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Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1870 / 58)

Bibliographic data

Periodical

Persistent identifier:
1355387758001
Title:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Publisher:
Selbstverlag des k. k. Österr. Museum (später Carl Gerold's Sohn)
Document type:
Periodical
Collection:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

Periodical volume

Persistent identifier:
1361007504323_0001
Title:
Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V
Volume No:
1870 / 58
Document type:
Periodical volume
Collection:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Year of publication:
1870

Article

Title:
Kleinere Mittheilungen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article

Contents

Table of contents

  • Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
  • Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1870 / 58)
  • Ein System für Sammlungen architektonischer und kunstgewerblicher Abbildungen.
  • Die Kunst der Siebenbürger Sachsen.
  • Malerei.
  • Stein-Sculptur und Holzschnitzerei.
  • Goldschmiedekunst.
  • Guss- und Schmiedearbeit,
  • Textiles.
  • Kleinere Mittheilungen.
  • Französische Schule.
  • Kunstblättersammlung des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie.
  • A. Kupferstiche, Holzschnitte.

Full text

186 
wie heute befugte neben privilegirten geduldet wurden. Ziinftige Stadt- 
meister erfreuten sich aber noch immer grosser Vortheile, namentlich 
beim Materialankauf (Kronstädter Zechordnung von 1595), daneben ver- 
bieten eugherzige Gesetze auswärtige Arbeit u. a. m. Somit war der 
Friede keineswegs hergestellt, vielmehr sollten die Landweber 1615 den 
Triumph haben, dass ordinäre Leinwand, sog. Zablo, Jedermann zu fer- 
tigen erlaubt ward, und 1638 die Kronstädter Frauen Rechtsbestätigungen 
ihres Leinwandhandels erhielten. Damit war indess erst ein Anfang ge- 
schehen; bald streben dieselben Heissigen Leute auch das Recht an, 
feines Linnen zu weben, und erreichen nach einigem Widerstand (1665) 
auch dieses, worauf der ganze Repserstuhl pnblice et privatim pro- 
testnndo sich mit wirklich freisinnigen Gründen gegen das Monopol 
wendet. Dieses hat keinen Schutz und Schild als halsstarriges Berufen 
auf mittelalterliche Privilegien. 1766 kam ein die Zünfte schützendes 
Hofdecret, doch half es nichts, indem griechische und walachische Händler 
alles vorräthige Garn heimlich für die Türkei aufkauiten. Grosse Klagen 
hierüber verursachten 1772 ein Ausfuhrverbot des Guberniums und zahl- 
' reiche sonstige Interventionen, die an den Kaiser selbst einmal gegangen 
waren, bis denn doch die Opposition den Sieg davoutrug, freilich ohne 
darum zu eigenem Gedeihen zu kommen. 
Vcn Stickereien und Nadelmalerei bezog man im Mittelalter das 
meiste aus den Niederlanden; so auch Brokat. Meskleider dieser Art 
besitzt die Pfarrkirche in Hermannstadt und die Klosdorfer Kirche. 
Albert Ilg. 
Kleinere Mittheilungen. 
(Auszeichnung). Dem Inhaber der Kunstanstalt für Weberei, Sticke- 
rei und kirchliche Paramentik Carl Giani in Wien wurde tiir die aus- 
ezeichneten Leistungen besagter Anstalt auf dem Gebiete der Paramentik 
und anlässlich des bei der Ausstellung in Rom errungenen grossen Preises 
das Ritterkreuz des päpstlichen St. Sylvester-Ordens verlieben. 
(Personalien) Herr Director v. Eitelberger hat sich nach mehrwiichentlichsr 
Krankheit zum Curgebrnuche nach Reichenhall begeben. - Herr Custos Falke ist von 
seiner Reise nach Schweden zurückgekehrt 
(Telriclfs lntarsicnwerk.) Die vorläufige Ankündigung des vom Architekten 
Teirich mit. Unterstützung des Oesterr. Museums herauszugcbenden Werkes über italie- 
nische Intsrsisn ist überall mit grossem Beifall aufgenommen worden. Unter den Suh- 
scribeuten befinden sich neben dem k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht, der 
Handels- und Gewerbekammer für N.-0e., dem n. ö, Gewerbeverein und unseren nam- 
haftesten Kunstindustriellen auch das preuss. und das hnierische Handelsministerium, das 
Deumche Gewerbemuseum in Berlin, die badische Lnndesgewsrhehalle in Karlsruhe, 
der Gewerbevereiu in Hannover. Die verschiedenen Ccntralstellen haben ausserdem ihre 
Verwendung fiir das Unternehmen nach Erscheinen der ersten Lieferung in Aussicht ge- 
stellt. Diose dürfte (im Verlage der Beck'schen Univsrsitäts-Buchhandlung,  Holder) 
demnächst die Presse verlassen. 
lllllldißnen.) Wir freuen uns, unseren Lesern mittheilen zu können, dass 
auch das Baierische Nationnlmuseum in München und das Deutsche Gewsrbernuseurn in 
Berlin jetzt in der gleichen Weise wie das Oesterreichische Museum mit der Publicntion 
von Reproductionen vorgehen. Die erstere Anstalt lässt ein Lieferuugswerk „Photogra-
	        

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“Monatsschrift Für Kunst Und Gewerbe V.” N.p., 1870. Print.
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