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Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC07139971
Titel:
Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
K. K. Hof- und Staatsdruckerei
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Wiener Weltausstellung 1873
Erscheinungsjahr:
1874
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
SPRITZEN UND PUMPEN (Gruppe XIII, Section 2)
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die Decker'sche Pumpe
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht
  • Einband
  • Deckblatt
  • Von dem „OFFICIELLEN AUSSTELLUNGS-BERICHT"
  • Titelseite
  • SPRITZEN UND PUMPEN (Gruppe XIII, Section 2)
  • Die Decker'sche Pumpe
  • Die Cameron'sche Pumpe
  • Die Pumpe von Maxwell & Cope
  • Die Dampfspritze von Merryweather and Comp
  • Die Prunier'sche Pumpe
  • Die Pumpe der ersten Brünner Maschinenfabrik
  • Veröffentlichungen
  • Einband

Volltext

Spritzen und Pumpen. 
O 
Namentlich find es die Conftrudlionen mit feilen Düfen, welche heute 
fehr ftark angewendet werden, weil die innere Dichtung fchwer zu über 
wachen ift. Der in Oeilerreich und auch fonft verbreitetile ift der Friedmann’fche 
Injedlor, aus zwei Dampfdüfen und einer Wafferdüfe beilehend; fein Vorzug liegt 
in der grofsen Einfachheit, in der Leichtigkeit der Behandlung und in der Sicher 
heit der Fundlion. Er hat nur zwei verilellbare Hähne oder Ventile, das 
Ueberlaufventil und den Wafferhahn, und zwei kleine Condenfations-V affer- 
hähnchen. 
Nächil ihm iil der Schau’fche Injedlor, welcher gleich dem Friedmann- 
fchen ein fefles, unveränderliches Düfenfyflem hat. Die beiden Conftrudlionen 
unterfcheiden fich durch die Art der zweiten Wafferaufnahme, welche bei der 
Friedmann’fchen durch eine Wafferdüfe (Zwifchenrohr) ftattfindet, und bei der 
Schau’fchen durch den Ueberfprungraum ftattfinden foll. BeideInjedloren gehören 
zu den nicht faugenden, wie auch die Locomotiv-Injedloren Conftrudlion Boifig 
und Conftrudlion Haswell und es mufs ihnen das Speifewaffer aus einem höher 
gelegenen Refervoir zugeführt werden. Der Injedlor, welcher an der Borfig fchen 
Locomotive angebracht war, gleichfalls Conftrudlion Borfig, zählt, wie die beiden 
erwähnten, unter die nicht faugenden Injedloren. Auch Haswell hat einen eigenen 
Injedlor an feinen Locomotiven, der aber auch nicht faugt. Unter die faugenden 
Injedloren gehört nur der Giffard’fche in feiner verbefferten Auflage als Patent 
Robinfon & Gresham und der Injedlor Syftem Blancke, welcher jedoch auch noch 
eine andere Eigenthümlichkeit hat, nämlich die, dafs er am Ueberlauf- ein zweites 
Saugrohr angefetzt hat, und dadurch eine zweite Wafferaufnahme dem Dampf 
ermöglichen foll. Alle diefe Injedloren geftatten nur Waffer bis zu 30 Grad Celfius 
zu faugen, und können durch ein vom Führerftand aus verfchliefsbares Ueber 
laufventil zum Vorwärmen des Tenderwaffers verwendet werden. 
Die Deckerfche Pumpe. 
Die Decker’fche Pumpe befteht aus einem Dampfcylinder und einem 
Pumpencylinder, zwifchen welchen ein Verbindungsftück liegt, welches die 
Deckel der beiden Cylinder, und gleichzeitig die Schlittenfläche für das Führungs- 
ftiick der Kolbenftange bildet. An letzterer ift der Steuerarm befeftigt, welcher 
die Schieberftange mit einem Auge umfafst, das aber nicht genau darnach gebohrt 
ift. Die Schieberftange führt fleh einerfeits in den Stopfbüchfen des Schieber- 
kaftens, andererfeits in einem Auge, welches an das Cylinder-Verbindungsftück 
angegoffen ift. An diefelbe find in den richtigen Abftänden Stellringe angebracht 
und vor denfelben liegen je ein oder zwei Kautfchukpuffer. Stöfst der Steuerarm 
an den Puffer, fo mufs, nachdem diefer gehörig comprimirt ift, die Schieberftange 
dein Drucke des Armes weichen, der Schieber wird in feine mittlere Lage 
gebracht, wo alle Canäle gefchloffen find. Jetzt tritt ein Theil des im Cylinder 
bereits benutzten Dampfes hinter die Steuerkolbenfläche und im nächften 
Moment mufs der Steuerkolben in feine äufserfte Lage gehen, und öffnet hie 
durch die entfprechenden Dampf-Ein- und Austrittscanäle, fo dafs der Kolben- 
wechfel ftattfinden kann. 
Die Schieberftangen find vorne und hinten in den Steuerkolben einge- 
fchraubt, und dient die hintere einem Hebel zum Angriff, mittelft deffen man den 
Steuerkolben von aufsen vor dem Anlaffen der Pumpe nach Belieben ftellenkann. 
Die Anordnung hat einen Uebelftand, der nicht unwefentlich ift, und diefer 
befteht darin, dafs die Hubbegrenzung der Kolben keine fo genaue ift, weil, 
wenn die Pumpe im fchnellen Gang ift, die beweglichen Theile eine lebendige 
Kraft haben, mittelft deren fle, ehe noch die Umfteuerung ftattfindet, noch nach 
dem Anftoffe des Steuerarmes an die Puffer einen gewiffen Weg zurücklegen. 
Geht die Pumpe hingegen langfam, fo wird, fobald der Steuerarm den Schieber
	        

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Zitierempfehlung

Zwiauer, Peter. Spritzen Und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), Officieller Ausstellungs-Bericht. Wien: K. K. Hof- und Staatsdruckerei, 1874. Print.
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