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Jahrgang 3 (1911) (17)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1911_3_17
Titel:
Jahrgang 3 (1911)
Bandzählung:
17
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Die Sammlung Professor A. Heß, München
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 3 (1911) (17)
  • Titelseite
  • Zur Internationalen Postwertzeichen - Ausstellung Wien 1911
  • Verschwinden der Mona Lisa aus dem Louvre
  • Die Sammlungen des Malers Ludwig Hans Fischer
  • Auf dem Trödelmarkt in Rom
  • Monogramme, Hausmarken und Signets
  • Die Sammlung Professor A. Heß, München
  • Neuerwerbungen der Berliner königl. Museen
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 266 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Plummer 17 
Seitenteilen legen sich pyramidenförmige Pilaster mit Beschläg- 
roerk oor. Im ITlittelteil ein unteres Kästchen, darüber eine Türe 
mit rundbagigem Ausschnitt, die uan reliefierten Pilastern einge 
faßt und uan gebrochenen Volutengiebeln bekrönt tuird. Der Aus 
schnitt durch ein Durchsteckgitter geschlossen. Rußbaumholz, 
schwarzbraun gebeizt. 
Außerdem sei hingeroiesen auf einen Renaissance-Halb- 
schrank mit Figurenreliefs in den Spiegeln, sogenannter Holbein 
schrank, mehrere sehr große, zweigeschoßige, doppelflügelige 
Renaissanceschränke in streng architektonischem Aufbau mit 
Intarsien, ztnei lllmer Truhen, ein Augsburger Kredenzschränkchen, 
ein großes Barockbett u. a. 
Dem Ganzen fügen sich auch liier schöne Gobelins mit 
oegefabilischen Darstellungen des 17. Jahrhunderts ein. Unter den 
Holzfiguren ragt ein großer, oollständig allpalychromierter Hügel 
altar der lllünchner Schule um 1470 bis 14S0 heruor, der aus der 
Frauenkirche stammen soll. Beachtenswert ist auch ein bayrischer 
hl. Sebastian um 1490, sowie zahlreiche reizende Renaissance- 
und Barock-Engelchen, Steinzeug, Fayencen, etwas Porzellan, Gläser, 
Wappenscheiben, Waffen, Fenstergitter, Zinnkrüge, Bücher etc. 
Billige ITlarmarbrunnen geben dem altertümlichen Heim die leßte 
kiiVistlerisch-wohnliche Vollendung. 
Der uornehm ausgestattete Katalog mit einem Vorwort uan 
| Professor Gabriel uan Seidl gibt eine ausführliche Beschreibung 
! der einzelnen Gegenstände, uan denen die wichtigsten auf 52 
| Ochtdrucktafeln abgebildet sind. 
Deuerujerbungen der Berliner königl. (Tluseen. 
Unter den Reuerwerbungen der Berliner königlichen ITluseen, 
die in der soeben zur Ausgabe gelangten Augustnummer der 
„Amtlichen Berichte aus den königlichen Kunstsammlungen“ publi 
ziert werden, befinden sich einige recht bemerkenswerte Stücke. 
Von der Abteilung antiker Skulpturen wurde ein archaisches 
Relief erworben, das in seiner frischen Gründung und zierlichen 
Ausführung an den Fries oom delphischen Knidierschaßhaus erin 
nert. Dargestellt ist eine Siegesgöttin, wie sie neben dem schon 
Fig. 5. Kredenzschränkchen, Deutsche Arbeit um 1620. 
betäubten und zu Boden gesunkenen Opferstier kniet und ihm 
den Kopf emporreißt, um ihm mit der Rechten das ITlesser in den 
Hals zu stoßen. Die Art, wie hier die Siegesgöttin neben dem 
Stier kniet, kehrt mehrfach bei jüngeren Werken wieder. Das 
Relief gehört bereits der späteren Hälfte der archaischen Zeit an, 
die herbe Harte früharchaischer Werke ist bereits ganz geschwun 
den, die Umrisse und die Falten im Gewand der llike, wie im 
Fell des Tieres sind mit äußerster Feinheit gezogen, das leider 
sehr fragmentierte Gesicht ist uon zarter Anmut. 
Gin dasselbe Thema behandelndes Werk der Kleinkunst, ein 
Karneolskarabäus, gelangte als Geschenk des Direktors Dr. Wie 
gand ins Antiquarium der ITluseen Es ist auf diesem geschnit 
tenen Stein der sehr oft wiederholte Typus uerwendet, der die 
Siegesgöttin zeigt, wie sie auf dem Rücken des Stieres kniet und 
ihn mit ihrer eigenen Schwere am Boden festhält, um seinen Kapf 
zurückzubiegen und ihm den Hals zu durchbohren. An Stelle der 
llike ist bei dem neu erworbenen Karneol allerdings ein Jüngling 
dargestellt, dessen Haarschopf an die Tracht der Männer auf den 
klazomenischen Sarkophagen erinnert und dadurch auf Kleinasien 
als Entstehungsort der Gemme hinweist. 
Ins Kaiser Friedrich-IJluseum gelangte als Geschenk 
eine 60 Zentimeter hohe Terrakofastatuette eines Kaualiers uon 
ausgezeichneter Erhaltung. Auf einer unregelmäßigen Basis ist der 
Kaoalier dargestellt, in jener bewegten Pose der Deoofion, welche 
man in Italien etwa seit 1650 findet, die aber erst in der zweiten 
Hälfte des Jahrhunderts allgemein geläufig wird. Die wenig charak 
teristischen Züge mit dem typischen wohlgepflegten Ooal des uor- 
nehmen ITtannes jener Zeit drücken eine Art offizieller Ergriffenheit 
aus, die sich in dem konuentionellen Augenaufschlag und dem 
halb geöffneten IJlund äußert. Zu Füßen der Figur liegen entfaltete 
Schriftstücke zerstreut mit einer Kielfeder. Die Tracht des Kaualiers 
ist die eines der halbgeistlichen Ritterorden des XVII. Jahrhunderts, 
und zwar, wie sich aus den Emblemen unschwer erkennen läßt, 
des Ordre du Saint Esprit de France, eines uan Heinrich Hl. 1578 
gegründeten Ordens, dessen Großmeister stets der König war. 
Der ganze lllantel der Figur ist, wie es die Ordenstracht erforderte, 
mit stilisierten Flammen bedeckt. An der Brust ist ein großes 
IJIalteserkreuz zu sehen mit 4 heraldischen Cilien um ein ITledail- 
lon, das hier leer ist, in Wirklichkeit das Bild einer Taube zeigte. 
Die untere Bordüre des IRantels sowie des Kragens ist gebildet 
aus den uier sich abwechselnden Emblemen, der Tilie, der Flamme, 
Trophäen und drei Kronen mit einem leeren Feld, das ein II ent 
hielt, bezw. unter Cudwig XIV. ein L. Die Herkunft der Statuette 
aus dem Besitze einer Duchessa di Torlonia liefert für die Persön 
lichkeit des Dargestellten keine Anhaltspunkte, und es ist nur die 
Vermutung gerechtfertigt, daß es sich um ein ausführliches ITlodell 
zur Hauptfigur eines Grabmals handelt, das in einer Kirche Roms 
zu suchen wäre. Dem Stil nach gehört es einem Schüler Algardis 
an, aber einem späteren, der bereits unter dem Einfluß der Kunst 
Berninis steht und uon dessen Kompositionsart manches über 
nommen hat. 
Als Geschenk des Herrn UJax uon Wassermann erhielt 
das Kupferstichkabinett ein Skizzenbuch Giouan Battista Tie- 
polos, das eine sehr erfreuliche Bereicherung der bereits uorhan- 
denen Zeichnungen dieses Kleisters bildet. Das Buch besteht aus 
42, auf beiden Seiten mit Zeichnungen bedeckten Blättern, doch 
sind nicht alle 84 Zeichnungen uon Giouan Battista Tiepola selbst 
ausgeführt worden. Die dem Illeister angehörenden Skizzen sind 
keine Studien nach der llatur, sie sind auch nicht als Skizzen
	        

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“Jahrgang 3 (1911).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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