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Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1355387758001
Titel:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Herausgeber:
Selbstverlag des k. k. Österr. Museum (später Carl Gerold's Sohn)
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1359789630428_0001
Titel:
Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII
Bandzählung:
1893 / 11
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Erscheinungsjahr:
1893

Artikel

Titel:
Ueber das Phantastische und Satyrische in der kirchlichen Kunst.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
  • Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 11)
  • Einband
  • Die Ausstellung der Kunstgewerbeschule des k. K. Oesterr. Museums.
  • Ueber das Phantastische und Satyrische in der kirchlichen Kunst.
  • Angelegenheiten des Oesterr. Museums und der mit demselben verbundenen Institute.
  • Programm der Vorlesungen im k. k. Oesterr. Museum im Winter 1893/94.
  • Litteratur-Bericht.
  • Bibliographie des Kunstgewerbes.
  • Notizen.
  • Disciplinar-Ordnung für die Schüler der Kunstgewerbeschule des k. k. österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien.
  • Einband

Volltext

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gewesen sein mussl). Und für das Satyrische, ja hie und da Komische, 
das in mittelalterlichen Gebilden selbst in der Kirche nicht vermieden 
wurde, möchte ich bei der jetzigen Strömung unserer Zeit kein Wort 
reden, und will nur hier den Geist kennzeichnen, der aus solchen Ge- 
bilden spricht, der ein ganz anderer ist, als der z. B. in den Grlitznefscheu 
Mönchsbildern sich kundgibt. Viel stärker tritt die phantastische Natur- 
geschichte, oft mit einer ganz neuen Symbolik (ich erinnere an die zwei 
Centauren vor der Akademie der bildenden Künste, oder an die auf dem 
Pegasus reitenden Frauen ober dem Eingange zur Oper, oder an die 
wagenlenkenden Victorien auf dem Parlamentsgebäude) in der profanen 
Kunst hervor. Wie viele der Beschauer sich das Richtige, wie viele über- 
haupt etwas dabei denken, will ich nicht untersuchen. 
Um nun gleich bei der phantastischen Naturgeschichte in medias res 
einzugehen, ist hier vorauszusetzen, dass nach allgemeiner Ansicht die 
Urheimat dieser Gebilde im Oriente zu suchen sei, und dass, da einmal 
die westliche Kunst dieselben angenommen hatte, die an sie gewöhnte 
Phantasie an das Schaffen eigener Symbole phantastischer Art schritt. Ob 
manche der Gebilde etwa mit den nach Europa vordringendenVölkern mit- 
gewandert und daher mit der ältesten Mythologie sich verbunden haben, 
ist hier nicht zu entscheiden. Soviel ist gewiss, dass durch Erzeugnisse 
der ägyptischen"), babylonischen, persischen, indischen, vielleicht auch 
') So wird das jetzige Volk kaum die vier Gemälde , welche auf dem ersten Pfeiler 
des Presbyteriums der Votivkirchc in Wien hoch oben sich befinden, recht verstehen: den 
Löwen, wie er die Jungen anbrßllt, den Adler, wie er sich in die Fluthen stürzt, den 
PhOniX und den Pelikan, umsoweniger, als Jemand, der dem Baue dieser Kirche sehr 
nahe stand, mir diese als die Symbole der vier Elemente deutete, was ja allerdings, 
aber durchaus nicht in mittelalterlicher Weise, angeht (Löwe - Erde, Phönix - Feuer, 
Pelikan - Wasser, Adler - Luft; oder aber ist hier beim Adler an's Wasser zu denken, 
und beim Pelikan an die Luft?). 
') Die ägyptischen Mischgestalten (symbolischer Natur), die babylonischen Flügel- 
gestalten sind bekannt genug. Hier sei nur beillufig erwähnt, dass nach dem Bundehesch 
zehnerlei Menschen existiren, darunter einige mit Pferdekopf, andere wie Hunde, bei 
anderen ist nur die Hälfte ein Mcnschenkbrper (S. 37). Das Bundehesch erwähnt einen 
dreifüßigen Esel mit einem Horn: 1000 Reiter haben unter dem kleinsten seiner Fuße 
Platz (S. 91). Vergl. ähnliche Uebertrcibungen in der jüdischen (Hagadischen) Tradition. 
- Für chinesischen Ursprungs möchte ich die Sage und die Benutzung des Phönix 
auf abendllndischen Werken halten. Bekannt {Wind uns in Wien von jeder Thee- 
handlung her gelluüg, ist der chinesisch-japanische Prachtvogel, der so oft in Lack 
und Perlmutter, in Guss, in Porzellanmalerei erscheint. Sein Name ist Fong-honng. 
Sollten hiemit die Chinesen den Namen Phönix nachgeahmt haben? Oder aber ist 
Phönix aus Fong-hoang entstanden? Letzterer hat fünffarbiges Gelieder und einen langhin 
nachllatternden Schwanz. Er bedeutet Glück. Die alten Aegypter kannten den Sonnenvogel 
Bennu, der in Verbindung stand mit dem Culte des Sonnenbaumes. (Dietrich, Abraxas, 
S. xoo. Wiedemann, Zeitschr. für agypt. Sprache und Alterthulnsh, 1879, S. t: Phönix- 
sagen im Alten Aegypten.) - Wenn ich auch nicht anzugeben weiß, wann die Be- 
ziehungen zwischen Aegypten und Ostasien anzusetzen seien, dass Einflüsse zwischen 
Westasien (und daher auch Aegypten) und Indien auf- und abwogten, gibt auch der vor-
	        

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