beeinflussung der Nach 
frage zur Aufnahme solcher Artikel in ihr Programm zu zwangen. 
Andererseits muß aber die Masse der Verbraucher selbst über ihre eigenen 
Interessen und Bedürfnisse aufgeklärt und zu richtigen Anschauungen 
von Qualität und Zweckmäßigkeit erzogen werden. Und zweifellos liegt 
eine sehr wichtige Ergänzung dieser Tätigkeit darin, daß die Verbraucher 
auf jene Bezugsquellen aufmerksam gemacht W'erden, bei welchen 
schon jetzt billige Gebrauchsgegenstände in einwandfreier Ausführung 
zu erhalten sind. 
Der österreichische VVerkbund hat sich diesen beiden Aufgaben in vor 
bildlicher Weise seit jeher gewidmet und es ist als ein Ergebnis seiner 
unermüdlichen Vorarbeit zu werten, daß der Österreichische Verband für 
Wohnungsreform es für seine Pflicht gehalten hat, eine dauernde Be 
ratungsstelle für alle Fragen der Inneneinrichtung ins Leben zu rufen, 
die in erster I^inie für die breiten Massen der Bevölkerung bestimmt ist 
und sich die Propagierung des guten und billigen Gebrauchsgegenstandes 
für die Wohnungseinrichtmig und den Haushalt zum Ziele setzt. 
Jeder, der in Österreich auf diesem Gebiete arbeitet, ist sich darüber klar, 
daß Erfolge nur mühevoll und langsam zu erzielen sind, weil ,sie ab 
gesehen von allen anderen Umständen - auch noch durch die Enge 
unseres Marktes erschwert werden. Gerade darum ist aber doppelt inten 
sive Arbeit notwendig. Die jetzige Ausstellung des Werkbunds ist ein 
Beweis dafür, daß sie geleistet wird, und gibt die Hoffnung, daß es doch 
allen Schwierigkeiten zum Trotz allmählich gelingen wird, dem guten 
und billigen Gebrauchsgegenstande zum Siege zu verhelfen.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.