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Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 89)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1367827623198
Titel:
Alte und Moderne Kunst
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Alte und Moderne Kunst

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1368537868918_0001
Titel:
Alte und Moderne Kunst XI
Bandzählung:
1966 / Heft 89
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Alte und Moderne Kunst
Erscheinungsjahr:
1966

Artikel

Titel:
DER BILDHAUER RUDOLF KEDL
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Alte und Moderne Kunst
  • Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 89)
  • Einband
  • Werbung
  • INHALT
  • VIER SÜDFLANDRISCHE MARIENTAFELN - EIN BEITRAG ZUR GENESE DER NIEDERLÄNDISCHEN MALEREI
  • QUODLIBETS - EINE ABART DES STILLEBENS
  • WANDLUNGEN EINER KULTURSTÄTTE - DREI JAHRHUNDERTE KUNST UND TECHNIK AUF DEN WIENER GUSSHAUSGRÜNDEN
  • OSKAR KOKOSCHKAS LITHOGRAPHISCHER ZYKLUS ,,DIE ODYSSEE" - ZUM 80. GEBURTSTAG DES KÜNSTLERS
  • SAKRALBAUTEN VON CLEMENS HOLZMEISTER - ZUM 80. GEBURTSTAG DES KÜNSTLERS
  • DIE ZURÜCKGESCHRAUBTE ZEIT - ZU BILDERN VON E. J. DOGARTH
  • DER BILDHAUER RUDOLF KEDL
  • DIE MALERIN MARIE LOUISE VON MOTESICZKY
  • AUS DEM KUNSTLEBEN
  • AUS DEM KUNSTHANDEL
  • BUCHBESPRECHUNGEN
  • Werbung

Volltext

 
Rudolf Kedh Kopf, 1964. Serpermn, H 32 crn 
Rudolf Kedl, Große S:91cnde,1966. Serpcnhn, H65 cm 
verehrt wurde, freilich als große Urmutter in 
einem negativen Sinn. als jene wieder alles in 
ihren Urschoß zurücknehmende Kraft der Erde. 
Es ist bezeichnend, daß diese Plastik eine weit- 
gehendst rauhe, den Charakter des Steines be- 
tonende Oberfläche hat! Die kleinere Figur ist 
eine fast kugelige Gestalt. Hier ist der Körper 
zurückgeneigt. der geschwellte Leib ist Zwischen 
kräftigen Schenkeln und angezogenen Knien, 
Waden und Füßen eingespannt. Der Kopf. in 
der Form wieder wie bei der „Liegenden" sehr 
vernachlässigt. wie nebensächlich behandelt. weist 
als Besonderheit einen großen aufgerissenen Mund 
auf. Hier scheint der Schrei Gequölter auszu- 
brechen. Die Plastik ist ein zu einem schwarzen 
Klumpen zusammengeballtes Sein. Sie ist Gestöhne. 
Klage, Gesang und Preislied - die Gegensätze 
liegen immer nahe beisammen ä der Natur. 
Der Gesang! Der Gesang aber bleibt! Das sagt 
der Künstler auch mit dem Kopf des Orpheus. 
Der 40 cm große Schädel ist ein einziges wildes, 
schönes Lied: wie Homers llias und alle großen 
Gesänge der Völker wild und schön zugleich 
sind. Es ist das Haupt des von den rasenden Münaden 
zerrissenen Sängers. zerbeult, zerschunden. verv 
stümmelt. singt es. Es ist das Haupt eines Toten. 
es ist ein vom Körper losgetrenntes, scheinbar 
verlorenes Stück. Wir haben es mit einem ge- 
wichtigen Bekenntnis Kedls zum Bleibenden zu 
tun: Denn was wir getan. was immer wir gesetzt 
in dieser Welt. es wird bleiben. Mögen die chtho- 
nischen Möchte auch noch so gewaltig sein, mögen 
die wilden, berauschten Ekstatiker dem Sänger 
auch den Kopf abschlagen, diesen steinigen. die 
Formen verbeulen und schließlich in die Fluten 
der Meere werfen, er wird weitersingen! 
Mit diesen beiden Zeugnissen, mit den Knospen 
der Metallarbeiten und dem Gesang des Orpheus, 
gibt der Künstler ein großes Bekenntnis. nicht 
leichtfertig. sondern mit dem ganzen Gewicht 
der gequälten Erdgeschöpfe hinter sich: das 
Bekenntnis: Der Gesang aber bleibt!
	        

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“Alte Und Moderne Kunst XI.” N.p., 1966. Print.
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