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Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC00807929_1
Titel:
Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
Gerlach & Wiedling
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Art Nouveau Zeitschriften
Erscheinungsjahr:
1905
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
I Teil Charakteristik und Entwicklung der Stadt
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Baumaterialien
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Index
  • Inhalt des I. Bandes
  • Verzeichnis der Tafelbeilagen
  • I Teil Charakteristik und Entwicklung der Stadt
  • Topographie, Orographie
  • Hydrographie
  • Meteorologie
  • Geologische Beschaffenheit des Bodens
  • Baumaterialien
  • Statistik und Verwaltung
  • Organisation der technischen Ämter
  • Stadtentwicklung
  • II Teil Ingenieurbauten
  • A Verkehrswesen
  • B Post-, Telegraphen- und Telephonwesen
  • C Strassenwesen
  • D Die Entwässerung
  • E Die Wasserversorgung
  • F Beleuchtungswesen
  • G Brücken
  • H Wasserbauten
  • I Gärten und Friedhöfe
  • K Approvisionierungswesen
  • Der XXI Bezirk, Floridsdorf
  • Namenverzeichnis
  • Verzeichnis der Textabbildungen
  • Leerseite
  • Einband

Volltext

BAUMATERIALIEN. 
Der große Aufschwung, welchen unser modernes Bauwesen genommen hat und die hier 
durch geschaffenen neuen Verhältnisse hatten zur Folge, daß man in vieler Hinsicht mit der 
althergebrachten Bauweise brach und sich neuer Konstruktionen bediente, welche auf die Ver 
wendung der Baumaterialien nicht ohne Einfluß sein konnten. Insbesondere ist der Beton und 
das Glas in Verbindung mit Eisenkonstruktionen bedeutend in den Vordergrund getreten und 
eine große Anzahl neuer Hilfsmaterialien zur Verwendung gekommen. 
Wir folgen in der nachstehenden Besprechung der gewohnten Einteilung bezüglich der 
Baumaterialien und beginnen mit den Steinmaterialien. 
A. Natürliche Bau- und Dekorationsgesteine. 
Als in den letzten Dezennien des verflossenen Jahrhunderts die großen Wiener Monumental 
bauten — Votivkirche, Rathaus, Parlamentsgebäude, Universität, Börse, Hofmuseen, Burgtheater 
und die Neue Hofburg — entstanden, deren Fassaden entweder ganz oder doch zum größten 
Teil aus echtem Steinmaterial hergestellt wurden, da ergab sich ein großartiger Bedarf an 
natürlichen Bausteinen. Auch für die großen Bauanlagen der Wiener Stadtbahn, der Kais am 
Donaukanal und der Nußdorfer Schleusen waren kolossale Quantitäten von Bausteinen erforder 
lich und es mußten außer den in der Nähe der Hauptstadt befindlichen Steinbrüchen auch 
weit entlegene mit der Quaderlieferung betraut werden. Heute sind alle diese großen Bauten 
mit wenig Ausnahmen vollendet, und wenngleich die Bautätigkeit in Wien auch derzeit eine 
ziemlich rege ist, so hat die Steinindustrie nur sehr bescheidenen Anteil daran, denn es 
handelt sich zumeist um Wohnhausbauten, welche fast ausschließlich nur in Ziegel mit Putz 
technik ausgeführt werden. 
Die gegenwärtig in Wien herrschende Stilrichtung liebt nur glatte Fassaden, die in Stuck 
hergestellt oder mit farbigen Majolikaplatten verkleidet werden; Säulen, Pilaster, Steinbalkons 
und figurengeschmückte Portale, wie sie die Barocke bevorzugte, sind äußerst selten. So 
kommt es, daß in einem modernen Wiener Zinshause nur mehr die Stiegenstufen aus natürlichem 
Stein bestehen; selbst die steinernen Sockel- und Gesimshängeplatten erscheinen schon als 
überflüssig, letztere um so mehr, als entweder gar keine Hauptgesimse oder aber so weit 
ausladende angebracht werden, daß sie nur als Ziegelgewölbe zwischen Eisenträgern ausführbar 
sind. Stellte man vor wenig Jahren noch schwer belastete Pfeiler aus Haustein her, so ist auch 
dies in unseren Tagen, wo sich der Eisenbetonbau mehr und mehr ausbreitet, vielfach ein 
überwundener Standpunkt. 
Begreiflicherweise leidet der Steinbruchbesitzer ebenso wie der Steinmetz schwer unter 
solchen Verhältnissen. Für die Marmorindustriellen ist die Sachlage insofern etwas günstiger, 
als man in den Herrschaftspalais und in den eleganten Zinshäusern die Vestibüle gerne mit 
Marmorplatten verkleidet, die Stiegenhäuser mit bunten Marmorplatten schmückt und die Fenster- 
parapette der Stiegen und Korridore mit Marmorplatten belegt, ln den Bahnhöfen, Hotels, 
Restaurants und Kaffeehäusern trifft man fast überall auf Marmorpissoirs; die Wände der 
Badezimmer sind häufig mit Marmor verkleidet, ebenso die vertieften Badewannen. Seit der 
Einführung der Gasöfen werden auch die marmorverkleideten Kamine sehr beliebt; auch die 
Möbelindustrie konsumiert eine große Quantität in- und ausländischer Marmore für Möbel 
platten. 
Was die Grabsteinindustrie anbelangt, so verwendet sie nach wie vor einerseits die 
dunklen Hartgesteine, anderseits meist die billigen Marmorsorten. Erfreulich ist es, daß dennoch 
aber die Zahl der von Künstlerhand mit Statuen und Reliefs in edlem Statuenmarmor ge-
	        

Hinweis

Dieses Service wurde aus den Mitteln der Europäischen Union (ERDF, IPA II), INTERREG Danube Transnational Programme, im Rahmen des Projekts ARTNOUVEAU2 (2020–2022) gefördert.

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Wien Am Anfang Des XX. Jahrhunderts : Ein Führer in Technischer Und Künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik Und Entwicklung Der Stadt, Ingenieurbauten. Wien: Gerlach & Wiedling, 1905. Print.
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