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Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 10)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1367827623198
Titel:
Alte und Moderne Kunst
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Alte und Moderne Kunst

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1368180247716_0001
Titel:
Alte und Moderne Kunst V
Bandzählung:
1960 / Heft 10
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Alte und Moderne Kunst
Erscheinungsjahr:
1960

Artikel

Titel:
SCHLOSS STIEBAR IM MALERISCHEN TAL VON GRESTEN
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Alte und Moderne Kunst
  • Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 10)
  • Einband
  • Werbung
  • INHALT
  • DER NEUE FLUGHAFEN WIEN-SCHWECHAT SCHNITTPUNKT IM NETZ DES WELTFLUGVERKEHRS
  • DER MALER WERNER BERG EXPRESSIONISMUS: PHASE II
  • SCHLOSS STIEBAR IM MALERISCHEN TAL VON GRESTEN
  • TRAUM, POESIE UND VEREISUNG DER WELT ZUM WERK DES MALERS EDGAR JENÉ
  • RISSE IM DAMM GEGEN DEN KITSCH BERICHT VON DER 12. TRIENNALE IN MAILAND
  • JUGEND VON HEUTE : EINSAMKEIT UND CHAOS ZU BILDERN VON KARL KORAB
  • Werbung

Volltext

A}. 
.. 
3.4 
 
 
 
bar, dem eben damals, im Jahre 1795, die Reichsgralen! 
würde verliehen worden war, sich und seiner Familie mit 
diesem imposanten Bau ein bleibendes Monument setzen 
und handelte so ganz im Sinne des Standes- und Reprä- 
sentationsbewußtseins der Baroekzeit, als deren später 
Nachlahrc er sich damit erwies. Daß solche Beweggründe 
für den Grafen maßgebend waren, geht daraus hervor, 
daß er das Wappen, geziert mit der Grafenkrone, an be- 
herrschender Stelle der Front anbringen ließ, die Na- 
mensänderung des Schlosses von Nieder-Hausegg auf 
Stiebar erwirkte und so tatsächlich die Erinnerung an 
seine Famile für alle Zeilen gewährleistete. Den großen 
Veränderungen am Außenbau folgte eine ebenso ein- 
schneidende Umgestaltung des Innern. Die Überlieferung 
weiß zu berichten, daß die „altdcutschen" Öfen und das 
„altdeutschc" Mobiliar, worunter wohl Öfen und Möbel 
der Renaissance zu verstehen sind sowie zahlreiche Bil- 
der damals aus dem Schloß entfernt wurden und seitdem 
verschollen sind. Einzig die schöne spätgotische Kapelle 
blieb unberührt, weil, neben der Ehrfurcht vor dem ge- 
weihten Ort wohl auch die Architektur dieses Raumes 
der damals aufkommenden romantischen Vorliebe für 
das Mittelalter entsprach. 
Der originellste Raum des Schlosses, der nahezu voll- 
ständig sein Aussehen und seine Ausstattung seit damals 
bewahrte, ist das japanische Kabinett. Den Wandschmuck 
bilden farhige Tapeten, die auf Papier gemalt, auf 
Leinwand aufgeklebt und in schwarz lackierte Holzver- 
täfelungen eingespannt sind. Das große Mittelfeld wird 
von einem blauen Vorhang eingenommen; die flankie- 
renden Seitenfelder zeigen eine Grotesken-Dekoration, 
zu deren Aufbau Motive verwendet wurden, wie sie Jean 
Berain schon hundert Jahre früher erfunden hatte, nur 
daß sie hier dem damals herrschenden Stil entsprechend 
vereinfacht sind. Alles ist zarl', schwebend und etwas 
zusammenhanglos hingesetzt. An der Schmalseite des 
Zimmers hat der Tapetenmaler Gcnreszenen in recht- 
eckigen Feldern ühereinander angeordnet, Chinoiserien, 
die abwechselnd in blauen und roten Farbtönen ausge- 
führt sind. So stellt die Ausstattung dieses Zimmers eine 
 
1 Tulsciligc Front mit dem 
Kapellenlurm. 
2 Ansicht des Schlosses mit 
der Hauptfassade. 
3 Treppenhaus mit klassi- 
zistischem Sthmißdßßisßfnßm 
Geländer und alter Beleuch- 
tungsvorrichtung. 
4 Gang im ersten Stockwerk 
mit afrikanischen jagdlro- 
phiien. 
5 Bildcrgang. Vorwiegend 
Gemälde der ersten Hälfte des 
19. Jahrhunderts. 
13
	        

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“Alte Und Moderne Kunst V.” N.p., 1960. Print.
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