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Der Welthandel : (Additionelle Ausstellung Nr. 6), officieller Ausstellungs-Bericht

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC08063081
Titel:
Der Welthandel : (Additionelle Ausstellung Nr. 6), officieller Ausstellungs-Bericht
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
K. K. Hof- und Staatsdruckerei
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
Wiener Weltausstellung 1873
Erscheinungsjahr:
1873
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
DER WELTHANDEL
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die Nahrungsmittel aus dem Pflanzenreiche
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Der Welthandel : (Additionelle Ausstellung Nr. 6), officieller Ausstellungs-Bericht
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • VORWORT
  • DER WELTHANDEL
  • Einleitung
  • GRUNDZÜGE DER GESCHICHTE DES WELTHANDELS
  • Die Dampfkraft
  • Die Mittel des Weltverkehres Die Verkehrsmittel
  • Die Eisenbahnen
  • Die Schifffahrt
  • Die Strassen
  • Das Postwesen
  • Die Telegraphen
  • Die Umlaufsmittel
  • Anhang
  • DER WELTHANDEL
  • Die Rohstoffe des Welthandels
  • Die Stoffe der Mineralreiche
  • Die Stoffe des Pflanzenreiches
  • Die Rohstoffe des Thierreiches
  • Die Urproducte des Welthandels
  • Die Nahrungsmittel aus dem Pflanzenreiche
  • Die Nahrungsmittel aus dem Thierreiche
  • Die Welthandels-Bewegung
  • PROGRAMM
  • Von dem „OFFICIELLEN AUSSTELLUNGSBERICHT"

Volltext

Der Welthandel. 
Si 
Staaten 
Norwegen . 
Rufsland 
Nordamerika 
Bierproduction 
in Litern 
25,340.000 
974,000.000 
998,199.800 
Kommt per Kopf 
in Litern eirca 
r 2 % 
H 
2Ö 
Die Nahrungsmittel aus dem Thierreiche. 
In den europäifchen Staaten kann man mit annähernder Sicherheit 20 Kilo 
gramme Fleifch per Kopf rechnen, eine koloffale Steigerung in 20 Jahren, vor 
welcher Zeit n Kilogramme auf den Kopf entfielen. Man kann demnach leicht 
den Bedarf Europas an Nahrungsmitteln erkennen, der fich natürlich mit der 
Dichtigkeit der Bevölkerung, was annähernd gleichbedeutend ift dem Reichthum 
derfelben, um fo dringender geftaltet. Beachten wir, was ein Land bedarf, z. B. 
Frankreich, in dem derFleifchconfum, freilich nach England, am ftärkften ift. Es ver 
braucht 1.550.000 Stück Rindvieh, 3,350.000 Kälber, 5,640.000 Schafe, 1,290.000 
Lämmer und 4,290.000 Schweine. Dazu kommen noch an 30 Millionen Kilo 
gramme Eier, Millionen von Pfunden Butter, Schmalz u. f. w. Betrachten wir, was 
eine Stadt verzehrt, die nicht an die reich bevölkertften Städte Europas heran 
reicht und wo der Fleifchverbrauch im Lande weniger grofs ift, als der in Eng 
land. Die neueften Daten des Confums der Einwohnerfchaft von Wafhington 
geben per Woche 5,525.000 Pfund' Rindfleifch, 112.500 Pfund Hammelfleifch, 
72.500 Pfund Kalbfleifch und 2,400.000 Pfund Schweinefleifch. Dazu kommen 
125.000 Quarters Milch, 62.500. Pfund Butter und 8944 Pfund Käfe. DerGefammt- 
werth der täglich verzehrten Fleifchftoffe beträgt 370.000 Dollars. 
Die Viehzucht Europas wurde daher durch den fteigenden Confum des 
Fleifches, oder was gleichbedeutend ift, die fteigende Cultur zur Kunftmaftung 
gedrängt, um, da die wachfende Cultur eine Ausdehnung der Weide nicht 
erlaubt, mit gleichviel Viehftücken eine grölsere Quantität Fleifch zu erzielen. 
In diefer Richtung kann noch Vieles in Europa gefchehen, vor Allem in Ungarn, 
den Donauländern und Rufsland, wo heute noch die Weide und Feldwirthfchaft 
eine grofse Viehzucht ermöglicht. Da die Steigerung des Bedarfes aber die Preife 
des Fleifches auch erhöhte, fo griff Europa auf den natürlichen Reichthum der 
überfeeifchen Länder wie bei feiner Getreideverforgung. 
Dadurch wurde wieder in diefen fernen Ländern neben dem Viehhandel 
die Conferveninduftrie erzeugt, die beftimmt ift, für die ganze Welt in kürzefter 
Zeit von grofser Bedeutung zu werden. Wir erwähnen gleich hier, dafs die Eta- 
bliffements zur Fleifchextradt-Bereitung in Brafilien, in den La-Plata-Staaten 
heute fchon 100.000 bis 120.000 Stück Hornvieh für die Erzeugung von fall 
i Million Pfund FleifchextracI verbrauchen. Die Ausbeutung des koloffalen 
Viehftandes in Auftralien durch Erzeugung von confervirtem Fleifch wird heute 
im Rivermendiftriöt zu Denilikuin durch Aötiengefellfchaften betrieben, die 
wöchentlich 10.000 Schafe abftechen und conferviren. Im Durchfchnitte find in 
den letzten Jahren 620.438 Stück Hornvieh, 3,758.175 Stück Stechvieh abge- 
fotten und zur Verfendung gebracht worden mit einem Werthe von faft 4 Mil 
lionen Francs. 
In ähnlicher Weife wird der koloffale Viehftand Nordamerikas ausgenützt. 
Die weltlichen Staaten haben im Jahre 1871: 4,599.000 Schweine gefchlachtet 
und gefalzen oder geräuchert nach den weltlichen Staaten theils zum Verbrauch, 
theils zum weiteren Handel gefendet. Der Export Nordamerikas an confervirtem 
Fleifch betrug 1870: 727 Millionen Pfund Rindfleifch und 24 Millionen Pfund 
Schwei nefleifch. 
Diei amerikanifch-auftralifchen Zufuhren aller Art Fleifehconferven mögen 
mehr als 40 Millionen Francs betragen. Wir Hellen zum Schluffe die Vieh- 
6
	        

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Richter, Carl Thomas. Der Welthandel : (Additionelle Ausstellung Nr. 6), Officieller Ausstellungs-Bericht. Wien: K. K. Hof- und Staatsdruckerei, 1873. Print.
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