MAK
Nr. 21 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Seite 195 
138 Otto von Thoren. Kühe auf der Weide 2500 
139 Heinrich T o m e c. Motiv aus der Wachau 100 
147 V a 11 e.e. Ansicht von Mattsee bei Salzburg 40 
152 V ösc her. Oesterreichischer Hochgebirgssee 130 
153 Waagen. Landschaft bei Trient 40 
157 Windhager. Beim Heurigen 200 
160 Albert Zimmemlann, Hochgebirgslandschaft 650 
162 Adolf Zimmerm a n n. Gretchen im Kerker 50 
Skulpturen in Holz, Stein und Bronze. 
163 Relieffigur des hl. Leonhard 65 
164 Ovale Serviertasse, um 1850 120 
167 Bronzefigur. Tanzender Bacchant. Franz. 19. J. 130 
168 Bronzefigur. Saiteninstrument streichender Bacchant 
Franz. 19. J. 130 
169 Bronzegruppe, Bacchantenfamilie. Franz. 19. J. 340 
Arbeiten in Silber. 
171 Kleiner Handteller. Wien, 1866 22 
172 Kleiner Gebäckkorb. Beschauzeichen von 1865, 120 g 60 
173 Lunula, von zwei kleinen Cherubim getragen, 18. J. 20 
174 Rundes Deckeldöschen. Padua, Auf. 18. J. 25 
175 Japanisches Silbernetzuke 25 
176 Tafelaufsatz mit Schale in Kristallglas. Gestell in 
Silber, 100 g 70 
177 Zwei kleine Figuren. Harlekin, Frau und Kind mit 
Affenmasken. Mailand, um 1820, 248 g 120 
178 Salzfaßchen aus Silber. Prag, 1847, 119 g Silber 45 
180 Gewürzstreuer in Gestalt eines Papageis, 197 g 65 
182 Kaffeekanne und Oberskanne. Wien, 1863, bezw. 1858 
zirka 400 g 185 
Keramik. 
185 Kleine, ovale Terrine, um 1800 38 
187 Zwei große, runde Schüsseln, Wien 1787 25 
188 Tasse und Untertasse, Wien 1828 35 
189 Geschweifte Tasse und Untertasse, Wien 1820 70 
190 Tasse und Untertasse, Wien 1827 60 
191 Konische Tasse aus Wiener Porzellan, Blaumarke 1821 75 
192 Teeservice in Steinzeug. Beschauzeichen von Chester 
und London 1830 60 
194 Konische Tasse und Untertasse, Wien 1823 HO 
195 Sitzendes Chinesenweib, Meißen, Mitte 19. J. 75 
196 Vor einer weiblichen Hüftherme spielende Kinder. 
Meißen, 19. J. 100 
197 Desgl. 100 
198 Amor mit Brieftaube und flammendem Herzen. 
Meißen, 2. H. 19. J. ' 100 
199 Amor mit Körbchen. Meißen, 19. J. 100 
200 Einhenkelige Gaierietasse und Untertasse, Wien 
um 1770 100 
201 Gärtner und Gärtnerin im Rokokokostüm. Meißen, 
19. Jahrh. 150 
208 Zweihenkeliger Schokoladebecher aus Wiener 
Porzellan. Wiener Beschauzcichen von 1744 und 
Meistermarke I. G. S. Die Tasse ohne Marke, um 
1740. Arbeit eines Malers der Manufaktur. 1300 
Diverse Antiquitäten. 
209 Kleine Kassette aus poliertem Nußholz. 2. H. 18. J. 30 
210 Spiegel in vergoldetem Rahmen. Um 1810 120 
211 Jagdtasche aus genarbtem Leder, um 1830 30 
213 Großer Venczianerspiegel 75 
215 Spiegelrahmen in Holz, um 1740 50 
217 Ein Paar Wandappliken in vergoldeter Bronze 240 
218 Tableau mit 9 Gratulationskarten aus der Zeit um 1827 55 
220 Kaffeeservice aus Zinn, um 1750 80 
221 Wachsbossierung, darstellend einen Sterbenden. 
Sign. Sindler, 1714 45 
222 Flache Vase aus Glas. Von Galle in Nancy 55 
224 Kleiner ovaler Anhänger aus Gold. 2. H. 19. .1. 65 
225 Ewige Lichtampel aus versilbertem Weißmetall, 
1. H. 19. J. HO 
227 Zwei persische Messing-Deckclvasen 120 
228 Ein Paar Wandappliken in Bronze, Franz. 19. J. 130 
234 Schlafzimmereinrichtung um 1840 500 
235 Glasservice für 12 Personen aus geschliffenem 
belgischem Glase 1600 
(Schluß in der nächsten Nummer.) 
Auflösung der 
Aus M ü n c h e n wird uns geschrieben: 
Ueberraschend kommt die Mitteilung, daß die 
Gemäldegalerie Zickel (München-Berlin) aufgelöst 
wird. Mietdifferenzen schwerwiegender Natur gaben 
den Anstoß zu diesem Entschluß. Das Wort Auf 
lösung ist schnell ausgesprochen, denkt man aber an 
das, was es bedeutet, was es in diesem Falle bedeutet, 
so empfindet man, daß der Kunstmarkt einen großen 
Verlust erleidet. Denn Zickel zählte zu den tatkräf 
tigsten Förderern der Kunst. Er kannte keine Rich 
tung, für ihn gab es nur Kunst, die mußte aber gut 
und ehrlich sein. Verschiedene Ausstellungen, die er 
veranstaltete, legten davon Zeugnis ab, aber auch die 
musealen und privaten Käufer könnten dies be 
stätigen. 
Bei Zickel war immer etwas zu sehen, was für 
den Kunstmarkt neu war. Der Kreis um Leibi war 
es, der es ihm angetan hatte, ihm hatte er auch seine 
besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Und darum 
wird auch der Leibi-Kreis bei der Auktion, die Hugo 
LI e 1 b i n g in München am 26. November durch 
führt, besonders gut vertreten sein durch: W. Trüb- 
ner, Ch. Schuch, J. Sperl, Th. Alt, Ph. Helmer, 
R. Hirtli du Frenes. Von Leibi selbst ist das Bildnis 
der Frau Stadtbaumeister Clef — in Schwelm in ihrer 
Mädchenzeit — vorhanden. 
Karl Haider ist mit drei Bildern vertreten; das 
große Bild von Hans Thoma „Beschauliches Dasein“ 
ist von den Ausstellungen her gewiß noch in Erin 
nerung. Seine museale Bedeutung wird immer wie 
der aufs Neue bekräftigt. Von dem Schauspieler 
Römber hat Thoma ein sehr gutes Porträt geschaf 
fen. Der den meisten Sammlern noch nicht genügend 
bekannte Trübner-Schüler und Thoma-Freund Albert 
Lang erscheint mit einer stark an Thoma anklin- 
Saferie Zickel'. 
genden Arbeit „Fischende Knaben“. Von C o r i n t h 
ist außer vier figürlichen Motiven eine landschaft 
liche Darstellung „Buchenwald“ zu nennen, von 
M. Slevogt ein prächtiger „Sonnenuntergang“. 
Weiters seien erwähnt die Arbeiten von F. Bamber- 
ger, J. F. Overbeck, F. Krüger, H. Steffeck, A. Fcucr- 
bach — von diesem das erst später bekannt gewor 
dene Bild „Orlando und Angelina“ —, J. G. Dillis, 
C Spitzweg — zwei Bilder größeren Formates „Auf 
der Alm“ und „Venezianisches Fest“, letzteres wohl 
im Anklang an die alten Venezianer und K. Rott 
mann. Von A. B r a i t h ist eine größere Kompo 
sition „Auszug der Schafe“ — aus bester Zeit — her- 
vorzuheben, ebenso sind A. Lier, E. Schleich, Fritz 
Baer, K. Heffner, Ch. Hoguet, Jul. Lange, R. v. 
Poschinger, Aug. Seidl, J. Wenglein, Toni von Stad 
ler in ihren landschaftlichen Motiven mit interessan 
ten Epochen vertreten. Adolf Oberländer hat köst 
liche humoristische Motive beigesteuert. Aus der 
Piloty- und Ramberg-Schule sind F. v. Defregger, 
W. v. Diez, A. von Keller, G. v. Max erwähnenswert. 
In gewohnt prickelnden Farben ist O. v. Faber du 
FauT’s Gemälde „Amazonen“ gehalten. Der Frank 
furter Otto Scholderer mit zwei „Wild-Stilleben“ und 
H. v. Zügel’s „Wächter“ — eine Bulldogge bewacht 
einen Fleischerladen gegen seine Kollegenschaft — 
mögen den Schluß des kurzen Auszuges aus dem in 
teressanten Bestand der zur Auflösung gelangenden 
Zickel’schen Galerie bilden. 
Der Katalog, dessen Vorwort Professor Herman 
Uhde-Bernays verfaßt hat, enthält 30 Abbil 
dungstafeln und kostet Rm. 3.—. Wegen Katalog 
bestellungen, Auskünften über Schätzungen etc. wolle 
man sich an die Fa. H. H e 1 b i n g in München, Wag 
müllerstraße 15, wenden.
	        

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