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Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 5)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1351679243468
Titel:
Kunst und Kunsthandwerk
Herausgeber:
Artaria & Co.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Kunst und Kunsthandwerk

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1357206716718_0001
Titel:
Monatszeitschrift XVII
Bandzählung:
1914 / Heft 5
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Kunst und Kunsthandwerk
Erscheinungsjahr:
1914

Artikel

Titel:
FAYENCEPLASTIK
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kunst und Kunsthandwerk
  • Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 5)
  • Einband
  • FAYENCEPLASTIK
  • SALZBURGER BRUNNEN
  • AUS DEM WIENER KUNSTLEBEN
  • KLEINE NACHRICHTEN
  • MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTERREICHISCHEN MUSEUM
  • Werbung
  • Einband

Volltext

-7- 
Auch aus dem Linzer Museum Francisco-Carolinum kam eine solche 
I-Iolitscher Marktbäuerin mit zweiteiligem Deckelkorb, aber unbezeichnet. 
Ihr recht gut bemalter Kopf trägt einen grünen, niedrigen, blattartigen Hut, 
der Rock ist weiß, die Schürze rot, das ausgeschnittene Leibchen gelb 
(Höhe x40 Millimeter). 
Das dazugehörige männliche Gegenstück, auf der Unterseite in Schwarz 
mit H bezeichnet, ist nicht minder gut gelungen, wenn auch beide an „auf- 
gerissenen" Augen leiden. Wie wenig die Maler daran 
dachten, sich auch nur bei solchen Gestalten ihrer 
Umgebung an die wirkliche Volkstracht zu halten, 
zeigen die roten Kniehosen und der gelbe Rock dieses 
Bauers (Höhe x40 Millimeter). 
Von den spanischen Fayencefabriken ist die seit 
1727 tätige Manufaktur zu Alcora, die unter Leitung 
des aus Moustiers berufenen Joseph Olery stand, 
unter anderem durch einen großen, manganfarbig be- 
malten Widder aus dem Museum in Hagen vertreten 
(Höhe 230, Länge 310 Millimeter). Sein Rücken, 
worauf ein Junges liegt, ist als Deckel abhebbar. Auf 
der Unterseite in Schwarz bezeichnet A. 
Aus Talavera stammt der Bacchusknabe des 
k. k. Österreichischen Museums in Wien. Er steht auf 
einem 65 Millimeter hohen viereckigen, gelbmarmo- 
rierten Sockel (145 Millimeter im Durchmesser), dessen 
Ecken abgeschrägt sind. Die erhobene Rechte trug 
einmal einen - jetzt fehlenden - Becher, die linke 
hält Weintrauben (Gesamthöhe 465 Millimeter). 
Von italienischen Arbeiten war aus demselben 
i Besitze unter anderem ein Tritonaufsatz ausgestellt. 
Auf einem IOO Millimeter hohen kreisrunden Unter- 
Dame mit 1mm, Zürich bau mit Seepferden und Muscheln steht ein 210 Milli- 
(Landeiiggxftizä:)us'"m meter hoher Aufsatz mit zwei Tritonen, die über sich 
eine Blattschüssel halten. zwischen ihnen vier Del- 
phine und drei kleinere Muschelschalen. Eine kniende Maria mit lieblichem 
Kopf, in gelbgemustertem Kleid mit lichtblauem Überwurf, oberitalienische 
Arbeit, gehört demselben Museum (Höhe 260 Millimeter). 
Ebendaselbst ist der jugendliche Delphinreiter, der auf seinem Kopfe 
eine Schüssel hält. Hier wie bei dem Tritonaufsatz ist das Modell besser 
geraten als die bläuliche Glasur. Das aus der Sammlung des k. k. Vize- 
delegaten in Vicenzajulius Freiherrn von Sourdeau stammende Stück ist nach 
einer im ]ahre 1866 handschriftlich beigelegten Erklärung Mantuaner Arbeit. 
Eine interessante Figur ohne Marke, der Mann mit dem Zepter, stammt 
aus dem Besitze des Herrn Direktors Dr. G. E. Pazaurek in Stuttgart. Die 
weiße Farbe ist nur durch etwas Gold gehöht (Höhe 310 Millimeter). 

	        

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“Monatszeitschrift XVII.” N.p., 1914. Print.
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