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Jahrgang 4 (1912) (2)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1912_4_2
Titel:
Jahrgang 4 (1912)
Bandzählung:
2
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Verkauf der Galerie Weber
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 4 (1912) (2)
  • Titelseite
  • Die Sammlung Herzfelder
  • Verkauf der Galerie Weber
  • Die Altertümer von Santa Croce
  • Alte Flugschriften
  • Antike Gläser und Juwelen
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 2 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Seite 21 
nauigkeit und Treue nicht gleichkommen, sie tragen als 
leichte und geistvolle Variationen der alten Themata Reiz 
und Wert in sich selbst. 
Die Sammlung Weber hat unter den deutschen 
Privatgalerien nicht ihresgleichen, wenn man den Um 
fang und die Qualität zugleich berücksichtigt. Der Bilder 
bestand erstreckt sich fast über alle Zeiten und über alle 
Länder, soweit die Tafelmalerei blühte. Uebrigens hatte 
der Sammeleifer Webers die Kunst des XIX. Jahrhun 
derts, die hier fehlt, keineswegs vernachlässigt. Die mo 
dernen Bilder sind von den Erben zurückgehalten 
worden. 
Aus den dunkeln Regionen der Vor-Eyckschen Kunst 
besitzt die Sammlung ein merkwürdiges Monument. Die 
große Zeit des XV. und XVI. Jahrhunderts ist namentlich 
durch kölnische Schöpfungen vertreten, in einer fast ge 
schlossenen Kette, die sich von dem sogenannten 
Meister Wilhelm bis zu dem jüngeren Bartel 
B r u y n ausdehnt. Von den Oberdeutschen des 
XVI. Jahrhunderts fehlen wenige. Wir stoßen auf die 
Namen des älteren Holbein, Hans v. Kulmbachs, 
Baidung Grien s, Schaffners, Schäuieleins 
und B e h a m s. 
In reicher Fülle, wie in den meisten deutschen 
Privatgalerien, entfaltet sich die vlämische und die hol 
ländische Malerei des XVII. Jahrhunderts. Vollständig 
keit ist hier nicht vergeblich erstrebt. Kaum ein be 
rühmter Name wird vermißt, weder Rüben s; noch 
Rembrand t, noch Franz Hals. Es wäre bequemer, 
auf die paar Lücken hinzuweisen, die Konsul Weber in 
40jähriger Bemühung nicht zu füllen vermochte, als alles 
aufzuzählen, was er gesammelt hat. Unerwartet ist die 
Gegenwart vieler Italiener des XIV., XV. und XVI. Jahr 
hunderts, dabei Größen, wie M ante g n a und Lorenzo 
Lotto, kunstgeschichtlich interessante Persönlich 
keiten, wie .Jacopo de Barbari. Der universelle Ge 
schmack dieses Sammlers hat auch die geistreichen Spät 
linge der italienischen Malkunst, die T i e p o 1 o und 
G u a r d i aufgenommen. Im ganzen zeigt diese Galerie 
museumsartigen Charakter, zu dem ihr Katalog gut paßt. 
Neben einer Menge von Kunstwerken, die den Liebhaber 
zu entzücken geeignet sind, eine reiche Zahl von Monu 
menten, die der Kunstforschung Nahrung geben. 
Nicht ohne Wehmut sehen wir dem Verkauf ent 
gegen. Dieses Ganze ist gewiß etwas anderes und mehr 
als die Summe seiner Teile. In dem klug gefügten Bei 
einander wird eines durch das andere beleuchtet, dieses 
durch jenes erklärt. Von der Persönlichkeit des Samm 
lers steckt etwas in dieser Hinterlassenschaft, das ent 
weichen muß, wenn die Teile ihre neue Aufgabe, Genuß 
und Licht in andere Häuser zu tragen, erfüllen sollen. 
* * 
* 
Die Altertümer 
Von Anton Ch. 
Nicht weit von Miramär, an den Abhängen des Karstes, 
liegt das alte Dorf Santa Croce. Schon der bedeutungsvolle 
Name »Heiligenkreuz« weist auf sein hohes Alter hin, auf eine 
Ortsentstehung, die möglicherweise in die erste Kreuzzugs 
periode hineinfallen dürfte. Andererseits spricht Santa Croce 
für eine mönchische Ansiedlung, denn im Mittelalter, besonders 
Unsere Abbildung (Fig. l) zeigt ein Gemälde von 
Sebastiano di Bartclo M a i n a r d i (geb. um 1460 zu San 
Giminagno, gest. 1513 wahrscheinlich zu Florenz, wo er 
Schüler und Geselle seines Schwagers Domenico Ghir- 
landajo war). Das Bild zeigt »Maria mit dem Kinde«. Knie 
stück nach links vor einer grauen Mauer, über die man 
rechts und links vom dunklen Vorhang hinter Maria in 
eine reiche florentinische Berg- und Flußlandschaft 
hinausblickt. Die heilige Jungfrau trägt ein rosenrotes 
Kleid, einen blauen, goldgestickten Mantel und ein durch 
sichtiges Kopftuch über langem, herabfallendem blonden 
Haare. Ihr Haupt umgibt ein perspektivischer, durch 
sichtiger, reich verzierter Heiligenschein. Vor sich, auf 
der mit farbigen Decken behängten Brüstung, hält sie mit 
beiden Händen das stehende, nackte, nur mit durch 
sichtigem Schamtuch bekleidete blonde Christkind, das 
den linken Daumen in das l’uch steckt, während es die 
Rechte segnend erhebt. Sein Haupt umgibt ebenfalls ein 
Heiligenschein. Unten links und rechts blicken zwei gold- 
lockige Köpfe blaugeflügelter Engel hervor. Rechts auf 
der Brüstung steht ein Glas mit Blumen. 
Fritz Harck nannte das Gemälde »Das anziehendste 
florentinische Bild der Sammlung«. 
Fig. 2 zeigt »Die Darstellung Christi im Tempel« 
von Hans Holbein dem Aeltercn. Der romani- 
sierende Tempelsaal öffnet sich durch einen Bogen 
rechts ins Allerheiligstc. In seiner Mitte steht ein 
roter Steintisch,. über den Maria in blauem Kleide, 
weißem Mantel und weißem, von goldenen Strahlen um 
gebenen Kopftuch mit beiden Händen den Knaben von 
links nach rechts dem Hohepriester entgegenstreckt. 
Dieser steht rechts. Eine spitze Mütze bedeckt sein 
Haupt. Er streckt dem Knaben beide Hände entgegen. 
Neben ihm stehen zwei Gehilfen, die Kerzen halten, 
hinter ihm, ganz rechts, zwei andere Priester. Links, 
hinter Maria, Josef in braunem Mantel und kirschrotem 
Rock, auf seinen Stab gestützt, und zwei Frauen, die 
Trauben herbeibringen, die eine in grünem Kleide mit 
spitzer Haube, die andere in rotem Kleide mit rundem 
Flechtenkranze. Ganz links blicken noch zwei Männer 
in roter und grüner Gewandung hervor. Die Jahreszahl 
1500 steht in Buchstaben am Rande des Brustschildes 
des Priesters. 
Man glaubte lange, daß das Bild zu einer der be 
kannten Folgen des Meisters im Augsburger Dom oder 
in der städtischen Sammlung zu Frankfurt a. M. gehöre, 
doch traf diese Annahme nicht zu. Des Meisters ältere 
»Darstellung im Tempel« im Augsburger Dom ist anders 
komponiert. 
Die neue Holbein-Literatur hat dieses schöne Bild 
sonderbarerweise vernachlässigt; Fr. Stoedtner er 
wähnt es nicht einmal in seiner Dissertation über Hans 
Hclbein den Aelteren. (Berlin 1896.) 
3n Santa Croce. 
Mailly (Wien). 
im 12. und 13. Jahrhundert, war der Name, der mit dem er 
lösenden Gedanken der Christenheit Palästina aus dem Be 
sitze der Ungläubigen zu befreien aufs engste zusammenhing, 
bei Gründungen von Abteien und Pilgrimstationen für die 
Kreuzfahrer sehr beliebt. Leider reicht die Ortsgeschichte nur 
bis um 1500 zurück, in welche Zeit auch der Bau der jetzt be-
	        

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“Jahrgang 4 (1912).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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