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Michael Thonet - ein Gedenkblatt

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
AC07043207
Title:
Michael Thonet - ein Gedenkblatt
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Document type:
Monograph
Collection:
Thonet Archiv
Year of publication:
1896
Edition title:
[Electronic ed.]
Language:
Deutsch

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Michael Thonet - ein Gedenkblatt
  • Cover
  • Prepage
  • Michael Thonet
  • Title page
  • Introduction
  • Chapter
  • MÖBEL in den Jahren 1836-1840 von Michael Thonet in Boppard angefertigt
  • Möbel ausgestellt auf der Weltausstellung London 1851
  • Cover

Full text

kosten, Sie können mit dem Cabinetscourier von Frankfurt 
nach Wien fahren.« 
Michael Thonet leistete dieser Anregung bald darauf 
Folge und fuhr im Frühjahre 1842 — vorläufig allein — 
nach Wien, um das von ihm für Oesterreich angemeldete 
Patent zu verwerthen. In einem uns vorliegenden Briefe, den 
Michael Thonet am 15. Mai 1842 an seine in Boppard 
zurückgebliebene Familie richtete, finden wir die Genesis der 
Geschichte des Hauses Thonet in Oesterreich. Dieser Brief 
ist in mehr als einer Beziehung interessant und speciell die 
warme Theilnahme des Fürsten Metternich — auf dessen 
Einwirkung er ja überhaupt nach Wien gegangen war — ist 
unter dem Eindrücke des Augenblickes so lebhaft geschildert, 
dass wir die betreffende Stelle hier wörtlich wiedergeben: 
» ... Wie sehr sich der Fürst meiner annimmt, will 
ich hier kürzlich anführen. Ich bin am 7. d, abends in Wien 
angekommen; am anderen Tage wurden unsere Sachen in 
das Palais des Fürsten gebracht; daselbst erhielt ich ein 
schönes, grosses Zimmer zum Auspacken und Repariren 
unserer Möbel, die nachher der Fürst befahl sogleich auf 
sein Zimmer zu bringen. Es machte dem Fürsten eine ausser 
ordentliche Freude, er sprach in meiner und mehrerer Hof 
beamten Gegenwart mit solcher Begeisterung von unseren 
Sachen, dass er fast Niemand zu Worte kommen liess; er 
schaukelte sich auf dem Sessel hin und her, nahm sein 
Stöckchen, welches er auf dem Johannisberg von mir erhielt, 
schilderte dessen Stärke, verbunden mit solcher Dünne. Er 
weiss die Bearbeitung so auszulegen, als ob er bei uns 
gearbeitet hätte, besonders in Erklärung der Vorzüge der 
Räder. Weo-en allzu häufiger Arbeiten gab er dem Baron 
von Hügel Auftrag, meine Sache zu leiten und mir bei 
Vorkommendem behilflich zu sein. Der kaiserliche Hofmar- 
— ii —
	        

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Michael Thonet - Ein Gedenkblatt. Wien: Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, 1896. Print.
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