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Polen-Teppiche

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC08855719
Titel:
Polen-Teppiche
Signatur:
Textil II 78
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
MAK-Hauskataloge
Erscheinungsjahr:
1894
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Polen-Teppiche
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Polen-Teppiche
  • Einband
  • Polen-Teppiche
  • Abbildung
  • Leerseite
  • Polen-Teppiche
  • Einband

Volltext

€#ra4Mttet tot fmirnZtitum, Mt. 70. 
1894» 14* ©ctober.] 
Po Ien = Ceppid)e. 
[XXI. 3aEjrg v f)eft 20. 
gnßalt: 1, 3-4 u. 6. 5ßolen»SEeppidj auS betn 
17. gaßrßunbert. 
2, 5, 11 unb 12. ißolett = $eppidj nadj SDtutiben auS bem SBerf 
„ Alt»orientalifdje Xeppidj = 3)tufter" Port gttliuS Seffing. 
7-10. gütlftidje auf SanebaS. gur gmitation 
ber SEeppidj»28e6erei burdj Stiden. 
Diefe Cftra^Blätter erfreuten im 2Infd?Iuf an öie früher jur „ZTTobenmelt" unö „3Uuftr. Jrauen^eihmg" gegebenen unb foften une biefe einjeln 50 pf. 
JuS berfdjiebenen Veröffentlichungen ber testen gm 
ift unferen Seferimten bie äSejeidjitung „ißolen» 
Xeppidje“ geläufig; fte wiffen, baß man barunter 
jene prädjtigften ©rseugniffc orientalifdjer ßnüpf» unb 
äöebetunft 3u berfteßen ßat, beren toftbareS Material 
— Seihe für bie ,ffnüßf=Arbeit, ©olb unb ©über für 
bie gewebte güEung — fie meljr ju pruntboEer SBanbäier als 
jum ©ebrattcßS=jEeppicß beftitnmt. 
SDßie eS tarn, baß fteß ber ju falfdjcn Sdjlüffen Berleitenbe 
Stame „5ßolen=jEeßpiäje" für bie borneßmlicß in Verfielt entftanbenen 
ÄunftWerte einbürgerte, wie fie nidjt 511 §anbet§3Weden, fonbern 
auSfdjließlid) als ©efdjenf orientalifdjer §errfdjer an abenblänbtfdje 
gürftett gefertigt, ber Vewunberuitg bon Äenneraugen bis jetjt nur auf 
ülusftellungen juganglid) waren, ba§ aEeS berichtet beS Jiäljeren ein 
Artifet auS berufener geber im UnterIjaltungStljeile be§ Ijeutigen 
@efteS. ®aS SSerbienft, burdj getreue Stadjbilbung biefe S)Sradjt= 
SEeppicße bemgntereffe unb Verfiänbniß weiterer Steife erfcßloffen 3U 
ßaben, gebührt grau Seopolbine ©uttman in SGßiett. 2Boߣ beburfte 
ei imermiiblicßen StubiitmS, um baS complicirtc, auf flnüpf» unb 
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1. üluifiitjnmg Per 28c6crct Per iliolcu-Scppidje. 
äöebetecßnii bafirenbe Verfahren aufäufpüren, ei Beburfte Ijierju 
ber Sonftruction eine? befonberen StaßmenS, unb um ben 8efe= 
rinnen wenigftenS einen Vegriff 3n geben, in welcher SBeife unfere 
Sünftlerin bie ©djwierigfeiten löfte, Ijaben wir jenen Stammen bereits 
in ber 9tr. b. 1. Sept. mit 3lbb. 5 beranfcpaulic^t unb jeigen nadj= 
fteljenb mit 2lbb. 1 ein in ber duSfüljrung begriffene» gewebtes 
IDtufterftüd, mit ?tbb. 12 ein naturgrofjeS @tüd ber boflenbeten 
Slrbeit. SJEit bem boEen Steij bon garbe unb SOtateriat tommt 
biefelbe burdj bie farbige TOuftertafel 3itr SarfteEung, weldje, 
bem Porigen §efte unferer geitung beigegeben, Perftänblidj auep 
bie eigenartige SSerbinbung bon Snüpf= unb SBe6e=SEec§nif gut 9ltt= 
fepauung bringt. ®ie ülufnaljme biefer §erfteEungSweife unter 
unfere Ijäuslidjeu Sunftarbeiten in gorm eines SefjrgangeS muff 
il^rer großen ©djwierigteit Ijalber aueß bom @jtw=S3latt auS» 
gefdjloffen bleiben, grau ©uttmann ßat ben Unterricht in iljren 
Sefjrplan ber !. t. gadjfdjule in SBiett aufgenommen unb ift bereit, 
Schülerinnen herangubilben. SBir unfererfeitS fteEten un§ bie 3£uf= 
gäbe, SJiittel unb Söege ju finben, um auf einfadjere SDßeife bie SBir= 
tung ber töftlidjen ©ewebe ju erreichen unb bie fdjönen SJtufter mittetft 
iljrer Uebertragung in SEppen mannigfaltiger 
SSerwenbung für ben §au§gebraudj bienftbar 
31t macljeu. Siefen in ber Sir. b. 1. ©ept.mit®r= 
folg unternommenenSSerfudjen ift auctj ba§ tiov= 
liegenbe @jtra=SBlatt gewibmet, unb waS bem 
erften S3lict bieEetcfit als ejelufibe Sarbietung 
erfepeinen mag, wirb fdjaffenSfreubigen 4>änben 
fomit ja einer reiepen gunbgrube bielfeitig 
anregeitber Vorlagen. — Sßie baS bem Cri= 
ginalnadjge6itbeteSnüpf=unb2Be6e=S3erfaljreu 
unb bie boit uuS bafür gefunbette einfadjc 
®ticferei=2luSfüljrung fidj in ber SBirfung 311 ein= 
anber berfjalten, madjeu bieSlbb. 1 unb 2 an ein= 
Seinen naturgroßen fOlufterfiguren aitfdjaulidj. 
Son ben beiben, in ganser Ueberftdjt 
gebotenen Seppidjen ift ber mit 2lbb. 3 bar= 
gefteEte einem wunberboEen aöanbbeßang im 
Siefitje beS ©rafen Sdjönboru nachgearbeitet, 
wätjrenb ber sweite, 2lbb. 11, bon Seopolbine 
©uttmann naclj SEotiben auS bem Söerte 
„2flt=orientalifdje SEeppidj=3JEufter" bonguliuS 
Seffing entworfen würbe, gm ©egenfaße 3U 
ber als djinefifdj=turteftanifdj näßer Bejeidj» 
neten Slrt ber 5jioten=5Eeppid)e mit ißrem 
plüfcßartigen Süließ unb ber geflodjtenen 
®olb= ober SilberfüEung, beren wir in ber 
Sir. b. 1. Sept. gebuchten, weifen bie heut 
bargefteEten prädjtigen Stüde turs gefdjore= 
neS, fammetartigeS SSließ unb einen burdj» 
ftopften, atlaSartig wirtenben SSletaEgrunb 
auf. ®a§ ba3u berwenbete SJiaterial ift 
bebeutenb feiner, bie eüpjelnen, ßuabrate 
bilbcnben gabenbüfdjel berfdjwinben als 
fotdje, fo baß man and) bie feinften 9iun= 
bungen, bie jarteften giguren auSfüßren 
tarnt, toie fie baS begetabilifctje Crnament 
berlangt. Sie bitrcß bie größere geinfjeit ber» 
meljrte floftbarteit befdjräutte biefe Seppidje auf baS Heinere gormat 
für Söanbbetleibung unb Sifdjbedeu. 
Sem Seppidj, 3166. 3, entnommen ift baS auf ber mehrfach er» 
wä!jnten garbentafel naturgroß bargefteflte Stiid. Sie Ausführung, 
3166. 1, geigt ein Stüd fertiger SJiufterung, einen IXlj0il ber freien 
Äettenfäben unb bie 9luSjüf)tung beS SiietaEgrunbeS; bon bem 
Xeppidj, 3466. 11, giebt 2lb6. 12 ein naturgroßes Stüd ber SBeberei. 
SBie natje unfere ©tiderei=gmitation biefer SBirtung tommt, lehrt 
ein 33(id auf 3lbb. 2. Siadj Xtjpenmufter wirb fjter auf Seinen» 
grunb bie burdjftopfte ©olbfüEttng über gefpannte gäben gearbeitet, 
bas gefdjorene SSließ fteEt ber betanute Cuiäftdjenftidj h er - SUatt 
beginnt mit ber Ausführung beS ©olbgrunbeS; bie gäben werben 
hierfür in fenfrecljter Stidjtmtg, je 2 Stoff=gäben bon einanber 
entrernt, gefpaunt, Wobei ber Staunt für bie S5lüfch=3Jtufterung auS» 
gufparen ift. Heber biefeS gabengerippe ftopft man bann ben 
SJtetaHgrunb mit fein breEirtem ©olb» ober Silberfaben im point 
de reprise ein; je nadj ber Starte beS ©runbftoffeS unb beS 
SJtetaEfabenS werben für bie §ölje eines OuäftdjenfticheS 3-4 ßin» 
unb gurüdgeßenbe ©änge erforberEicß. gür bie @erfteHung beS 
pWWyW fo 
2. 
titfcrci tut C.utftrtintftirf] mit SEctnllgrmtP im point de reprise. 
Imitation Per SEScberd Per !ßolen*Scpptd|c. 
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3. Siolcn-Scpptdj auS Pern 17. gai)rt|UuPcrt. $icvju Pie getoebte SluSfiitjrung uaturqrob, 216t. 1, unP Pie SiPpett.SDiufter, «66. 4 u. 6. Siebe 
Ü)iußer6latier für tuufitenfdje fpanbarbeiteit, beigelegt bem ®eft 19 e. 1. Cct 94 Per Sduflrirten grauewSettung, @to§e «usgape. ©röpe Pe8 Cti 
SließcS biirfen wir auf bie Sir. P. 1. Sept. bermeifen, wo ber 
Ou.äftdjenftidj eiugehenb erttärt lourbe, unb fügen nur nedj h>ü3u, 
baß bie einzelnen gaben=@nben bebeutenb tüiger 31t halten fittb als 
bei 1 ben fogenannten chinefifch»turteftamfchen SBebereten. 
| Siodj fdjneEer als burdj bett point de reprise läßt fidj bie 
©rimbfüEung mit bem ©rmtbftoffe eingeftidten güEftidjeit tjerfteEen 
litte» luir bringen hierfür mit ben Abb. 7-10 berfdjiebene Vorlagen. 
S5ci Abb. 7 greifen bie Stieße über 4 Stoff=gaben unb 4 gaben 
bietbeit gwifdjenraum, bie wiebet burdj bie Stieße ber surüdfüfjren» 
beti Steiße bebedt werben; eS ift habet 3U beadjteu, baß bie Siabel 
beii nEen Stießen oberhalb beS StidfabeitS ber ßingeßenben Steiße 
ßerauS unb unterhalb beffelben 
eingefüßrt werbe, bamit aHe 
Stidje leicßt Pott linfS nadj 
redjtS geneigt erfeßeinen. 3)ie 
Stidje ber fotgenben Steißen 
ftnb bann genau in berfetben 
Stiftung über einanber 311 
fteEen. $er gleidje Stieß itt 
berfeßten Steißen ergiebt bie 
mit Abb. 8 bargefteEte SSaria» 
tion. Auf Abb. 9 greifen bie 
einseinen Stieße über 5 Stoff» 
gäben, ber 6. gaben wirb 
Übergängen; bet ber surüd» 
geßenben Steiße fittb bie Stidje 
_ jeboiß.Wetf£ßi- 30.^ fieEett, 
baß bamt ber 3. bon ben 5 
überftidten Stoff=gäbeu jebeS» 
mal übergangen werben muß. 
Ser größeren ®eutlicßfeit 
halber fiub auf ben 'Abb. 7-9- 
bie Stieße ber suriutfüßrenben 
Steißen bureß buntleren gaben 
martirt worben. Am ein» 
faeßften geftaltet fidj bie ©rttnb» 
füEung, Abb. 10. Siefetbe 
befießt nur auS aufgenäßtem 
SJtetaEfaben, ber bureß Heine 
lleberfang»Sticße in je 4 Stoff» 
gäben (Entfernung itieber» 
gehalten wirb; in ben folgen» 
ben Steißen ftnb bie SSefefti» 
gungSftidje 3Wiftßen jene ber 
borßergeßeitben Steiße 3U 
fteEen. gur §erfteEung aE 
biefer Stidereien erfäjeint grob» 
fähiges Seinen atS ©rimbftoff 
am meifteit geeignet; Stramin 
ober SanebaS ftnb 3U ftart 
appretirt, befdjäbigcn baßer 
leidjt bie SJtetaE» unb Seihen» 
fäben, bie bureß bie ftarte Stei» 
bung halb ®lan3 unb griffe 
eittb'üßen. ffiSempfießltfidjauäj, 
itidjt 3U ftart gebreßten SJtetaE» 
fabelt, wie ®orbonnet»®olb, fott» 
bern .gäfelgotb ober »fitber 3U 
tteßnten; tßrer geringeren ©ret» 
liruttg ßatber fiub bie teßteren 
bebeutenb weicher unb fomit 
beffer 30 Perarbeiten. gut §er» 
fteEung beS feibenen SBließeS ift 
gilofloffe»Seibe ober Soie mou- 
S^'Ä™ 57 ' bn§ Bebiegenfte Material.
	        

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Riegl, Alois. Polen-Teppiche. Berlin: Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, 1894. Print.
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