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Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC00807929_1
Titel:
Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
Gerlach & Wiedling
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Art Nouveau Zeitschriften
Erscheinungsjahr:
1905
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
II Teil Ingenieurbauten
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
A Verkehrswesen
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Index
  • Inhalt des I. Bandes
  • Verzeichnis der Tafelbeilagen
  • I Teil Charakteristik und Entwicklung der Stadt
  • Topographie, Orographie
  • Hydrographie
  • Meteorologie
  • Geologische Beschaffenheit des Bodens
  • Baumaterialien
  • Statistik und Verwaltung
  • Organisation der technischen Ämter
  • Stadtentwicklung
  • II Teil Ingenieurbauten
  • A Verkehrswesen
  • B Post-, Telegraphen- und Telephonwesen
  • C Strassenwesen
  • D Die Entwässerung
  • E Die Wasserversorgung
  • F Beleuchtungswesen
  • G Brücken
  • H Wasserbauten
  • I Gärten und Friedhöfe
  • K Approvisionierungswesen
  • Der XXI Bezirk, Floridsdorf
  • Namenverzeichnis
  • Verzeichnis der Textabbildungen
  • Leerseite
  • Einband

Volltext

A. VERKEHRSWESEN. 
Einleitung. 
Wohl eine der bedeutendsten Ursachen für die vorstehend beschriebene Stadtentwicklung 
bilden die dem Verkehr gewidmeten Anlagen, welche nicht nur das Stadtbild in den letzten 
Dezennien gewaltig veränderten, sondern auch einen Umschwung in den Lebensgewohnheiten 
der Bevölkerung herbeiführten, der erst in Zukunft recht zum Ausdruck kommen wird. Die 
billige und rasche Beförderung mittels der modernen Massenbeförderungsmittel ermöglicht 
einerseits das Wohnen im Umkreise der Stadt, anderseits werden hierdurch die Lohnwagen 
immer mehr zu Luxusfuhrwerken, die nur von einem verhältnismäßig kleinen Kreise der 
Bevölkerung benützt werden. 
Den Übergang vom privaten zum allgemeinen öffentlichen Fuhrwerk bilden die nume 
rierten Lohnwagen auf Standplätzen, besonders die Zweispänner (Fiaker), welche den Ruf des 
Wiener Lohnfuhrwerkes als rasches, elegantes und bequemes Beförderungmittel begründet haben. 
Die Wagen sind größtenteils mit Gummireifen an den Rädern ausgestattet und fast durchgehends 
gut erhalten. Es gibt insgesamt rund 1000 Fiaker, welche sich auf 54 Standplätzen befinden. 
Einfacher in der Ausstattung sind die Einspänner, deren es ungefähr 1800 gibt, die auf 
143 Standplätzen verteilt sind. Die seit einigenLjahfen mehrfach eingeführten Taxameterein 
richtungen stoßen bei den Kutschern auf grol^ff Widerstand, da dieselben gewöhnt sind, 
nach einer Strecken- oder Zeittaxe zu fahren. 
Das Reitpferd und das Fahrrad kommen in Wien als Verkehrsmittel wenig in Betracht. 
Reitwege sind nur auf der Ringstraße und im Prater, eigene Fahrradwege nur auf der Gürtel 
straße und im Prater vorgesehen. Motor-Zwei- und Dreiräder kommen in letzter Zeit mehr in 
Verwendung, es gibt deren rund 300; auch Automobile für Personen- und Lastenverkehr sieht man 
häufig, und befinden sich hiervon derzeit 500 in Wien, jedoch nur im Privatbesitz. Lastfuhr 
werke mit Pferdebespannung gibt es rund 3600; typisch sind die zweiräderigen, einspännigen, 
sogenannten Cabwagen, welche bei Bauten allgemeine Anwendung finden. Für alle Fuhrwerke 
gilt in Wien als Regel, daß links gefahren und rechts ausgewichen wird. 
Der Gesamtverkehr der öffentlichen Verkehrsmittel umfaßte im Jahre 1903 insgesamt 
rund 213 Millionen Personen, welche mit der Stadtbahn, den im Wiener Gemeindegebiet ge 
legenen Lokalbahnen, einschließlich der Kahlenbergbahn, den Stellwagen und den Straßen 
bahnen befördert wurden. Der Mietwagenverkehr ist in dieser Ziffer nicht inbegriffen, weil 
verläßliche Daten hierüber nicht vorliegen. Von dem Gesamtverkehr entfallen, rund gerechnet, 
auf die Straßenbahnen allein 158 Millionen = 74"/ 0 , auf die Stadtbahn 32 Millionen = 15%, 
auf die Stellwagen 16'6 Millionen = 8%. Ein sehr großer Teil des Stadtbahnverkehres betrifft 
die Ausflügler, insbesondere an Sonn- und Feiertagen, so daß der eigentliche allgemeine 
städtische Verkehr in überwiegender Weise von den Straßenbahnen zu bewältigen ist. 
Nur die Innere Stadt ist den Straßenbahnen bisher noch nicht so recht erschlossen worden, 
und obliegt die Abwicklung des allgemeinen Verkehres daselbst hauptsächlich den Stellwagen, 
deren Linien aus allen Bezirken nach dem Stadtinnern, meist nach dem Stephansplatz führen. 
In den äußeren Teilen der Stadt sind die Stellwagen von untergeordneter Bedeutung und 
werden hauptsächlich für ganz kurze Strecken benützt, wofür sie einen sehr billigen Tarif 
haben. Für die Fahrt nach und von den Bahnhöfen, zu welchen die Straßenbahngleise nicht 
immer nahe genug hinführen, sind die Stellwagen beliebt. Es sind in Wien im ganzen zwischen 
370 und 400 Stellwagen im Betrieb, welchen bestimmte Standplätze und Linien vorgeschrieben 
sind. Alle Stellwagen sind zweispännig, meist von niederer Bauart mit kleinen Rädern und rück-
	        

Hinweis

Dieses Service wurde aus den Mitteln der Europäischen Union (ERDF, IPA II), INTERREG Danube Transnational Programme, im Rahmen des Projekts ARTNOUVEAU2 (2020–2022) gefördert.

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Wien Am Anfang Des XX. Jahrhunderts : Ein Führer in Technischer Und Künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik Und Entwicklung Der Stadt, Ingenieurbauten. Wien: Gerlach & Wiedling, 1905. Print.
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