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Design aus Schweden

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
AC07022826
Title:
Design aus Schweden
Place of publication:
Stockholm
Publisher:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Document type:
Monograph
Collection:
MAK-Hauskataloge
Year of publication:
1978
Edition title:
[Electronic ed.]

Chapter

Title:
Einige schwedische Einrichtungen im Wandel der Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Design aus Schweden
  • Cover
  • Cover
  • Title page
  • Contents
  • Preface
  • Introduction
  • Einige schwedische Einrichtungen im Wandel der Zeit
  • Wohnen in Schweden
  • Wohnkultur in Schweden
  • Was geschah mit "Swedish modern" ?
  • Sofa "Häcken"
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Figure
  • Verzeichnis der Aussteller
  • Cover
  • Cover

Full text

5 
Einige schwedische Einrichtungen im Wandel der Zeit 
Helena Dahlbäck-Lutteman 
Gibt es eigentlich eine urschwedische Art 
sich einzurichten? Durch Jahrhunderte 
hindurch hat Schweden seine Impulse 
und Einflüsse von außen erhalten. Die be 
kannten Stilrichtungen, wie sie zur Zeit 
des Barock, Rokoko und Neuklassizis 
mus nach Schweden eingeführt wurden, 
faßten zunächst in den oberen Gesell 
schaftsschichten Fuß, um dann nach und 
nach auch in anderen Bevölkerungs 
schichten bekannt zu werden. Wesent 
lich hierbei ist jedoch, wie man in Schwe 
den die neuen Einflüsse aufnahm. Ich 
komme immer mehr zu der Ansicht, daß 
das mehr mit einer Betonung auf dem 
Einfachen erfolgte. Das Übertriebene — 
überschwenglich Dekorative war in 
Schweden niemals so recht populär und 
hat auch nie so richtig Fuß fassen kön 
nen. Das ist nicht etwa ein Zeichen von 
Armut, sondern vielmehr der Ausdruck 
eines bestimmten Willens. Sehen wir uns 
als Beispiel einige schwedische Einrich 
tungen vom 18. Jahrhundert bis heute an. 
Als erste Einrichtung sei der um 1770 
eingerichtete Raum der Oberhofmeiste 
rin vom Schloß Gripsholm genannt. Als 
das Rokoko zur Mitte des 18. Jahrhun 
derts seinen Siegeszug durch das Land 
antrat, geschah dies nach den ruhigen 
und maßvollen französischen Vorbil 
dern. Das Stockholmer Schloß war soe 
ben mitFIilfe französischer Handwerker 
und mittels französischer Vorlagen, die 
einheimischen Talenten zur Anleitung 
dienten, eingerichtet worden. Als sich 
unter der Regentschaft Gustav III. 
(1771-1792) der Neoklassizismus aus 
breitete, wurde ein Teil des Schlosses 
Gripsholm auch als Sitz des königlichen 
Hofes hergerichtet. Die Einrichtung ist 
einfach, aber zweckmäßig und im Geiste 
des Rokoko komfortabel. Es gab ein Bett, 
ein paar Stühle, vielleicht einen gebeiz 
ten Schrank, einen Nachtschrank und 
einen Tisch aus Kiefer. Die Textilien 
waren entweder aus einfarbigem Tuch 
oder kariertem Baumwollstoff, das Bett 
zeug konnte aus bedruckter Baumwolle 
sein. Der Kachelofen mit mehreren 
Rauchzügen — eine schwedische Erfin 
dung von 1767 — mit Fayenceplatten 
verkleidet, nahm einen wichtigen Platz 
ein. 
Hiernach machen wir einen großen 
Sprung bis zum Ende des 19. Jahrh.; 
es handelt sich um die im Jugendstil ge 
haltene Inneneinrichtung des Hauses des 
Malers Carl Larsson, die er selbst zeich 
nete, das Zimmer der Mutter mit den 
kleinen Mädchen. Ein wesentlicher Zug 
der Jugendstil-Bewegung war der Glau 
be, die Kunst könnte zu glücklicheren 
Menschen und einer besseren Gesellschaft 
beitragen. Die Künstler sollten aus ihrem 
Elfenbeinturm heraustreten und mithel 
fen, die menschliche Umwelt zu gestal 
ten. Der schwedische Maler Carl Lars 
son leistete diesem Ruf Folge. Er wid 
mete sich nicht, wie viele Künstler auf 
dem Kontinent, dem Kunsthandwerk,
	        

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Design Aus Schweden. Stockholm: Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, 1978. Print.
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