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Nr. 13 
INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG 
Seite 131 
758 Sachsen, Kur,Jürst Friedrich August, Taler, 1695. 
28.8 grS. 4 
759 'Friedrich August, Vikariatstaler, 1711 10 
760 Ders., Taler, 1810, und König Johann, Doppelvereins- 
taler, 1859 6 
761 Schwarzenburg, Ludwig Günther, Konventionstaler, 
1786 6 
762 Westfalen, Hieronymus Napoleon, Taler, 1813 .... 8 
763 Batthyani, Fürst Karl, Taler, 1764 6 
764 Stadt Augsburg, Taler, 1642 5 
765 Campen, Taler, o. J. {Rudolf II.), Deventer-Campen- 
Zwolle, Taler, 1555 9 
766 Emden, Gulden, o. J. i{28 Stüber, Ferdinand II.) ... 4 
767 Frankfurt, Kontributionstaler, 1796 9 
768 Nürnberg, Taler, 1763, 1765 {Josef II.) 5 
769 Regensburg, Taler, 1756 (Bb.-Stadtansicht) 6 
770 Zwolle, Gulden (28 Stüber, o. J., Matthias) 2 
771 Kirchenstaat, Halibscudo, 1773, 1802, 25 grS, .... 4 
772 Lucca, Scudo, 1750 4 
773 Modena, Hercules III., Tallero, 1796 5 
774 Parma und Piacenza, Odoardo Farnese, Scudo, Pia- 
cenza 1631, gehenkelt 5 
775 Ragusa, Vislino, 4735, Tallero, 1760 14 
776 Sardinien, Karl Emanuel III., .Scudo, 1763 9 
777 Neapel, Ferdinand II,, Piastra, 1799, Josef Napoleon, 
IPiastra, 1808 16 
778 Toskana, Ferdinand, Scudo, Pisa 1604 7 
779 Cosimo III,, Scudo, Livorno 1692, Henkelspur ... 4 
780 Der,s., Scudo, 1707 (Castell), Henkelspur 6 
781 Peter Leopold, Scudi, Pisa 1781, 1784 6 
782 Karl Ludwig und Maria Luise, 1 'A Scudi, Florenz 1807 6 
783 Lot venezianischer Großsilbermünzen, 5 Stück, 138 gr. 16 
784 Lot venezianischer Silbermünzen, 9 Stück, 70 g . . . 9 
765 Lot venezianischer Osellen, 41 Stück, 105 g 18 
786 Lot Schweizer und französische Großsilbermünzen, 
3 Stück, 84 g 9 
787 Lot französischer 5-Francs-Stücke, 4 Stück, 99 g . . . 10 
788 Friesland, Taler, 1612, Holland Ludwig Naooleon, 
Taler, 1808 *. . . . 10 
789 Lot schwedischer und polnischer Taler, 3 Stück, 86 g . 18 
790 Siebenbürgen, Sigismund iBathori, Taler, 1593 .... 8 
791 Lot Silbeimünzen und Jeton Ludwig XVI., 7 Stück, 
86 g, ein Blei- und Kupferstück 14 
792 Lot von 42 Silbermünzen und Medaillen, 315 g ... 26 
793 Erzherzog Leopold, Taler, Tirol 1632 4 
794 Erzbistum Salzburg, Paris von Lodron, Taler, 1632 . . 7 
795 Erzherzog Ferdinand, Taler, Kurfürstentum Salzburg, 
1803 6 
796 Augustus, Aureus, Coh. 39 70 
797 Ferdinand und Isabella, Dobia mit Kontermarke, 
Spanien, um 1500, 6.7 g 75 
798 Friedrich III., Groschen, Graz 1468 (ausgebrochen), 
Ferdinand I., Pfundner, Tirol o. J. 12 
799 Kaiser Max II„ Taler, Kremnitz 1574 15 
800 Erzherzog Ferdinand, Taler, Tirol, Hall o, J., und Erz 
herzog Leopold, Vermählungsdoppeltaler 32 
801 Wladislav II., halber Schautaler, Ungarn 1506 .... 15 
802 Lot von drei Silfcermünzen, 72 g 13 
803 Kaiser Maximilian II., Portr.ätjeion, 1570, und Kaicer 
Leopold I., Vermählung mit Eleonore von Pfalz-Neu 
burg (1576), 95 g ■ ■ 28 
804 Opferung Isaaks, Kreuzigung Christi, signiert, von Ilan.s 
Reinhart, Silber vergoldet, 48 g 80 
805 Lot von vier Miszellanmedaillen, Silber, 2(1 g . . . . 10 
806 Olmütz, Kardinal v. Schratienbach, Medaille auf die 
Infulierung der Domherren Graf Kolowrat, Graf Oedt, 
etc., Silber, 92 g 160 
807 Diocletian, Aureus, Antiochien, 5 g 35 
808 Ferdinand III. und Eleonore von Mantua, Medaille, 
Ansicht von Wien, 1628, Silber, 15 g, von A. Peter 
(signiert) • 24 
Chronik. 
BIBLIOPHILIE. 
(14,500 Pfund lür eine Erstausgabe von Shakespeare.) Aus 
London wird uns berichtet: Die fünftägige Auktion der be 
rühmten Bibliothek des verstorbenen Lords Roßberry schloß 
mit einem Ergebnis von 36.369 iPfund ab. Den Löwenanteil an 
diesem Resultat hatte eine Erstausgabe von Shake 
speares Werken, für die das Antiquariat Rosenbach 
& Co. in Philadelphia 4 4.5 0 0 Pfund zahlte. Bis zu 10.000 
iPfund gingen mehrere europäische Händler mit, dann über 
ließen sie das Feld den Amerikanern, die sich bis auf 14.500 
Pfund hinaufsteigerten. —• Die verkaufte Ausgabe ist eine der 
ersten vier herausgekommenen Exemplare, deren Herstellungs 
kosten seinerzeit ungefähr ein Pfund pro Ausgabe betrugen. 
BILDER 
(Die Restauration von Remibrandts „Die Staalmeesters“.) 
Wie aus Amsterdam berichtet wird, hat der berühmte 
holländische Rembrandt-Kenner Dr. A. Bredius über die 
Restauration des Rembrandt-Meisterwerkes, das „Die Vor 
steher der Tuchmachergenossenschaft“ („Die Staalmeesters") 
darstellt, ein vernichtendes Urteil gefällt. Bredius erklärt, 
durch die unsachgemäße Behandlung mit chemischen Säuren 
sei die Leuchtkraft der alten Farben völlig verlorengegangen, 
und er glaube nicht, daß die Hoffnung derer sich verwirk 
lichen werde, die ein Nachdunkeln der durch die radikale 
Behandlung des Restaurators hervorgerufenen fahlen Helligkeit 
der Farbtöne für möglich halten. Hingegen wird die durch den 
Restaurator de Wild vorgenommene Restauration der großen 
Meisterwerke von Frans Hals im Museum von Haarlem von 
fachmännischen Beurteilern geradezu als Wunderleistung be 
zeichnet. Es wird aufs tiefste bedauert, daß die Wiederherstel 
lung der „Staalmeesters" nicht diesem Restaurator tijbertragen 
worden ist. 
(Steinzeitzeichnungen aus der Arabischen Wüste.) Im süd 
östlichen Teile Transjordaniens in der Arabischen Wüste wur 
den bei K i 1 b a, wo sich auch Ueberreste einer christlichen 
Eremitenstadt aus ungefähr dem Jahre 4000 finden, eine Reihe 
Tierzeichnungen entdeckt, die aus vorgeschichtlicher 
Steinzeit stammen und so den ersten Beweis für menschliche 
Ansiedlungen aus jener Zeit in der Wüste erbringen. Am zahl 
reichsten sind die Abbildungen von Steinjböcken, und es ist 
den prähistorischen Künstlern gelungen, die graziöse Schönheit 
dieses Tieres, das sich noch heute in der Transjordanischen 
Wüste findet, festzuhalten. Eine Jagdszene stellt unter einem 
ochsenähnlichen, etwa zwei Meter langen liere einen hocken 
den Mann dar, in sehr stilisierter Gestalt, der in der Hand ein 
Gerät hält, das ein Speer sein mag, den er in die Flanke des 
Tieres getrieben hat. 
VERSCHIEDENES 
(Tod bekannter Sammler.) In Wien ist der Apotheker 
R a d i t z gestorben, der als Miniaturen-Sammler bekannt war. 
Raditz gehörte auch zu den Gründern der Miniaturen-Gesell- 
schaft in Wien und hat sich um die Miniaturen-Ausstellung 
verdient gemacht, die in der Albertina in Wien stattfand. 
(Die Kunsträuber von Säckingen.) Man berichtet uns aus 
Säckingen: Der weit über die Grenzen Deutschlands auf 
sehenerregende Einbruch in das wegen seiner großartigen 
Kun.stschätze berühmte F r i e d o 11 n - M ü n s t ,er zu Säckingen 
war nun Gegenstand eines Prozesses vor der Großen Strafkam 
mer in Waldshut, Der Hauptangeklagte Ivan Fedoro- 
g 1 o w, der angeblich aus Odessa gebürtig ist, hatte im Novem 
ber 1931 in einem französischen Gefängnis den Schweizer Ver 
brecher Gaützer kennengelernt, der über die Schätze der 
Friedolins-Kirche genau Bescheid wußte. Nach ihrer Entlassung 
aus dem Gefängnis zogen sie den Saarländer Wilhelm Reich- 
ardl und zwei französische Gauner ins Vertrauen, von denen 
einer den Spitznamen „Der kleine Löwe" führte. Als es aber 
zur Ausführung des geplanten Einbruches kam, taten die 
beiden Franzosen nicht mit. Gantzer versteckte sich am Abend 
des 22. Oktober vorigen Jahres in einem Beichtstuhl der Kirche 
und wartete dort das Ende des Gottesdienstes und die Sperre 
der Kirchentore ab. Dann brach er in die Sakristei ein, 
öffnete den Tresor und die Schränke, aus denen er Kirchen 
schätze und Kunstgegenstände im Werte von mehr als einer 
Million Mark raubte. Am nächsten Tage fuhren Fedoro- 
glow und Reichardt nach Straßburg, um die Beute zu verwer-" 
fen. Bei dieser Arbeit leistete ihnen eine Frau Mathilde 
Thiery Hilfe, die von den beiden Einbrechern Gegenstände 
übernahm, um sie anderen Personen zu übergeben. Die Polizei 
erfuhr von diesen geheimnisvollen Zusammenkünften und ein 
Landjäger zog sich eines Abends die Kleider der 
Frau Thiery an und ging in dieser Verkleidung an ihrer 
Stelle zu einer Verabredung in einem abgelegenen Steiribruch. 
Durch diesen Trick konnte Ivan Fedoroglow verhaftet werden. 
Durch die Vorgefundenen Korrespondenzen und das Geständnis
	        

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