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Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I (1866 / 10)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1355387758001
Titel:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Herausgeber:
Selbstverlag des k. k. Österr. Museum (später Carl Gerold's Sohn)
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1357650786432_0001
Titel:
Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I
Bandzählung:
1866 / 10
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Erscheinungsjahr:
1866

Artikel

Titel:
Kleinere Mittheilungen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
  • Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I (1866 / 10)
  • E. Brücke's Physiologie der Farben.
  • Die Sammlung antiker Glasfragmente im Museum und ihre Bedeutung für die heutige Glastechnik.
  • Die Ausstellung des Domschatzes in Prag im Mai 1866.
  • Erwerbungen für die Rohmaterialiensammlung des Museums.
  • Vorlesungen im Museum.
  • Kleinere Mittheilungen.
  • Deutsche Schule.
  • Französische Schule.
  • Niederländische Schule.
  • Italienische Schule.

Volltext

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würde ; da überdies von verschiedenen Seiten auch der Wunsch ausgesprochen wurde, als 
Zeitpunkt der projectirten Ausstellung von Arbeiten der Zeichenschulen Niederöslerreichs 
nicht die Herbstferien festzusetzen, so hat die Direction des k. k. listen. Museums es für 
zweckmlissig erachtet, es von dieser Ausstellung vorläufig abkommen zu las - 
sen u nd dieselbe auf einen günstigeren Zeitpunct zu vs rschi eben. 
Neu ausgestellte Gegcnstlinde.) Seit dem Erscheinen der Juni- Nummer 
der "Msttheilungen" sind im österr. Museum folgende Objecte neu zur Ausstellung gelangt: 
Am 16. Juni: Die Portrßtbüste der verstorbenen Hofschauspielerin Julia Rettich, 
modellirt von Carl R i pp e l , Eigenthum des Freiherrn von M ü n e b- Bel linghausen; 
sechs persische Fayence-Teller; ein Holzmedaillon aus dem Jahre 1687 , Eigenthum des 
Herrn Joseph Stern, Pfarrer in Weisskirchen; ferner ägyptische, assyriscbe und persische 
Ornamente aus den neu erschienenen Werken: „Hislovire de Furt Egyytien", „Monument: 
nwdema de la Peru" „Ninive et Fiisoyris pur Victor Place". 
Am 18. Juni: Eine neue Serie von Handzeichnungen älterer Meister aus dem Be- 
sitze Sr. kais. Hoheit des Herrn Erzherzogs Albrecht, darunter Blätter von Martin 
S c h o n g a u e r, Albrecht D ii r e r (unter denselben auch sein Selbstporträt aus seinem 
12. Lebensjabre), Rogier van der Weyden, Lukas van Leyden, Jan Mabuse, Hie- 
ronymus Bosch , Etienne de Laune u. a. m.; ein Elfenbeinbecher von Matliias Rauch- 
miller aus dem Jahre 1676, das virtuoseste Werk der Elfenbeinschnitzerei, das bisher 
zur Ausstellung kam, Eigentlium des Fürsten Johann Liechtenstein; Proben der heu- 
tigen Glasindustrie von den Glashütten am Berge Hebron, eingelangt durch Vermittlung des 
Herrn Correspondenten Consul v. Welcher. 
A m 24. Juni: Eine Reibe von Prachtgefässen und Waden aus der k. k. Ambrsser- 
Sammlung; ein Renaisssnce-Holzreliei} italienische Arbeit aus dem 17. Jahrhundert; ein 
Kästchen mit Holziutarsia und Elfenbein eingelegt, Eigentbum des Herrn Schuster; 
ferner der Gypsabguss einer Metallschiissel von Benvenuto Cellini, welche sieh seiner- 
zeit in der St. Barbara-Kirche in Mantus befunden hat, zur Zeit des napoleonischen Krieges 
aber von den Franzosen in der Münze zu Venedig eingeschmolzen worden sein soll. 
Am 28. Juni sind die von den Bildhauern Wiedemann in München, Kundt- 
mann und Pilz aus Wien angefertigten Concurs-Skizzen zum Schubert-Denkmals, 
welches der Wiener Männergesaugsverein ini Stadtparke errichten wird, aufgestellt worden; 
ferner wurden neu ausgestellt: Copien pompejanischer Wandgemälde von Ferdinand Lauf- 
berger; Diirefsche Kupferstiche, Eigenthurn des Herrn Lippmann; italienische Re- 
naissance-Holzreliefs und eine Grablaterne nach dem Entwurfs des Architekten Franz 
Storno, ausgeführt vom Schlossermeister Anton Pokorny in Oedenburg. 
Am 3. Juli: Antike Terracotten und Bronzegegenstände, Eigenthnm der Frau v. 
Göthe; ein Niederländer Gobelin aus dem Besitze des Hrn. Schnizer von Linden- 
stamm; ein persischer Samnitteppich, Eigenthum des A. h. Hofes; ein Blumentisch aus 
Eichenbolz, verferügt von Ludwig S c h il lin g. 
(Besuch der Anstalt.) Die Zeitvsrhäluiisse haben auf den Besuch des Museums, 
wie leicht begreiilich, einen ungünstigen Einiluss genommen. Die Zahl der Besucher 
hat im Monate Juni 5657 Personen, d. i. um 3532 Personen weniger als im Juni 1865 be- 
tragen. Bei dem Umstande, dass der Fremdenzuzug nach Wien, welcher sonst die Frequenz 
im Sommer wesentlich erhöhte, ganz aufgehört hat und auch das Interesse der einhei- 
mischen Bevölkerung in jetziger Zeit durch die grossen Weltbegebenheitcn fast ganz ab- 
sorbirt wird, ist die obige Zahl relativ als immerhin sehr bedeutend anzusehen und nur 
durch das Vorhandensein eines grossen Stammpublicums zu erklären, welchem der Besuch 
und die Beniitsung des Museums bereits zum Bedürfnisse geworden ist. 
(Der (iewerhevereln lll Prag) hat den Entschluss gefasst, zur Förderung der 
Vaterländischen Industrie und der bildenden Kunst eine permanente Ausstellung von 
Gcwerbsproducten und Werken der bildenden Kunst zu veranstalten. Die Ausstellung ist 
bereits im Monate Mai d. J. eröffnet worden. 
Die permanente Ausstellung soll den Ausstellern auch Gelegenheit geben, ihre Er- 
zeugnisse zum Verkaufe zu bringen und ist denselben desshalb gestattet, die Erzeugnisse 
mit Preiscourants zu versehen. Der Gewerbeverein selbst hat, um den Absatz muster- 
giltiger Erzeugnisse zu fördern, einen eigenen Fond gebildet, der zum Ankanfe von aus- 
gestellten inländischen oder auch zur Acquirirung von mustergültigen und belehrungsreichen 
fremden Erzeugnissen bestimmt ist. 
Für die Leitung der Ausstellung besteht unter dem Vorsitze des Generaldirectors 
des Gewerbevereines eine eigene Commission, die ihre Kanzlei in Nr. 1019-1. am Stephans- 
platze in Prag hat, wo sich auch die geräumigen Ausstellungslocalitäten belinden. 
Nachdem von Woche zu Woche alle Gegenstände ildcntlich bekanntgegeben werden, 
welche in den Ausatellungslncnlitiiten exponirt sind, und welche mittlerweile verlinssert
	        

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