MAK
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flummer 1 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Literatur. 
* Heinrich Kley, Skizzenbuch II. Hunderl Federzeichnungen 
auf 64 Seiten Großquart. In Originalleinenband mit einer Zeichnung 
6 ITlark. Verlag uon Albert Hangen in manchen. — tleue Feder 
zeichnungen non Heinrich Kley — hundert Stück: das wird für 
uiele eine willkommene Botschaft sein! Denn Kley hat einen großen 
Kreis oon Verehrern, die er alle wie im Sturm gewonnen; ist es 
doch noch gar nicht lange her, daß er uns mit seinen temperament- 
uollen Skizzen überraschte. Geistuoll, amüsant, wißig-ironisch, das 
allzu menschliche karikierend, sind auch diese neuen Skizzen wieder. 
Aber ebenso finden sich ernste und seriöse Stücke non duftiger 
Grazie, mit der bekannten meisterschaft seiner beweglichen, sicheren 
Feder sind diese Zeichnungen hingeworfen, gestrichelt und groß 
zügig Umrissen, je nach der beabsichtigten Wirkung. Denn das ist 
bei Kley charakteristisch, daß er mit großer Überlegung zu Werke 
geht, und hinter jeder seiner Skizzen ist nicht nur in stofflicher 
Hinsicht eine ganze Gedankenreihe uerborgen, die aufzuspüren, 
dem künstlerisch empfindenden Vergnügen bereifen dürfte. 
* (eine lieuauflage des Schaubek-Albums) Von 
größter Wichtigkeit für den Philatelisten ist das Briefmarken-Album. 
Da seit Jahren nur das Sdiaubek-Album regelmäßig in neuen Auf 
lagen erscheint, kann dieses mit Fug und Recht als „Das Album des 
Briefmarkensammlers“ bezeichnet werden. Bei Anschaffung eines 
Albums muß auf größt» Vollständigkeit Bedacht genommen werden. 
Gin weiterer wichtiger Punkt, der beim Kauf leider manchmal außer 
Acht gelassen wird, sind die Aachträge, denn was mißt ein Album, 
das nach erscheinen neuer marken in 2, 3 Jahren gefüllt ist und 
wieder umgeklebt werden muß. Wer sich diesen Verdruß sparen 
will, kaufe nur ein Sch aubek-Alb um, da nur zu diesem regel 
mäßig uollständige Aachträge erscheinen. Von diesem weltbekannten 
Sammelbuch liegt uns die neue 33. Auflage für 1911 Dar, welche, 
bis zur al'erneuesten Zeit neruollstöndigt, die neuen österreichischen 
Jubiläumsmarken, die neuen bosnischen Jubiläumsmarken, die neuen 
prächtigen Jubiläumsmarken non lllontenegro, die neuen schwei 
zerischen Illarken, die neuen IHarken oon Aeufundland etc. bereits 
mit aufführt. Die Textanordnung ist eine äußerst gefällige und 
luftige, die Bearbeitung eine peinlich gewissenhafte. Für jedes 
sammelberechtigte Postwertzeichen ist ein besonderes Feld oorge- 
sehen, wobei jedoch Zähnungsunterschiede und sonstige, nur uon 
Spezialsammlern beachtete Abarten, nicht berücksichtigt werden. 
Der Sammler tut gut, sich den Texfuordruck des Schaubek-Albums 
zur Richtschnur zu nehmen und darnach seine Sammlung zu er 
weitern. Im übrigen gestattet die Ginrichtung der Permanentaus 
gaben,, das Ginfügen weiterer Blätter an jeder Stelle. Cbenso erfolgt 
das Ginreihen der Aachträge blattweise direkt nach jedem Hände, 
wodurch ein Veralten ausgeschlossen wird. Die Schaubek-Permanent- 
Albuips bilden tatsächlich Daueralbums auf Hebenszeit, die nie 
wieder umgeklebt zu werden brauchen. Für die uorher erwähnten 
Abarten, die in dem Hauptalbum keine Aufnahme fanden, bringt 
der Verlag des Schaubek-Albums, C. F. Hücke, G. m. b. H. in 
Heipzig, zum erstenmale auch ein separates „Wasserzeichen- und 
Abarten-Album“ heraus, worauf wir unsere Heser besonders auf 
merksam machen möchten. Dieses neue Album enthält alle im 
Senfkatalog angeführten Abarten und wird übereinstimmend mit 
alllen Permanentausgaben geliefert. Da bisher ein derartiges kom- 
plette ; s Album nicht existierte, wird dieses neue Werk in weiten 
Kreisen sicherlich bald Gingang finden, nicht unerwähnt möchten 
wir auch lassen, daß für Anfänger und mittlere Sammler Albums 
bereits non 10 Pfg. an geliefert werden. Von Ulk. I 75 an mit 
ITtarkenkafalog, sadaß die Anschaffung eines separaten ITtarken- 
Preisbuches überflüssig ist. Auch diese billigen Sorten liegen durch 
gängig in neuen Auflagen, mit nerbesserter Texteinrichtung, uor, 
Das Arrangement lehnt sich an das der großen Ausgaben an Gs 
gestattet dem kleinen Sammler, auch wertnollere Stücke, die in 
anderen billigen Albums nicht unterzubringen sind, einzureihen, 
wie ihm überhaupt die ITlöglichkeit gegeben ist, seine Sammlung 
frei zu ordnen. Die Anzahl der oom genannlen Verlag ferner gc- 
pruck und Verlag: J. Hans Prosl, Heolien. 
führten Sammler-Bedarfsartikel lernt der markenfreund am besten 
durch Hückes Ratgeber kennen, ein handliches, hübsches Buch, 
welches gratis und franko an jedermann zugesandt wird. 
* K k. Zentral-Kommission für Kunst und historische Denk 
male. Österreichische Kunsttopographie. Bd. 1\. Politischer Bezirk 
Pöggstall. Hadenpreis 25 Kronen. Wien 1910. ln Kommission bei 
Anton Scholl & Co., Kunstoerlag Wien T„ Hegelgasse 17. 
* Bulletin des UUisees Royaux a Bruxelles. 2. Serie 5. An- 
nee. Ar. 10. 
* Gin Spaziergang in Japan oon Bernhard Keller mann, 
oeHegt bei Paul Cassirer, Berlin 1910. 
* lAonatsblatt des Altertumsnereins zu Wien. Ar. 12 De 
zember '9io. Inhalt: Bildsäule und Burgstall auf dem Schwabeck. 
* Jüdische Prinatbriefe aus dem Jahre 1609. Aach den 
Originalen des k. u. k, Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Im Auf 
träge der historischen Kommission der israelitischen Kultusgemeinde 
in Wien herausgegeben non Dr. Alfred Handau und Dr. Bernhard 
Wachsteip. mit 8 Schrifttafeln. Wien und Heipzig Wilhelm Brau- 
miiller, k. u. k. Hof- und Unioersitätsbuchhändler 1911. Den 
Sammler wird in diesem Werke, das einen wcrtoollen Beitrag zur 
Kulturgeschichte des 17- Jahrhunderts liefert, besonders das Ver 
zeichnis der hebräischen Siegel interessieren, das sich auf einer 
dem Buche beigegebenen Hichtdrucktafel befindet. 
* ItJuseen und Bibliotheken. Unter Derroaltungstechnischem 
Gesichtspunkte. Gin Zyklus oon Vorträgen gehalten in der Wiener 
Vereinigung für staatswirtschaftlirhe Fortbildung uon Wilhelm Frei 
herr oon Weckbecker. (Als ntanuskript gedruckt). 1910. 
* Pan, Halbmonatsschrift, herausgegeben uon Wilhelm 
Herzog und Paul Cassirer. Verlag Paul Cassirer, Berlin, 
I. 8. Ar. 3, Dezember 1910. 
Heue Kataloge. 
* moriß Stern, Buchhandlung und Antiquariat, Wien T, 
XXII. Jhrg. Ar. 6. 
* Josef Baer u. Co , Frankfurt a. FA. Frankfurter Bücher 
freund. 8. Jhrg. 1910 Ar. 4. Beiträge zur Inkunabelkunde IH. 
(Ar. 3590— 3738) 
* Gilhoferu. Ran sch bürg, Bücher-und Kunstantiquariat, 
Wien 1 . Anzeiger Ar. 94 des antiquarischen ßücherlagers, enthaltend 
Teile der Bibliothek des uerstorbenen Schriftstellers Cudwig Heuesi 
(ür. 21.187—21.740). 
* Kunstanzeiger Ar. 95 des Kunstantiquariates Gilhofer 
u. Ranschburg, Wien, Dekoratiue Blätter des 18. Jahrhunderts. 
Punktierte, in Farben gedruckte und geschabte Stiche. (316 Hummern) 
* Buch- und Kunstantiquariat Oskar Rauthe, Friedenau bei 
Berlin, Rheinstraße 9. Ar. 50. englische und französische illustrierte 
Bücher des Xilli. u. XIX Jahrhunderts. 
Briefkasten. 
Dr. Richard C. Die diluoialen Funde non Pfedneost sind 
im „Vaterländischen lAuseum“ in Olmüß untergebracht 
Sammler in Kaschau. Höchstens 500 Kronen, wenn das 
Gemälde gut erhalten ist. 
U. 0. Die Sammlung Josef Wünsch enthält nach Weckbeckers 
Angaben im „Handbuch der Kunstpflege in Österreich“ über 9000 
Holzschnitte. 
Cuigi de B., Rom. „Bulletino di Sforia ed Archeologia Dal- 
matia“. Grscheint monatlich einmal in Spalato. 
freiherr u n S., Hieran. Die Sammlung ist längst Derkauft. 
Der größte Teil der kostbaren Dosen wanderte nach Berlin. 
„Viuante“. Regierungsrat Adolf Duras ist kürzlich in Smichom 
bei Prag gestorben Über seine Sammlungen haben mir in Ar. 7 
des eben abgelaufenen Jahrganges berichtet. 
Die p. t. flbonnenten, deren Rbonnement mit Ende 
Dezember ablief, ersuchen wir um baldige Erneuerung 
der Bestellung, damit in der Zusendung des Blattes 
keine Unterbrechung eintrete. 
Kunstbronzen-Rtelier 
Tereszczuk & Ulrich 
Akademischer Bildhauer 
Wien Vll 2, Zollerlasse 29. 
Verantwortlicher Redakteur: Äg. Hitsche, Heoben.
	        

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