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Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 76)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1355387758001
Titel:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Herausgeber:
Selbstverlag des k. k. Österr. Museum (später Carl Gerold's Sohn)
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1361009805474_0001
Titel:
Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII
Bandzählung:
1872 / 76
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Erscheinungsjahr:
1872

Artikel

Titel:
II. Die Plastik.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
  • Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 76)
  • Die Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe im Oesterr. Museum, eröffnet am 4. November 1871.
  • I (Einleitung. - Die hemmenden und fördernden Elemente bei der Organisirung der Ausstellung.)
  • II. Die Plastik.
  • III. Zeichner.
  • IV. Das Mobiliar.
  • Beilage zu Nr. 76 der ,,Mittheilungen des k. k. Oesterr. Museums".
  • Programm für die Sonntags-Verlesungen.
  • Bücher-Revue.
  • KLEINERE MITTHEILUNGEN.

Volltext

Von ganz unberechenbarem Vortheile aber war es gewesen, dass der 
Kaiser gleich beim Beginne der Ausstellungsvorbereitungen, durch Zu- 
weisen einer Summe von 50.000 B. die Möglichkeit geboten hat, Werke 
exceptioneller Art zu schaden, Aufgaben zur Lösung zu bringen, die über 
das Mass der gewöhnlichen Anforderungen hinaussteigen, und Gelegenheit 
bieten, einen Höhepunkt der Leistungsfähigkeit zu erreichen. Diese Kunst- 
obiecte, welche auf diesem Wege geschatfen wurden, bilden , sozusagen, 
den Gradmesser für die Leistungsfähigkeit unserer Kunstindustrie, und 
werden gewiss für lange Zeit hinaus als epochemachende Erzeugnisse 
unserer Kunstlex und Industriellen ihren selbstständigen Werth behalten. 
E. 
ll. 
Die Plastik. 
lKünßtmnnn, Melnhzlty, Rdsner. -Antikisirende und naturalistische Richtung. - Pokurny, 
"Oppblt. - O. König und seine Schule. -- Grödener Holxsehnitzkunst. - Marmortechnik, 
Fruncini, C. Vanni, Ohrfnndl, Baron Löwenstem.) 
_ Die Kunstindustrie hat zu allen Zeiten sowohl mit der grossen Plastik 
Fühlung erhalten, als auch selbstständigen Talenten Gelegenheit geboten, 
auf bestimmten Gebieten sich geltend zu machen. Das sind Bemerkungen, 
welche die Geschichte der Kunst auf jeder Seite bestätigt, und die sowohl 
auf die Organisirung der Musealausstellung, als auf die Ausstellung selbst 
ihre Anwendung finden mussten. 
Schon bei der Organisirung wurde darauf Rücksicht genommen, dass 
die grosse Plastik, insbesondere insoweit sie Gegenstand der Decoration 
ist, zur Ausstellung zugelassen werden konnte. Von dieser Bestimmung 
des Ausstellungsprogrammes haben auch einige Künstler Gebrauch ge- 
macht; Bildhauer Kundtmann hat eine Schubertbüste in Carrarischem 
Mannor, mit technischer Vollendung ausgeführt, zur Ausstellung gebracht, 
und zwei im eigentlichen Sinne des Wortes praktische Bildhauer haben 
sich an der Ausstellung betheiligt, Bildhauer Meln itzky mit einer lebens- 
grossen Figur, einer Lampenträgerin, einem Modelle für Bronzeguss -- 
demselben Künstler, von dem die schönen Stuccoreliefs auf blauem Grunde 
im Oberlichtsaal herrühren -- und Herr Joseph Rösfter mit mehreren 
in Marmor ausgeführten Reliefs und Büsten, bei deren Betrachtung Jedem 
sogleich klar wird, dass man es hier mit den Werken eines routinirten, 
in der Marmortechnik sehr erfahrnen Künstlers zu thun hat. 
Die Richtungen, welche unsere moderne Plastik beherrschen, finden 
auch in verschiedenen Abtheilungen der Ausstellung ihre eigenthümliche 
Vertretung. Nicht überall sind wir in der Lage, den Namen der Künstler 
nachzugehen, da manche Aussteller es für passend finden, die Namen der 
Modelleure und Bildhauer als ein Fabriksgeheimniss zu behandeln, und 
so dieselben der Oefentlichkeit zu entziehen, während andere es vorziehen, 
Namen der Künstler gleichfalls aus Geschäftsrücksichten zu nennen. Dass 
das Publicum mit einem erhöhten Interesse jenen kunstgewcrblichen pla-
	        

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