MAK Hauspublikationen Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Die Wiener Spitzenausstellung - 1. Teil

Bibliographische Daten

Monographie

Persistenter Identifier:
AC11418781
Titel:
Die Wiener Spitzenausstellung - 1. Teil
Signatur:
Textil III 104 / 1
Erscheinungsort:
Wien
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Monographie
Bestand:
MAK-Hauskataloge
Erscheinungsjahr:
1906
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Spitze
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
I. Vorgeschichte der eigentlichen Spitze
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
C. Die durchbrochenen Nähte und die sogenannte "spanische Spitze"
Dokumenttyp:
Monographie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Wiener Spitzenausstellung - 1. Teil
  • Einband
  • Titelseite
  • Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Spitze
  • I. Vorgeschichte der eigentlichen Spitze
  • A. Die Fransenknüpfung und die Klöppeltechnik
  • B. Die Randsäume und die Entwicklung der Nähzacken
  • C. Die durchbrochenen Nähte und die sogenannte "spanische Spitze"
  • D. Die wirklichen Durchbrucharbeiten
  • II. Die Renaissancespitze
  • A. Der orientalisch Einfluß
  • B. Die frühere Renaissancespitze
  • C. Die Spätrenaissancespitze
  • III. Die Barockspitze
  • A. Die großzügige Barockspitze
  • B. Das Entstehen der dichteren Formen
  • C. Die Barockspitze unter französischer Führung (Die Auflösung der Barockspitze)
  • IV. Die Rokoko-Spitze
  • V. Die klassizistische und naturalistische Spitze
  • Abbildung
  • Einband

Volltext

8 
ausgesprochen bunt und schmiegt 
sich gerne an bunte Stickerei an. 1 
Es ist darum auch begreiflich, 
daß diese Spitzenart in Spanien 
besonders Fuß fassen und dort 
länger gearbeitet werden konnte 
als in anderen Ländern; denn 
Spanien hat in seinem immer 
etwas phantastischen Sinne die 
reine Formenfreudigkeit der Re 
naissance nie so in Erscheinung 
treten lassen wie etwa Italien, hat 
sich in Spanien doch auch die 
farbige Plastik viel länger erhalten 
und eigenartiger entwickelt als 
anderswo. Aber nur wegen des 
längeren Beharrens dieser Tech 
nik in Spanien, nicht wegen ihres 
(heute noch nicht gesicherten) 
Ursprunges hat man ein Recht, 
sie „spanisch“ zu nennen. 
D. Die wirklichen Durchbruch 
arbeiten. 
Abb. 9. Kragen, Näharbeit, XVII. bis XVIII. Jahrhundert. Dr. Albert Figdor, Wien Durchbrochene Streifen, die 
besonders gern dicht am Rande 
ausgefuhrt werden und hier als Übergang zu den eigentlichen freien Endigungen (Fransen oder Zäckchen) dienen, 
können auch durch Ausziehen von Fäden und Vernähen der übrigbleibenden sowie durch Ein- oder Ansetzen 
von Netzen, die mit Mustern ausgenäht sind, gebildet werden. Es wäre hier der Halsausschnitt des Gewandes 
auf der Abbildung 2 zu vergleichen. 
Wenn die Durchbrechung durch Ausziehen von Fäden hergestellt ist, spricht man von „punto tirato“, 
wenn ganze Partien ausgeschnitten werden, von „punto tagliato“; doch scheinen die Ausdrücke schon in den 
älteren Musterbüchern verwechselt zu werden; in der französischen Ausgabe des Musterbuches von Vinciolo 
„Les singuliers et novveavx povrtraicts . . .“ [Turin 1589] zum Beispiele werden sehr verschiedene durch 
brochene Formen, die in den italienischen Musterbüchern sonst meist dem Namen nach unterschieden werden, 
durchwegs als „point couppe“ bezeichnet. Verwandt dem „punto tagliato“, aber gewissermaßen sein Widerspiel 
sind die selteneren Formen, bei denen nicht so sehr der Grund als die Form ausgeschnitten erscheint; man 
vergleiche etwa die Abbildung 10, wo die Formen, um nicht auseinander zu fallen, auf ein Netz aufgenäht 
erscheinen; übrigens finden sich in alten Vorlagen auch mit Fäden ausgenähte und am Rande dann ausgeschnittene 
wirkliche Netzarbeiten nicht selten. 
Die älteren Musterbücher, zum Beispiele das von Valvassore, genannt Guadagnino, („Esemplario di Lavori“ 
Venedig 1552) unterscheiden zwischen „punto in aere“, „punto fatto su la rete“, „punto amaglieta“ und „punto 
disfilato“. Die zuletzt genannte Stichart ist wohl die mit ausgezogenen Fäden („punto tirato“); „punto amaglieta“ 
ist natürlich dasselbe wie „lavoro de maglia“, eine Arbeit, die anscheinend auf einem fertighergestellten (geknoteten) 
Netze ausgeführt wurde, im Gegensätze zum „punto fatto su la rete“, der ursprünglich gewiß nur eine bestimmte 
Netzarbeit bezeichnet, * aber an der genannten Stelle wohl schon 
dasselbe bedeutet, wie das später noch übliche Verkleinerungswort 
„reticella“, nämlich die Arbeit auf einem durch Ausziehen aus der 
Leinwand gewonnenen Netze; „punto in aere“ ist dann eine ganz 
frei genähte Arbeit. Catanea Parasole unterscheidet in ihrem 
„Teatro delle nobili et virtuose donne . . .“ (Rom 1616I 3 bleich- Abb - IO - Rand eines Tischt uches. Aus dem „Gastmahie im 
~ b ' * ö Hause des Levi“ von Panln Vprnnocp f Alro^amL 
ialls: „Lavori de maglia (maglia quadra)“, also Netzarbeiten, 
dann „Lavori di ponto in aria“, freie Näharbeiten, 4 und 
1 Ein herrliches Stück bunter spanischer Arbeit besitzt das k. k. Österreichi 
sche Museum; vergleiche „Entwicklungsgeschichte der Spitze“, Tafel 33 und 34. Der 
„spanischen“ Spitze im gewissen Sinne zu vergleichen wäre hier Abbildung 8. 
2 „Entwicklungsgeschichte der Spitze“, Seite 24 ff. 
3 Man vergleiche auch ihr „Studio delle virtuose donne“, Rom 1597. 
4 „Ponto in aria“ wäre wörtlich „Luftstickerei“; doch darf man diese Arbeiten 
nicht mit den heute als „Luftstickerei“ bezeichneten Erzeugnissen verwechseln. Bei 
diesen wird die Stickerei mit der Stickmaschine mechanisch auf einem Untergrundstoffe 
vervielfältigt und dann der Untergrundstoff durch Ausschneiden oder chemisch 
fl* 
S2 
3» 
Sd 
■M 
M 
WZ 
Ar 
mssag 
Wb 
Abb. 11. Nähspitze, italienisch, XVI. Jahrhundert. i/ 4 d. n. Gr. Frau Emilie 
Ziehrer, Wien 
■««O'UMjMr 
jppv 
B 
I 
vr > •*, . • 't»- ■ 
■ 
• 3 
msrnsk 
Hüte; 
■A 
im. 
- 
SSI 
msr 
m 
***** 
»V 
r »r\! 
W1 
»‘J 
ui 
m 
IV4 
.. 
Sß&,-v< 
ü 
iA.W 
BWftä 
ivi 
MXi 
y ■j 
ur 
m 
itJ 
m 
m- 
33 
ui 
Ä;« 
-.'-f ,T 2 
*{ 
m 
12* 
mmmSBM
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Monographie

METS MARCXML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Monographie

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Dreger, Moriz. Die Wiener Spitzenausstellung - 1. Teil. Wien: Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, 1906. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment