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Jahrgang 5 (1913) (19)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1913_5_19
Titel:
Jahrgang 5 (1913)
Bandzählung:
19
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Die Majolikasammlung Beckerath
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 5 (1913) (19)
  • Titelseite
  • Münzsammlungen
  • Eine interessante Mozart-Silhouette
  • Die Majolikasammlung Beckerath
  • Alt-Berlin
  • Die Kepler-Manuskripte der Wiener Hofbibliothek
  • Edvard Munchs Graphik
  • Ein Murillo?
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Internationale Sammler-Zeitung. 
Nr. 13 
Seite 284 
der allgemeine Geschmack auf diesem Wege nachgefolgt 
und allerseits ist man jetzt bereit, die starken dekora 
tiven Eigenschaften der archaischen Majoliken bis auf die 
wirklich primitiven Töpfereien des Trecentöstils herab 
vollauf zu würdigen. 
Von der virtuosen Mal weise und Glasurtechnik der 
reifen Renaissancemajoliken, von ihren satten Farben und 
figurenreichen Bildern sind die italienischen Fayencen des 
15. Jahrhunderts noch weit entfernt; aber sie haben, ganz 
abgesehen von ihrer entwicklungsgeschichtlichen Be 
deutung, von den glänzenden Werken der Hochblüte 
eine urwüchsige Kraft der Dekoration und Einheitlichkeit 
der Wirkung voraus. Vom Beginne des XVI. Jahrhunderts 
Der Herkunftsbestimmung der Frühmajoliken stand 
man bis vor kurzem ziemlich ratlos gegenüber, da Orts 
bezeichnungen in den Werkstätten des XV. Jahrhunderts 
nicht üblich waren. Hier hat erst das im Jahre 1912 er 
schienene Werk Wilhelm Bcd.es, »Die Anfänge der Ma 
jolikakunst in Toskana«, die erwünschte Aufklärung ge 
schaffen. Es hat den früher unterschätzten oder ganz ver 
kannten Anteil Toskanas an der Kunsttöpferei des 
XV. Jahrhunderts aus der Menge der Quattrocentodenk 
mäler herausgehoben und zugleich durch Beobachtung der 
Fundorte, Wappen, Werkstattsmarken, Besteller 
abzeichen und Gefäßformen die stilistisch verschiedenen 
Gattungen der Florentiner Töpferei festgestellt. Damit ist 
Fig. 4. Fi: 
herwärts waren die Majoliken zum allergrößten Teile 
reines Schaugerät zum Schmucke der Kredenzen, Wände 
und Apotheken; ihre Dekoration, ob ornamental oder 
figürlich, beruht auf den Vorbildern der gleichzeitigen 
Malerei und des Kupferstiches. Sie ist von außen her in 
die Töpferei übertragen, ein Abglanz der hohen Kunst 
auch dort, wo keine unmittelbare Entlehnung fremder 
Motive vorliegt. Demgegenüber sind die Majoliken vor 
dem Ausgang des XV. Jahrhunderts vorwiegend noch 
wirkliches Gebrauchsgeschirr, oder wenn sie schon als 
Schaustücke dienten, was für viele Apothekengefäße und 
manche reicher ausgestattete Schüsseln und Vasen zu 
treffen mag, so haben sie doch in ihren Formen und Zier 
weisen an den Traditionen des Gebrauchsgeschirrs fest 
gehalten. Ihr Stil ist durchaus keramisch; ob die Orna 
mente spanischen, islamischen Einfluß verraten oder 
gotischer Abkunft sind, immer sind sie aus der Töpfer 
werkstatt hervorgegangen, und der Töpfer ist hier nicht 
bloß der ausführende Maler, sondern auch der erfindende 
Schöpfer der Dekoration. Durch diese Einheitlichkeit und 
innere Geschlossenheit erweisen sich die Quattrocento 
majoliken als echte Kinder des Mittelalters, dem die Ar 
beitsteilung zwischen Künstler und Werkmann im Hand 
werk noch fremd war. 
:. 2. Fig. 3. 
ein sicherer Wegweiser für die Sammlung von Beckerath 
gewonnen, deren Hauptbestände toskanischer Her 
kunft sind. 
Die dem Trecentostil noch nahestehende Floren 
tiner Gruppe der hochgeschätzten Gefäße mit pastoser 
Blaumalerei ist in der Sammlung von Beckerath mit einer 
überraschend großen Folge vertreten. Die Majoliken mit 
Rankenornament unter spanischem Einfluß sind spärlicher, 
um so zahlreicher dagegen die farbenstarken gotischen 
oder gotisierenden Blattornamente, die in vielen Varia 
tionen bald als selbständige Muster, bald in Verbindung 
mit Wappen oder pharmazeutischen Inschriften auftreten. 
Innerhalb dieser Gruppe wie auch bei den verwandten 
Pfaufedermustern ist die Grenze zwischen Florenz und 
Faenza ziemlich schwankend; doch ist daran festzu 
halten, daß alle Albarellen mit Doppelhenkeln Toskana 
zuzuschreiben sind, da diese seltene Form auf faentini- 
scher Seite niemals mit Sicherheit nachgewiesen wurde. 
Nächst. Florenz hat Faenza den größten Teil der 
Quattrocentogeschirre der Sammlung von Beckerath ge 
liefert. Wie der von H. K- Krüger mit gewohnter Sorg 
falt und bewährter Sachkunde ausgearbeitete Katalog 
richtig angibt, gehören von den spätgotischen Kannen, alle 
diejenigen nach Faenza, deren Bildfelder ein radial ge-
	        

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“Jahrgang 5 (1913).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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