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Object: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 4)

jackenförmigen Kleidungsstückes der Frauen aus weißem Stoff in Goldliligranarbeit. Das 
Gold der Broschen ist zum größten Teil wieder rot gefärbt, was einer gewissen Geschmacks- 
richtung der Malayen entspricht; nur einzelne kugelförmige Bestandteile sind in der natür- 
lichen Goldfarbe belassen, was gleichfalls für die Kettchen gilt. Dann ein Armband aus 
Goldfiligranarbeit mit gefaßten Steinen (wahrscheinlich geschlil-Tene Topase), farblos oder 
von gelblicher und grünlicher Färbung, besetzt und mit farbigem Email verziert. Die Form 
des Stückes ist eigentümlich und bildet im ganzen einen nach vorn sich erweiternden 
Zylinder. Auch bei diesem Stück ist das Gold mehr oder weniger rot gefärbt und macht 
dasselbe mit seinem grün und blau gehaltenen Zellenemail einen farbenprächtigen Eindruck. 
Peter Fendi, Album-Titelblatt (Hofmuseum in Wien) 
Endlich ist noch ein silbernes Schmuckgehänge zu erwähnen, wie solches die vornehmen 
Atchinesen auf der Brust tragen. An dem Gegenstand hängen verschiedene Gebrauchs- 
gegenstände, so eine Pinzette zum Ausziehen der Barthaare, dann spatelförmige 
Instrumente zum Herausnehmen des Kalkes aus der Betelbüchse und ein nadelförmiger 
Zahnstocher. Der obere Teil aller Instrumente ist vierkantig geformt und mit schön 
skulpierten Mustern versehen. Die Vertiefungen sind rundherum mit kobaltblauem und 
hellgrünem Email ausgefüllt. 
Unter den 41 Akquisitionsposten, welche der PRÄI-IISTORISCHEN SAMMLUNG 
DES K. K. NATURHISTORISCHEN HOFMUSEUMS zuflossen, befinden sich wenig 
Fundstücke, welche die Aufmerksamkeit in kunstgewerblicher Hinsicht in Anspruch 
nehmen könnten. Etwa kommen da wegen ihrer an klassische Einflüsse gemahnenden
	        

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