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Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC07139971
Titel:
Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
K. K. Hof- und Staatsdruckerei
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Wiener Weltausstellung 1873
Erscheinungsjahr:
1874
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
SPRITZEN UND PUMPEN (Gruppe XIII, Section 2)
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die Cameron'sche Pumpe
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht
  • Einband
  • Deckblatt
  • Von dem „OFFICIELLEN AUSSTELLUNGS-BERICHT"
  • Titelseite
  • SPRITZEN UND PUMPEN (Gruppe XIII, Section 2)
  • Die Decker'sche Pumpe
  • Die Cameron'sche Pumpe
  • Die Pumpe von Maxwell & Cope
  • Die Dampfspritze von Merryweather and Comp
  • Die Prunier'sche Pumpe
  • Die Pumpe der ersten Brünner Maschinenfabrik
  • Veröffentlichungen
  • Einband

Volltext

Spritzen und Pumpen. 
13 
Die in der Fabrik des Herrn Alexander Friedmann aufgeflellte Pumpe 
diefer Conhrucfion hat einen aufserordentlich ruhigen Gang, geht fehr ficher und 
diefs empfiehlt diefelbe für die Anwendung als Schiffsleckpumpe. Durch die ver- 
ticale Aufhellung der Pumpe ifl die Befefbigung an den Spanten fehr erleichtert 
und foll diefelbe wirklich fchon von den meiden Marinen als Schiffsleckpumpe 
angenommen fein. 
Der Pumpencylinder ifl nach den rationellflen Principien conftruirt. Die 
Pumpe hat einen gufseifernen Kolben mit drei felbftfedernden Ringen. Die 
Ventile find leicht zugänglich, und es liegen die Saug- und Druckventile für 
je eine Kolbenfeite vertical übereinander. Gerade\ über den zwei Druckven 
tilen, welche in einer Horizontalebene in der unteren Hälfte des Pumpencylin- 
ders liegen, find zwei Windkeffel angebracht. Die Uebergänge aus dem runden 
Querfchnitte der Rohrleitungen in die rechteckigen der Canäle find fehr forg- 
fältig ausgeführt. Bei der hier gezeichneten Pumpe find die beiden Cylinder 
wie bei Cameron’s Originalconhru<5lion durch ein Cylinderdeckel-Verbindungs- 
flück gegen einander fixirt; doch ifl es ein unbeflreitbarer Vortheil der verticalen 
Aufhellung, dafs man diefelben auch auseinander rücken kann, wie es eben der 
fpecielle Zweck, für den die Pumpe behimmt ih, verlangt. 
Der Schieberkahen ih wie bei Cameron’s Conhrudlion auf den Cylinder 
gefchraubt und liegt das Schiebergeficht mit den Schieberkahenflanfchen in 
einer Ebene. Diefs bietet für die Bearbeitung den Vortheil, dafs man das Ganze 
in einem Striche durchhobeln kann. Die Stopfbüchfen und fonhigen Theile fowie 
die Vorrichtung zur Bewegung des Schiebens von Hand find genau nach der 
Originalconhrutflion gebildet. Der Pumpencylinder hat unten noch zwei Füfse, 
obgleich die Befehigung der Pumpe in der Regel, durch die feitlichen Flanfchen, 
welche an beide Cylinder angegoffen find, gefchieht. 
Die Pumpe hat noch den Vortheil, dafs man fie aufserordentlich leicht 
demontiren kann. Durch Abheben der oberen Cylinderdeckel kann man zu den 
beiden Kolben gelangen. 
Bei der verticalen Anordnung hat man den Vortheil, dafs die bewegten 
Theile fich gleichmäfsig abnützen, denn wenn bei den horizontalen Pumpen das 
Gewicht der bewegten Theile (Kolben, Kolbenhange etc.) noch fo gering ih, fo 
wird eine ungleiche Abnützung an den unteren Cylinderhälften eintreten, welche 
fchliefslich das Auswechfeln der Brillen und das Nachdrehen der Cylinder für 
einen dichten Schlufs der Kolben nothwendig machen wird. 
Unter den englifchen Aushellern fanden wir die Firma Mc. Nicol, welche 
drei „Excelfiorpumpen“ brachte, von denen eine gewöhnlich in 1 hätigkeit war. 
Die Pumpen haben im Aeufseren grofse Aehnlichkeit mit den Pumpen von 
Whitley Partners oder Tangye Brothers Specialpumpe. Auch bei der Excelfior- 
pumpe dient ein Steuerkolben zur Bewegung des Schiebers. Sie unterfcheidet 
fich nur durch den Mangel der kleinen Endventile, welche hier durch ein Syhem 
von Dampfcanälen erfetzt werden, welche im Princip dasfelbe bezwecken, was 
die kleinen Ventile füllten: der Dampf hinter dem Steuerkolben konnte in den 
Dampfcylinder entweichen, und zwar auf die Seite, auf welcher gerade Aus- 
hrömung ih; alfo kann der Dampf auf der anderen Steuerkolben-Seite den Schieber 
bewegen, und alfo umheuern. 
Die Idee, fowie die Ausführung derfelben ih fehr fchön und die Arbeit 
an den Pumpen’fehr exadl. Der Gang der Pumpe war fehr ruhig; fie arbeitete 
allerdings mit fehr geringem Drucke. 
Die Pumpe von Maxwell & Cope. 
Die Pumpe, welche Hayward Tyler & Comp, nach dem Patente von 
Maxwell & Cope. ausgehellt haben, hat die Schwierigkeit, eine corredle Steuerung
	        

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Zitierempfehlung

Zwiauer, Peter. Spritzen Und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), Officieller Ausstellungs-Bericht. Wien: K. K. Hof- und Staatsdruckerei, 1874. Print.
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