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Jahrgang 12 (1920) (14)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1920_12_14
Titel:
Jahrgang 12 (1920)
Bandzählung:
14
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 12 (1920) (14)
  • Titelseite
  • Max Klinger
  • Autographen
  • Notgeld
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 108 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 14 
wo solche prähistorische Malereien gefunden worden sind. 
(Über solche im benachbarten Schweden (vergleiche Dechelette 
und Montelius.) B u r k i 11, der sie vorlegte, und sein Mit 
arbeiter Dr. Hallstroem von dem Stockholmer National- 
museum sind der Ansicht, daß diese Felseneinritzungen in 
das Bronzezeitalter gehören, was sie aus den Tierköpfen 
schließen, die an den Vorderteilen der abgebildeten Schiffe 
erkannt werden können. Die Abbildungssammlung schließt 
außerdem die Umrisse eines höchst überzeugenden teuf 
lischen Wesens ein, das fast drei Meter hoch ist und in fast 
kubistischen Umrissen gezeichnet ist. Merkwürdigerweise 
trägt dieser Teufel ein Kreuz über seinem linken Arm. Doch 
nimmt man an, daß dies eine Hinzufügung ist aus der Zeit, 
als das Christentum aus Schweden in diese Gegenden cinge- 
führt worden ist. Diese groteske Figur war auf einem 
gletschergeschliffenen Felsen am Rard des Onegasees ge 
funden worden, 
(Verhinderter Bilderschmuggel..) Aus Rom wird 
gemeldet, daß die Prinzessin Maria Beatrix von Bourbon 
an der Grenze beim Schmuggel alter italienischer Bilder 
im Werte von einer halben Million abgefaßt wurde. 
(Ein Bildnis Geheimrats Cassel von Max Lieber 
mann,) Professor Max Liebermann hat im Aufträge der 
Gemeindebehörden von Berlin das Bild des Ehrenbürgers 
Geheimen Justizrates Cassel gemalt. 
HANDSCHRIFTEN. 
(Manuskripte Andersens gefunden.) Bei einem 
Antiquar in Paris hat man eine Reihe Originalmanuskripte 
Andersens gefunden: die Originale von fünf der berühmten 
Märchen des Dichters: „Die kleine Seejungfer“, „Des Kaisers 
neue Kleider“, „Die Störche", „Der fliegende Koffer“ und 
„Der Garten des Paradieses“. Außerdem befinden sich bei 
dem neuentdeckten Schatze das Manuskript zu dem „Bilder 
buch ohne Bilder“. Fs ist noch nicht bestimmt, ob der Ent 
decker den literarisch wertvollem Fund der königlichen Bi 
bliothek in Kopenhagen oder Andersens Geburtsstadt 
Odense überlassen wird. 
MEDAILLEN. 
(Eine Gedenkmtinze.) Zur Erinnerung an die National 
versammlung hat die deutsche Regierung eine Bronzemünze 
prägen lassen, deren Ausführung dem bekannten Münchner 
Bildhauer Heinrich Wadere übertragen worden war. Die 
Medaille zeigt auf der Vorderseite in idealisierter Wiedergabt' 
das ausdrucksvolle Gesicht einer deutschen Arbeiterfrau, der 
jungen Republik, auf der Rückseite das Liktorenbündel mit 
der Fackel der Freiheit und dazu die Worte: Nationalversamm 
lung Weimar, 31. Juli 1910. während die Umschrift den Haupt 
grundsatz dei neuen Verfassung enthält. „Das Deutsche 
Reich ist eine Republik, die Staatsgewalt geht vom Volke 
aus.“ 
PHILATELIE. 
(Germaniamarken in neuen Farben.) Aus Berlin 
wird uns geschrieben: Die Reichsdruckerei hat Germaniamarken 
in neuen Farben hergestellt, die, sobald die alten Bestände 
aufgebraucht sind, ausgegeben werden sollen. Die F'arben- 
töne sind rotbraun iür die Maiken zu 5 Pfennig, orange für die 
zu 10 Pfennig, saftgrün für die zu 20 Pfennig, hellblau für die 
zu 30 Pteiinig. karminrot für die zu 40 Pfennig, he'lviolett für 
die zu 59 Pfennig, olivgrün für die zu 69 Pfennig, dunkelviolett 
für die zu 75 Pfennig und dunkelblau für die zu 80 Pfennig. 
(Gefälschte Saarmärken.) ln der letzten Zeit tauchten 
m Berlin Saargebietmarken auf. die sich als gefälscht 
erwiesen. Es handelte sich um ganze Sätze von Germania- 
urtd Luuwigmarken. A ui den Germaniamarken waren die 
Worte „Deutsches Reich“ mit einem einzigen dicken Strich 
bis zur Unkenntlichkeit durchstrichen worden. Auf den bayri 
schen Marken war Bayern mit mehreren dünneren Strichen 
nicht ganz unleserlich gemacht. Beide trugen den Stempel 
„Sarre“, den die französische Besatzung eingeführt hatte. 
Die Sätze umfaßten 17 Germaniamarken in den Werten von 
2 Pfennig, bis 1 Mark und 14 bayrische Marken in den Werten 
von 5 Pfennig bis 10 Mark. Diese Saarmarken waren sehr 
gesucht, da die deutsche Regierung von der französischen 
Besatzung eine Änderung des Überdruckes erwirkte. Das 
„Sarre“ wurde durch das deutsche Wort „Saargebiet“ ersetzt. 
So kam es, daß die ,,Sarre"-Marken nur wenige Wochen im 
Verkehr waren und auf dem Briefmarkenmarkte Preise von 
200 bis 300 Mfrk für den Satz und die bayrischen Preise von 
300 bis 400 Mark erzielten. Diese Preise stiegen bald noch 
um mehrere hundert Mark. Das reizte natürlich zu Fälschungen. 
Ein Kaufmann namens Müller, drei Brüder Lutter, ein 
Dentist in Diisseldort, ein Mechaniker in Saarbrücken una ein 
Dentist in Charlottenburg kauften mit Aufschlag von Post 
beamten im Saargebiel füi 20.000 Mark deutsche unn bayrische 
Marken ohne den französischen Aufdruck. Um diesen selbst 
herzustellen, ließen sie sich im besetzten Gebiet Stempel un 
fertigen und brachten in Berlin, nachdem sie die Marken mit 
dem Aufdruck „Sarre“ gestempelt hatten, die Marken in den 
Handel. Das Geschäft ging so gut, daß die Fälscher sich nach 
einem Drucker umsahen, der die Arbeit g'eich im großen leisten 
sollte. Sie fanden einen Drucker in Charlottenburg und dieser 
fertigte mit einem Gehilfen zur Nachtzeit in seiner Druckerei 
die. Fälschungen an. Bevor aber der eigentliche Großhandel 
ins Werk gesetzt werden konnte, wurde die Kriminalpolizei 
auf die Fälschungen aufmerksam und die Fälscher wurden ver 
haftet. In ihrem Besitze wurde auch eine Aktenmappe mit 
gefälschten Marken gefunden. Es ist interessant, daß auch diese 
Mappe gestohlen war. Ein hoher Ministerialbeamter hatte sie 
in der Untergrundbahn vergessen und einer der Fälscher hatte 
sie sieh angeeignet. 
UHREN. 
(Sammlung von Taschenuhren.) Der in Chicago 
verstorbene Herr Otto Baer, ein Mannheimer, hat letzt 
willig seine sehr wertvolle Sammlung von Taschenuhren dem 
Mannheimer Altert ums verein für das Vaterländische Museum 
im Schloß vermacht. Die , Sammlung umfaßt 140 kunst 
gewerblich wertvolle Uhren aus der Zeit von etwa 1530 
bis 1830. 
VERSCHIEDENES. 
(Tod bekannter Sammler.) In Dougbt} r House ist 
Sir Frederick Cook. der bekannte Sammler in Richmond, 
75 jährig gestorben. Die Sammlung, neben der von Sir Richard 
Wallace die bedeutendste in neuerer Zeit entstandene Privat 
galerie, wurde von dem Vater Fredericks, Sir Francis Cook, 
begründet. Jetzt geht sie auf den Sohn Fredericks, den Kunst 
historiker Herbert Cook, über, der 1914 einen prachtvoll illu 
strierten Katalog der Sammlung in drei Bänden herausgegeben 
hat. 
(Der Kunstsammler Friedrich L. v. Gans) ist im 
fast vollendeten 87. Lebensjahre in Homburg v. t . H. ge 
storben. Er war Mitbegründer der chemischen Fabrik Leopold 
Cassella & Cie. Berühmter ist der Verstorbene als Kunst 
sanimier geworden. Im Mittelpunkt seiner Sammlungen steht 
ein ungemein reicher Schatz von antiken Juwelen; ein 
Prachtstück ist ein griechischer Goldschmack aus dem 15. Jahr 
hundert v. Chr. mit einem riesigen Smaragd. Unter seinen Ge 
mälden befinden sich hervorragende Werke von Rembrandt, 
van Dyck. Goya, Rubens und anderen. Eine wertvolle Samm 
lung antiker Schmuckstücke, Ketten. Ringe, Ziervasen und 
Gläser schenkte Friedrich v. Gans im Jahre 1912 den könig 
lichen Museen in Berlin, wo sie, im Jahre 1916 neugeordnet. 
im Antiquarium, autgestelit ist.
	        

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“Jahrgang 12 (1920).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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