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Jahrgang 5 (1913) (18)

Bibliographic data

Periodical

Persistent identifier:
Inter
Title:
Internationale Sammler-Zeitung
Document type:
Periodical
Collection:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Periodical volume

Persistent identifier:
Inter_1913_5_18
Title:
Jahrgang 5 (1913)
Volume No:
18
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Document type:
Periodical volume
Collection:
Internationale Sammler-Zeitung
Edition title:
[Electronic ed.]

Title page

Document type:
Periodical
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 5 (1913) (18)
  • Title page
  • Alt-Wiener Sammler
  • Napoleon I. und seine Zeit
  • Ein authentisches Königsbild Friedrichs des Großen
  • Pompadour und Facilletlein
  • Die Neuerwerbungen der Berliner königlichen Museen
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Full text

Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfreunde. 
Herausgeber: Norbert Ehrlich. 
5. Jahrgang. Wien, 15. September 1913. Nr. 18. 
Alt-Wiener Sammler. 
Von Rudolf Kars (Wien). 
Allezeit ist Wien der Sitz tüchtiger Numismatiker 
gewesen, und so gab es unter uns immer bemerkens 
werte numismatische Sammlungen. Für Wertzeichen 
und Medaillen fand sich hier ein lebhaftes Interesse, 
lange bevor Erzeugnisse der Kunst oder des Kunst 
gewerbes in so reichem Maße und mit so viel Liebe wie 
heute zu Kollektionen vereinigt wurden. In einer Be 
schreibung von Wien aus dem Jahre 1826 finden wir 
dreizehn Besitzer merkwürdiger und reichhaltiger 
Sammlungen von Münzen und Medaillen. Wollen wir 
eine der numismatischen Sammlungen herausgreifen, so 
fällt uns die Wahl nicht leicht. Am bedeutendsten war 
wahrscheinlich die Sammlung des Herrn Leopold W e 1 z 1 
von W e 1,1 e n h e i m, k. k. wirklichen Hofrates, auf dem 
Haarmarkte Nr. 646. Die österreichische National 
enzyklopädie bezeichnet diese Sammlung nicht nur als 
die größte in Wien, sondern als die bedeutendste in der 
Monarchie. »Sie umfaßt,« so lesen wir in dem Artikel, 
»die alte, mittlere, neue und neueste Geschichte, ist 
weder auf eine besondere Größe oder Stärke, noch auf 
das Metall beschränkt und enthält in jeder Gattung die 
seltensten Stücke. Besonders zeichnen sich die alten 
Münzen und jene der österreichischen Monarchie durch 
Schönheit, Anzahl und Varietät auch der seltensten 
Stempel aus. Nicht minder vorzüglich ist die dazu ge 
hörige numismatische Bibliothek.« Diese Sammlung war 
das Ergebnis einer mehr als vierzigjährigen Tätigkeit; 
sie umfaßte über 42.000 Stück Münzen und wurde in den 
Jahren 1845, 1846 und 1847 in Wien versteigert. 
Viele griechische und römische Münzen waren auch 
in den berühmten Sammlungen des Grafen Moritz Fries 
in seinem Palais am Josefsplatz Nr. 1155 zu sehen. Aller 
dings waren die Münzen im Vergleiche zu den anderen 
Sehenswürdigkeiten in dem gräflichen Palais am 
schwächsten vertreten. Die in Wien 1826 und 1827 
öffentlich verkaufte Büchersammlung bestand aus 
16.000 Bänden, die Gemäldesammlung umfaßte 300 
Stücke, Handzeichnungen und Kupferstiche sogar 100.000 
Stücke. Den Grundstock zu dieser Sammlung gaben die 
Erwerbungen, die Graf Josef Fries während seines 
Aufenthaltes in Italien machte. Allerdings war er nicht 
immer glücklich dabei. An den jungen, steinreichen 
Bankier, der nicht allzu schwer von der Kunstkenner 
schaft gedrückt war, drängten sich Händler aller Art 
heran, die ihn gehörig ausbeuteten. Sein Bruder Moritz 
vermehrte die Sammlung, die neben der reichhaltigen 
Bibliothek Bilder von Raffael, Van Dyk, Rem- 
b r a n d t, Guido Ren i, Dürer, die kostbaren 
Fugger sehen Entwürfe zur Messiade, die Sammlung 
der Porträts, die Lavater zu seiner »Physiognomik« 
dienten, die lebensgroße Gruppe Theseus auf dem er 
schlagenen Minotaurus enthielt, und die bei dem Fall 
des Hauses Fries & Komp, größtenteils ins Ausland, und 
zwar nach Amsterdam ging. 
Ein Alt-Wiener Bibliophile im edelsten Sinne des 
Wortes war Kaiser Franz I. Seine Privatbibliothek hat 
er selbst nach seinem persönlichen Geschmacke ge 
sammelt und aufgestellt. Wie sehr ihm diese Bibliothek 
ans Herz gewachsen war, beweist die Tatsache, daß er 
1814, als er nach dem Sturze Napoleons mit den 
Alliierten in Paris einzog, mitten im Trubel der welt 
geschichtlichen Ereignisse Antiquare und Buchhändler 
beauftragte, nach Desiderien seiner Bibliothek zu suchen, 
die sich damals im ersten Stocke der Hofburg zunächst 
den kaiserlichen Gemächern befand, wo in drei ge 
räumigen Sälen nahezu 40.000 Bände aufgestellt waren. 
Kaiser Franz ließ aber auch andere Sammlungen 
nicht unberücksichtigt. In der Johannesgasse Nr. 972 
befand sich zu jener Zeit in 13 Zimmern das sogenannte 
Brasilianische Museu m. Seinen Namen erhielt 
es, weil die Vermählung der Erzherzogin Leopold ine 
K a r o 1 i n e, der zweiten Tochter des Kaisers Franz aus 
zweiter Ehe, mit dem Sohne des Königs Leopold von 
P o r t u g a 1, dem Kaiser von Brasilien, Dom Pedro 
Alkantara, die Veranlassung zu seiner Gründung 
war. Die Naturforscher Chr. Mikan, Joh. Emil Pohl, 
Jakob Natt er er und Heinrich Schotte befanden 
sich nebst dem leidenschaftlichen Sammler von Alter 
tümern, Freiherrn von Hügel, in der Suite der Erz 
herzogin, welche dieselbe nach Rio de Janeiro begleitete, 
wodurch ihnen Gelegenheit geboten wurde, die Natur 
seltenheiten Brasiliens zu sammeln und nach Wien zu 
senden. Die Aufstellung und Ordnung dieses Museums 
übertrug Kaiser Franz dem berühmten Hofschauspieler
	        

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“Jahrgang 5 (1913).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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