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Ausstellung von Alt-Wiener Porzellan

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC02394716
Titel:
Ausstellung von Alt-Wiener Porzellan
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
Verlag des k. k. Österr. Museums für Kunst und Industrie
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
MAK-Hauskataloge
Erscheinungsjahr:
1904
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Einleitung

Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ausstellung von Alt-Wiener Porzellan
  • Einband
  • Vorsatz
  • Leerseite
  • Deckblatt
  • Leerseite
  • Kaiserin Maria Theresia und ihr Gemahl Franz I. von Lothringen
  • Titelseite
  • Leerseite
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Leerseite
  • Katalogverzeichnis
  • Säulenhof
  • Leerseite
  • Raum I.
  • Raum II.
  • Raum III.
  • Raum IV.
  • Raum V.
  • Raum VI.
  • Raum VII.
  • Raum IX
  • Sitzungssaal
  • Raum X.
  • Raum XI.
  • Raum XII.
  • Raum XIII.
  • Raum XIV.
  • Galerie
  • Nachtrag Raum VIII.
  • Verzeichnis der Aussteller
  • Leerseite
  • Postscript
  • Einband

Volltext

XVIII 
Kinderfiguren, teils in Gestalten, die der klassischen Mythologie 
entnommen und im Geiste des 18. Jahrhunderts umgeformt sind, 
vorherrschen. Man findet in diesem Genre Arbeiten von sehr ver 
schiedenem Werte, und staunt oft Leistungen anzutreffen, die wie 
zum Beispiel manche Figuren und Gruppen des grossen Zwettler 
Tafelaufsatzes zum Besten zählen, was die Porzellanplastik des 
18. Jahrhunderts überhaupt hervorgebracht hat. Schäfer- und 
Liebesszenen und das ganze Kapitel der galanten Sujets spielen 
natürlich auch an der Wiener Fabrik eine bedeutende Rolle und 
ihr Charakter wird immer bürgerlicher, je mehr wir uns dem letzten 
Viertel des Jahrhunderts nähern. Endlich kommt zwischen 1760 und 
1770 auch das bäuerliche Element an die Reihe und wir finden die 
schlafenden Schnitterinnen, die verschiedenen Erntegruppen, 
Winzerinnen u. s. w. Auch die mannigfachen Soldatenfiguren 
stammen zum grossen Teile aus dieser Zeit. Daneben bietet die 
italienische Komödie beliebte Stoffe. 
Im Jahre 1767 kam der Bildhauer Beyer nach Wien und 
mit ihm macht sich ein klassischer Zug in der Porzellanplastik 
geltend, der unter seinem Schüler Grassi (1755 —1808) noch 
deutlicher hervortritt. 1778 wurde dieser als Modellmeister an der 
Fabrik angestellt, 1792 machte er auf Kosten der Fabrik eine 
Reise nach Italien. Die Biskuitplastik verdrängt die glasierten 
Figuren. Es kommt damit ein etwas trockener, kühler Zug in das 
figurale Porzellan. Das Intime, lokal Beeinflusste verschwindet, die 
schöne Linie in der Gruppe wie in der Einzelfigur ist das, worauf 
diese Kunst den höchsten Wert legt. Die Voraussetzungen und 
Beschränkungen, die von dieser Kunstweise untrennbar sind, an 
genommen, muss man aber zugeben, dass die Wiener Fabrik 
neben der von Wedgwood die grössten Reize zu entfalten weiss. 
Berühmt sind die grossen Empiretafelaufsätze aus dieser Periode, 
die in ihrer keuschen Formenpracht Werke von unvergänglichem 
künstlerischem Werte darstellen. Als letzter unter den hervor 
ragenden WienerPorzellanplastikern dieserPeriode ist Elias H iitter, 
der Schüler und Nachfolger Grassis, zu nennen. Unter ihm wurde 
die grosse Porträtplastik in Porzellan beliebt, ein Genre, das nur in 
einer Zeit möglich war, in der die Begriffe vom Wesen und von 
der Aufgabe der Kunst in den verschiedenen Kunsttechniken
	        

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Ausstellung Von Alt-Wiener Porzellan. Wien: Verlag des k. k. Österr. Museums für Kunst und Industrie, 1904. Print.
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