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Die k. k. Wiener Porzellanfabrik : ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Oesterreich. Museum

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
AC03511535
Title:
Die k. k. Wiener Porzellanfabrik : ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Oesterreich. Museum
Shelfmark:
Keramik II 43
Place of publication:
Wien
Publisher:
Gerold
Document type:
Monograph
Collection:
MAK-Hauskataloge
Year of publication:
1887
Edition title:
[Electronic ed.]
Language:
Deutsch

Chapter

Title:
I. Abtheilung Geschichte der Fabrik
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
III. Periode Blüthezeit der Fabrik unter Sorgenthal´s Leitung, 1784-1805
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die k. k. Wiener Porzellanfabrik : ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Oesterreich. Museum
  • Cover
  • Blank page
  • Figure
  • Title page
  • Preface
  • Inhalt
  • I. Abtheilung Geschichte der Fabrik
  • I. Periode Die Fabrik als Privatanstalt, 1718-1744
  • II. Periode Die Fabrik als kaiserliche Anstalt unter Maria Theresia, 1744-1784
  • III. Periode Blüthezeit der Fabrik unter Sorgenthal´s Leitung, 1784-1805
  • IV. Periode Die Fabrik unter der Leitung NIedermayr´s, 1805-1827
  • V. Periode Die Fabrik in Niedergang und Auflösung, 1827-1864
  • Beilage zur Geschichte und Technik der k. Porzellanmanufactur
  • II. Abtheilung Die Sammlung von Arbeiten der Wiener Porzellanfabrik im k. k. oesterreichischen Museum
  • I. Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert
  • 2. Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert
  • Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert
  • Cover

Full text

27 
Ais Sorgenthal 1784 die Leitung der Fabrik übernahm, stand 
die ganze Abtheilung der Malerei unter der Direction von Schindler. 
Nach dessen Tode (14. August 1793) bewarb sich Johann Drechsler, 
„Professor der Erfindungskunst an der Fabrikantenschule der kaiserlichen 
Akademie der bildenden Künste“ um seine Stelle, aber nicht er, sondern 
Anreiter wurde Schindler’s Nachfolger. Als Anreiter 1801 starb, folgte 
ihm, wie schon angegeben, Georg Perl bis 1806. 
Damals, 1784, war es um die Bildhauerabtheilung, welche auch 
die Erfindung der Gefässformen zu besorgen hatte, schlecht bestellt. 
Modellmeister war der alte Matthäus Niedermayr, der schon 76 Jahre 
zählte. Aber er starb noch in demselben Jahre, nicht lange nachdem 
Sorgenthal die Administration angetreten hatte. Sein Nachfolger wurde 
Anton Grassi, der bedeutendste Bildhauer und Modelleur, den die 
Porzellanfabrik gehabt hat. Von ihm heisst es schon 1783 in dem oben 
erwähnten Memoire des jüngeren Niedermayr: „Der Modelleur Grassi, 
ein junger, sehr geschickter Künstler, würde sich sehr gut zu seinem (des 
alten Modellmeisters) Adjuncten schicken, und er würde sich diesen Ver 
richtungen gern unterziehen, wenn man ihm die Anwartung auf die 
dereinstige Modellmeisterstelle zusicherte. Er hat Geschmack und Kennt 
nisse und ist in dem ganzen Personal der einzige, von dem die Fabrik 
alle die zu diesem Dienst erforderlichen Eigenschaften erwarten darf.“ 
Grassi war zu Wien im Jahre 1755 geboren als der Sohn eines 
Galanterie-Arbeiters. Nach dem gewöhnlichen Elementarunterrichte be 
suchte er die Akademie und wurde Schüler Messenhausers, der ihn in 
sein Haus aufnahm. Dann wurde er vom Hofstatuar Beyer bei der 
Anfertigung der Statuen im Schönbrunner Garten verwendet. Auf Em 
pfehlung des Fürsten Johann von Dietrichstein kam er noch unter 
Hofrath von Kessler als Modelleur an die Porzellanfabrik (1778), wo er 
sechs Jahre darauf (1784) als Modellmeister die erste Stelle eines Bild 
hauers und zehn Jahre später mit die Oberleitung der gesammten Kunst- 
classen erhielt. 1792 konnte er seinen Wunsch einer Reise nach Italien 
erfüllen, indem er einen Urlaub auf achtzehn Monate erhielt und die 
Fabrik ihm die Kosten der Reise und des Aufenthaltes bezahlte. Auch 
in Italien war er für die Fabrik thätig, indem er Modelle und Kupfer 
stiche für sie erwarb, Gipsabgüsse nach den Antiken kaufte und fleissig 
zeichnete und skizzirte, was die Fabrik brauchen konnte. 1797 wurde 
4*
	        

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Falke, Jakob von. Die K. K. Wiener Porzellanfabrik : Ihre Geschichte Und Die Sammlung Ihrer Arbeiten Im K. K. Oesterreich. Museum. Wien: Gerold, 1887. Print.
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