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Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC00807929_1
Titel:
Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
Gerlach & Wiedling
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Art Nouveau Zeitschriften
Erscheinungsjahr:
1905
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
I Teil Charakteristik und Entwicklung der Stadt
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Stadtentwicklung
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Index
  • Inhalt des I. Bandes
  • Verzeichnis der Tafelbeilagen
  • I Teil Charakteristik und Entwicklung der Stadt
  • Topographie, Orographie
  • Hydrographie
  • Meteorologie
  • Geologische Beschaffenheit des Bodens
  • Baumaterialien
  • Statistik und Verwaltung
  • Organisation der technischen Ämter
  • Stadtentwicklung
  • II Teil Ingenieurbauten
  • A Verkehrswesen
  • B Post-, Telegraphen- und Telephonwesen
  • C Strassenwesen
  • D Die Entwässerung
  • E Die Wasserversorgung
  • F Beleuchtungswesen
  • G Brücken
  • H Wasserbauten
  • I Gärten und Friedhöfe
  • K Approvisionierungswesen
  • Der XXI Bezirk, Floridsdorf
  • Namenverzeichnis
  • Verzeichnis der Textabbildungen
  • Leerseite
  • Einband

Volltext

STADTENTWICKLUNO. 
Es gibt wohl kaum eine Stadt, die auf eine so reiche Vergangenheit zurückblicken kann 
und doch dabei so wenige Baudenkmale aus älteren Zeiten aufzuweisen hat, wie die österrei 
chische Reichshauptstadt. Die Ursachen dieser Erscheinung liegen wohl zunächst darin, daß 
Wien ganz besonders von der Völkerwanderung, den Hunnen und später von den Einfällen 
der Ungarn und Türken bedrängt wurde; aber noch wichtiger erscheint der Umstand, daß die 
Stadt langsam zu immer höherer Bedeutung stieg, daher in fortwährender Umwandlung be 
griffen war, und daß die vielen Verjüngungen naturgemäß die Zerstörung früherer Schöpfungen 
bedingten. Immerhin lassen sich in der baulichen Entwicklung Wiens die folgenden Epochen 
deutlich unterscheiden: die römische Zeit; das Mittelalter, welches für Wien mit der ersten 
Türkenbelagerung abschloß; die neue Zeit bis zur Niederlegung der inneren Festungswerke; 
die Zeit der Stadterweiterung, welche die Vorstädte mit der Altstadt verband; endlich die 
Gegenwart seit der Einbeziehung der Vororte. 
I. Die römische Zeit. 
Nachdem Kaiser Claudius das Schwergewicht der Grenzverteidigung aus dem Innern 
Pannoniens an die Ufer der Donau vorgeschoben und Carnuntum (nächst dem heutigen 
Petronell an der ungarischen Grenze) zum Hauptsitz der Kriegsführung gegen die Quaden und 
Markomannen erhoben hatte, bedurfte dieses Lager eines Schutzes seiner Flanke nach Westen, 
ln jener Zeit wird daher auch zu Vindobona (in handschriftlicher Variante: Vindomina), 
im heutigen Wien, das älteste römische Kastell entstanden sein, das in den ersten Jahren der 
Regierung des Kaisers Vespasian zu einem Legionslager erweitert wurde. „Schon die Namen 
der beiden Festungen beweisen, daß die Urbevölkerung, welche die Römer im Wienerbecken 
vorfanden, Kelten waren . . . Das römische Wien hat seinen rein militärischen Ursprung während 
der ganzen Dauer seines Bestehens in sicheren Merkmalen bewahrt; seine Geschichte ist die 
eines römischen Truppenlagers“ (A. v. Domaszewski). 
Den Mittelpunkt aller militärischen Vorkehrungen bildete das Standlager. „In seinem 
wichtigsten Gebäude, dem Prätorium, war der Sitz des Legionskommandanten mit der Kultstelle 
der Lagergötter, nahe dabei die Intendantur mit den Kassen, an anderer Stelle die Kasernen, 
die Rüstkammern und die Magazine für den Proviant und für alle anderen Notwendigkeiten 
eines größeren Truppenkörpers. Vom Standlager gingen die wichtigsten taktischen Maßnahmen 
für die Verteidigung der Reichsgrenze aus, auf seine Tore nahmen die Reichsstraßen ihre 
Richtung; vom Lager sind durch Vermittlung der Canabae (Budenstadt der Kaufleute) und des 
Munizipiums (Zivilstadt) jene Einflüsse auf die heimische Bevölkerung erfolgt, die zu einer 
kulturgeschichtlich bedeutsamen Tatsache, der Entwicklung einer römisch-keltischen Mischbildung 
führten“ (Fr. Kenner). 
Die römischen Funde, die man in Wien bisher bei Herstellungen von Fundamenten, 
Kanalbauten, Wasserleitungen u. dgl. zutage förderte, sind allerdings recht spärlich, besonders 
im Hinblick auf die vielen und umfangreichen Reste der Hauptstadt Carnuntum, die nach ihrer 
Zerstörung durch die Quaden (375) bald ein Ende für immer fand, wodurch ihre Spuren 
unter Schutt und Ackererde vor gänzlicher Zerstörung bewahrt blieben. Doch entdeckte man 
in Wien gerade in den letzten Jahren genug römische Reste, um durch einen Vergleich 
derselben mit der Umgrenzung des babenbergischen Wien vor und in der Zeit des Herzogs 
Heinrich Jasomirgott zu erkennen, „daß die Stadt damals den Umfang des römischen Stand 
lagers einnahm, daß die Überreste der römischen Umfassungsmauern für die Herstellung der 
babenbergischen Stadtmauern benützt worden sind“ (Fr. Kenner). Demnach folgten die römi 
schen Lagermauern den Grenzen jenes Plateaus, das auf drei Seiten (Tiefer Graben, Salzgries 
Bd. i. 
4
	        

Hinweis

Dieses Service wurde aus den Mitteln der Europäischen Union (ERDF, IPA II), INTERREG Danube Transnational Programme, im Rahmen des Projekts ARTNOUVEAU2 (2020–2022) gefördert.

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Wien Am Anfang Des XX. Jahrhunderts : Ein Führer in Technischer Und Künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik Und Entwicklung Der Stadt, Ingenieurbauten. Wien: Gerlach & Wiedling, 1905. Print.
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