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Jahrgang 10 (1918) (5)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1918_10_5
Titel:
Jahrgang 10 (1918)
Bandzählung:
5
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Meine erste Auktion
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 10 (1918) (5)
  • Titelseite
  • Bilder aus der Sammlung Oppenheim
  • Meine erste Auktion
  • Eine zweite Lobmeyr-Versteigerung
  • Grosse Autographenauktion in Berlin
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. S 
Seite 41 
Internationale Sammler-Zeitung 
Die zur Versteigerung gelangende fast lückenlose 
Sammlung — es fehlen mir die fünf großen Ansichten 
und das letzte Blatt der Folge ,,Der Neuemarkt“ — 
umfaßt in ihrer ersten Abteilung 55 Blätter, darunter 
45 Drucke des allerersten Zustandes und 7 Drucke 
mit den kleinen architektonischen Veränderungen auf der 
Platte, jedoch auch mit der alten ursprünglichen Rokoko 
staffage. Hiezu kommen noch zwei Drucke mit den in 
Aquarell eingemalten Änderungen für die spätere 
Staffage. 
Auch die zweite Abteilung, die Wiener Ansichten 
aus anderen Folgen von Artaria, ferner aus dem Verlag 
von Cappi und Stöckl enthält, umfaßt eine Reihe von 
seltenen Blättern von ebensolcher Tadellosigkeit der 
Erhaltung und koloristischer Schönheit wie die der 
vorhergehenden Abteilung. Dasselbe gilt von der dritten, 
Ansichten aus Wiens Umgebung enthaltenden Abteilung, 
darunter ein in jeder Beziehung hervorragendes Exem 
plar der berühmten „Josephsruhe“ und das äußerst 
seltene, in nur sehr wenigen Exemplaren bekannte 
Blatt „Les friseurs sur le Graben“ von Schaffer (um 
1787), eine höchst amüsante Darstellung aus dem 
Josephinischen Wien. 
Die vierte Abteilung enthält Originalaquarelle- von 
Schütz, Ziegler und Janscha, zum Teil für die in Stich 
herausgegebenen Ansichten, zum Teil für etwa geplante, 
jedoch nicht zur Ausführung gelangte Stiche. Unter 
den ersteren findet sich die schöne, reich staffierte 
Ansicht der Stephanskirche in aquarellierter Feder 
zeichnung von Schütz, eines Teiles des Schönbrunner 
Schlosses gegen den Garten, Aquarell von Janscha, 
Vorlage für den im Jahre 1785 erschienenen großen 
Stich von Ziegler, ferner die Ansicht des Invaliden 
hauses, ebenfalls von Janscha, im Jahre 1792 von 
Ziegler gestochen. Unter den letzteren befinden sich 
zwei von Ziegler meistcihaft in Aquarell ausgeführte 
Basteiansichten aus dem Jahre 1790, vorzüglich in 
Konzeption urd Perspektive, vortrefflich in der groß 
zügigen Anlage, Giuppieiung der Staffage, Architektur 
und nicht zuletzt in der reizvollen Farbengebung. Ferner 
das schöne Aquarell von Schütz, Ansicht der Schön 
brunner Gloriette mit dem reich staffierten Garten 
parterre, ein ganz hervorragendes Werk des Architektur 
ur.d Staffage gleichermaßen beherrschenden Künstlers. 
Alles in allem glaube ich annehmen zu können, daß 
die kleine, aber inhaltsreiche und mit erlesenem Ge 
schmack ur.d Verständnis zusammengestellte Samm 
lung auch den verwöhntesten Sammler und Inter 
essenten vollauf befriedigen dürfte. 
Zu bemerken wäre noch, daß die Blätter eine Bild 
größe von etwa 265:410 mm aufweisen und sich durch- 
gehends in altimitierten Goldrahmen befinden. 
Eine zweite Lohmeyr-Versteigerung. 
Der Leser wird einigermaßen verwundert sein. Eine 
zweite Lobme-yr-Auktion und am Ende wieder Bilder! 
Ist denn das möglich ? Ist denn bei der ersten Ver 
steigerung, die C. J. Wawra in Wien im Herbste 
vorigen Jahres veranstaltete, nicht alles, was Lobmcyr 
an Bildern zusammengebracht hatte, unter den Ham 
mer gekommen ? Der stattliche, von Wawra mit ge 
wohntem Geschmacke ausgestattetc Katalog belehrt uns 
eines anderen. Die Nachlese, die Wawra hält, ist kaum 
weniger ergiebig als die Hauptsammlung und viel 
leicht auch nicht weniger wertvoll. 
Der Katalog gliedert sich in zwei Abteilungen: 
a) Gerahmte Aquarelle, Handzeichnungen und Öl 
studien ;b) Aquarelle, Handzeichnungen und Ölstudien 
in losen Blättern. 
hinter den 296 Nummern der ersten Abteilung 
dominiert wieder Pettenkofen, der mit nicht weniger 
als 60 Arbeiten vertreten ist. Es sind vorzugsweise 
Zeichnungen, aber jede von ihnen bester Pettenkofen. 
Pettenkofen zunächst rangiert Rudolf von Alt, 
von dem 16 Bilder (10 Aquarelle und 6 Bleistift 
zeichnungen) da sind. Es finden sich darunter neben 
Arbeiten aus den letzten Lebensjahren des Künstlers, 
solche aus seiner frühesten Periode, wo der junge Meister 
sich noch in der Welt herumtat, Bilder aus der Krim, 
Baktschissarai, Agourre usw. 
Trefflich ist Alois Greil repräsentiert, nament 
lich seine humorvollen Genrebilder weiden bei Samm 
lern lebhaften Anklang finden. Die Menschen sind hier 
durch Affen ersetzt, die sich aber ganz nach dem Muster 
des Homo sapiens benehmen. Auf dem Aquarell „Marl 
steigt nach“ sieht man einen alten Affengecken in 
.Menschenkleidung, der ein Weibchen verfolgt, „Die 
Kartenspielen“ versetzen uns in eine Wirtsstube, wo 
an einem Tische drei Affen, als Dienstmann, Hand 
werker und Hausierer gekleidet, Karten spielen. Der 
Piccolo, ebenfalls ein Affe, steht links daneben. Auf 
einem dritten Aquarell erscheint ein Affe als Maler, 
ein Affenweibchen, in ein Phantasieköstüm gekleidet, 
sitzt ihm Modell, us'w. 
Wir begegnen weiters Aquarellen und Zeichnungen 
von Danhauser (zwei Porträtstüdien), Thomas En- 
der (Altes Schloß in'Neufchatel), Führich (Allegorie), 
Gauermann, Gause .(Ina Vorgarten des Cafe Rona- 
cher, Am Lesetisch des Cafe Zentral), Halauska, 
Carl Haunold, Kriehuber, 1‘Allemand, Lichten- 
fels, Anton Müller (Der Vogelausstopfer, der Numis 
matiker, Ein Dienstmädchen, Der Bäcker u. a.), Pau- 
singer (Jagdszenen), Erwnn Pcndl, Ranftl (Jagd 
hund und Liegender Hund), Rumpler (Spielende 
Kinder), Hans Schlicßmann (ETanz Schubert, Beet 
hoven, Mozart, Johann Strauß, „Die Pülcher“ kommen), 
Schindler, Straka, Straßgschw T andtner und 
vielen anderen modernen Wiener Malern. 
Unter den 200 Nummern der zweiten Abteilung 
ragt Hans Makart hervor, von dem der Katalog zwan 
zig Feder-und Bleistiftzeichnungen registriert. Daneben 
sind hübsche Arbeiten von Griepenkerl, Kurz 
bauer, Laufberger, Alois Schönn, Schrödl, 
Selleny u. a. in der Sammlung vorhanden.
	        

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“Jahrgang 10 (1918).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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