MAK Hauspublikationen Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Jahrgang 11 (1919) (4)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1919_11_4
Titel:
Jahrgang 11 (1919)
Bandzählung:
4
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 11 (1919) (4)
  • Titelseite
  • Kunstrequisitionen in WIen
  • Verkauf der Sammlung James Simon
  • Austriaca, Viennesia, Hungarica
  • Die Bibliothek Georg Hirth
  • Stradivari
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 30 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 4 
Chronik. 
Autographen. 
(Briefe von Beter Altenberg.) Die Kinderschutz- und 
Rettungsgesellschaft in Wien hat sechs in ihrem Besitze be 
findliche Briefe Peter Altenbergs der Firma Gilhofer 
& Ranschburg in Wien, 1., Bognergasse 2, zum freihändigen 
Verkaufe übergeben. Freunden von Peter Altenberg-Auto 
grammen bietet sich also Gelegenheit zur Ei Weiterung ihrer 
Sammlung. 
(Versteigerung.) Aus Berlin wird uns geschrieben: 
Die zweitägige Autographenverteigerung bei Karl Emst 
Henrici brachte eine Reihe namhafter Preise. Von den 
Liedermanuskripten Franz Schuberts, die in ihrer wunder 
vollen Schrift und bei bester Erhaltung als wahre Pracht 
stücke gelten können, wurde das Jugendlied des fünfzehn 
jährigen Komponisten „An der Quelle saß der Knabe" mit 
dem Schlußzeichen: „den 24. Sept. 1812 Fr. Sch." von der 
Wiener Stadtbibliothek für 2800 M, die „Entzückung an 
Laura" vom März 1816 für M 2500, die Vertonung der Ballade 
von Mayerhofer „Liebesend" für 3300 M, die von ihm kom 
ponierte Dichtung von Friedrich Schlegel „Es wehet kühl 
und leise" vom „Jänner 1819" mit der Bemerkung 
„Fr. Schubert, manu propriä" für ebenfalls M 3300 und das 
Musikmanuskript des For'ellenquintetts für zwei Tenor- und 
drei Baßstimmen, mit der eigenhändigen Datierung „April 
1819" für M 2650 verkauft. Robert Schumanns Musik 
manuskript „Phantasiestücke für Pianoforte“ ging für 
M 4950, ein Albumblatt von ihm mit dem Notensatz eines 
Kinderliedes vom „Haschemann“ für M 900 fort. Die 
Briefe Schumanns fanden für M 400, beziehungsweiseM 500 
und M 530 Liebhaber. Ein Musikmanuskript von Franz Liszt 
„Fantasie und Fuge“ von S. Bach, mit dem Datum „Grotta- 
mare in Italien, Juli 1868“ kam auf M 280, ein Brief der 
Constanze Mozart, der Gattin von Wolfgang Amadeus, die 
dann später den dänischen Etatsrat von Nissen heiratete, 
vom 7. August 1828 aus München an den Chorleiter Jähndl 
in Salzburg gerichtet, auf M 440 und die Briefe von Richard 
Wagner an Semper und andere hervorragende Zeitgenossen 
auf M 1100, M 250 beziehungsweise M 230. Unter den Beiträgen 
bildender Künstler erzielte ein eigenhändiger Brief von Menzel 
mit dem Datum Berlin, 6. März 1862, und einer zum Text 
gehörenden humoristischen Federzeichnung den höchsten 
Preis mit M 410. Der Kunst folgten Literatur und Wissen 
schaft. Ein schöner Brief der zwanzigjährigen Bettina, 
der späteren Gattin Ludwig Achim von Arnims, an Ludwig 
iieck, worin sie aus ihrer Liebe zu ihm kein Hell macht, 
erzielte M 420, ein Brief Wielands an seinen Freund Kriegs 
rat Merck in Darmstadt, vom 25. Januar 1779 aus Weimar, 
M 400 und Briefe von Heinrich I-Ieine aus den Jahren 1821 
und 1 834 an den Herausgeber des RheinischenMuSenalmanachs 
Friedrich Kastmann, Hofrat Th. Winkler in Dresden und 
seinen Bruder Maximilian in Hamburg gingen für M 275, 
beziehungsweise M 140 und M 700 fort. Auch von Goethe und 
Schiller kämen mehrere eigenhändige Briefe unrl Schrift 
stücke unter den Hammer, von denen der in Gedichtform 
gehaltene Brief Goethes an Merck vom 5. Dezember 1774 
mit dem Anfang „Mein altes Evangelium bring ich dir hier 
schon wieder" bis auf M 3509 getrieben wurde. Andere Goethe 
strophen und -briefe'erzielten M 1800, M 1400 und M 250 
bis M 300, während ein Brief von Goethes letzter Liebe, 
Ulrike von Levetzow, mit M 540 und ein Brief Schillers 
aus Mannheim vom 30. August 1784 mit M 650 bezahlt 
wurde. 
Bibliophilie. 
(Drucke der Ernst Ludwig-Presse.) Wir haben 
in Nr. 1 und 2 die wichtigsten Ergebnisse der 
Graupe - Auktion veröffentlicht. Dank dem liebens 
würdigem Entgegenkommen des Herrn Graupe können wir 
nun auch die Preise mitteilen, welche die Drucke der Ernst 
Ludwig-Presse erzielten. Man zahlte für Nr. 317, Goethe, 
Hermann und Dorothea, M 275; Nr. 318, Heine, Die Nordsee, 
M 170; Nr. 319, Das hohe Lied, M 380; Nr. 320, Shakespeare, 
Sonette, M 525; Nr. 325, Verhaeren, Gesichter des Lebens, 
M 210; Nr. 326, Ders., Die geträumten Dörfer, M 300; Nr. 327, 
Eichendorff, Die Glücksritter, M 320; Nr. 328, Die Psalmen, 
M 420; Nr. 330, Hölderlin, Hyperion, M 340; Nr. 332, Nieber 
gall, Datterich, M 215; Nr. 333, Rilke. Buch der Bilder, M 340; 
Nr. 334. Kleukens, Reinke Voß, M 250; Nr. 336, Goethe, 
Gott und die Welt, M 585: Nr. 337, Leon, Rabbin. Legenden, 
M 525; Nr. 338, Binding, Gedichte, M 900; Nr.339, Kleukens, 
Buch der Fabeln, M 405; Nr. 340, Das Buch Ruth, M 390; 
Nr. 341, Goethe, Die Natur, ein Hymnus, M 550; Nr. 342, 
Ders., Trilogie der Leidenschaft, M 360; Nr. 343, Gueria, Der 
Kentaur, M 300; Nr. 345, Verhaeren, Die hohen Rythmen, 
M 390, Nr. 377, Fuchs, Illustr. Sittengeschichte M 300; Nr. 396, 
Oncken, Allgemeine Geschichte, M 455; Nr. 428, Gogol, 
Sämtliche Werke,'M 400; Nr. 452, Grimmelshausen, Sim- 
plicissimus, M 320; Nr. 461, Hauptmann, Die Weber, M 100; 
Nr. 487, E. 1. A. Hoffmann, Der Sandmann, M 210. 
Hundertdrucke. Nr. 507, Bilder der alten Edda, M 420; 
Nr. 508, Hebbel, Nibelungen, M 155; Nr. 509, Mann, Der Tod, 
in Venedig, M 385; Nr. 510, Allst, Blumm und Außbund, 
M 255; Nr. 511, Wickram, Rollwagenbüchlein, M 320; Nr. 512, 
Reuter, Schelmundsky, M 330; Nr. 515, Goethe, Reineke 
Fuchs, M 550; Nr. 516, Eichart, Geschichtsklitterung, M 355; 
Nr. 518, Jean Paul, Leben des Schulmeisterlein Wuz, M 300; 
Nr, 519, Kleist, Penthesilea, M 345; Nr. 520, Reuchlin, 
Das wunderbar liehe Vogelnest, M 400; Nr. 520 a, Schiller, 
Wallenstein, M 100; Nr. 521, Mörike, Das Stuttgarter Hutz- 
männhrin, M 400; Nr. 522, Der Winkelhaken, 1. und 2. Jahrg., 
M 455. 
Nr. 531, Münsterberg, Japan. Kunstgeschichte, M 160; 
Nr. 552, Die Insel, 1—3. Jahrg., M 465; Nr. 574, Keller, 
Grüner Heinrich, M 105; Nr. 577, Ermattinger, Gottfried 
Kellers Leben, M 110; Nr. 596. Kokoschka, Hiob, M 185; 
Nr. 686, Lemberger, Bildnisminiatur, INT 1125; Nr. 687, 
Lenau, Sämtliche Werke, Inselverlag, M 470; Nr. 737, Mau 
passant, Oeuvres completes, M 620; Nr. 807, Muther, Ge 
schichte der Malerei, M 115; Nr. 808, Ders., Geschichte der 
Malerei im 19. Jahrh., M 210; Nr.817, Nieztsche, Also sprach 
Zarathustra, Inselverlag, M 360; Nr. 976, Hans Sachsens ausg. 
Werke, 2 Bände,^ Inselverlag, M 220; Nr. 1042, Schiller, 
Horenausgabe der sämtlichen Werke, M 800; Nr. 1136, Tausend 
und eine Nacht, Inselverlag, M 405; Nr, 1188, Wassermann, 
Donna Johanna von Castilien, München, Weber, M 300; 
Nr. 1190, Wedekind, Gesammelte Werke, München, Müller, 
M 410; Nr. 1198, Oskar Wilde, Works, M 300; Nr. 1235, 
Zeitschrift für Bücherfreunde, 9.—12. Jahrg., und neue Folge 
Si 1—7, M 285; und Nr. 1240, der Zwiebelfisch, 1.—9. Jahrg. 
M 70. 
Bilder. 
(Bouchers „Schulmeisterin".) Wir entnehmen Pariser 
Blättern: Bei der großen Versteigerung Graf Curel bei Petit, 
die mit etwa 3 Millionen Francs die wichtigste Pariser Ver 
steigerung seit den Degasauktionen ist, wurde Bouchers 
„Schulmeisterm", die auf der Auktion Cypierre im Jahre 
1845 für 486 Francs wegging, mit 127.000 Francs bezahlt. 
Es ist das eines der typischen Beispiele von Preisumwälzungen 
innerhalb eines Jahrhunderts und aus der Abneigung der 
bürgerlichen Zeit gegen die galanten Maler des 18. Jahrhunderts 
zu erklären.
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARCXML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer

Artikel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Artikel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

“Jahrgang 11 (1919).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment