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Jahrgang 13 (1921) (11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1921_13_11
Titel:
Jahrgang 13 (1921)
Bandzählung:
11
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Zwei Wiener Sammlungen
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 13 (1921) (11)
  • Titelseite
  • Kunsthandel und Luxussteuer
  • Der dritte Teil der Kupferstichsammlung Davidsohn
  • Miniaturen des 17. bis 18. Jahrhunderts
  • Die zweite Sankt Lukas Versteigerung
  • Die Auktion Palffy
  • Der Nachlaß J. J. Daffingers
  • Zwei Wiener Sammlungen
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seile 126 
I n t o r n a l i o n a 1 e Sammler-Zeitung 
Nr, 11 
Nr. 823, Hvalithflakon, um 1820, K 4000; Nr, 824, Becher 
glas, Biedermeier, K 1300; Nr, 825, Uranbecherglas, Bieder 
meier, K 4000; Nr. 826, Bcoherglas, K 1100; Nr. 827, Flakon, 
K 2000; Nr. 828, Uranbechcrglas, Biedermeier, J\ 3300; 
Nr. 829, Hyalithbecherglas, Biedermeier, K 11.000; Nr. 830, 
Flakon, S hksisch, Biedermeier, K 2200; Nr. 831, Hyalith- 
becherglas, Biedermeier, K 7500; Nr. 832, Deckelpokal, 
Spätempire, K 9500; Nr. 833, Bscherglas, Biedermeier, K 1000; 
Nr. 834, Empireglas, K 4200; Nr. 835, Flakon in Form eines 
stehenden Vogels, Biedermeier, K 7500; Nr. 836, Becheinrilch- 
glas, Biedermeier, K 3000; Nr. 837, Empire glas, Art des Koth- 
gasser, K 5000; Nr. 838, Glasstutzcn, Biedermeier, K 6500; 
Nr. 839, ß; eherglas. Biedermeier, K 2400; Nr 840, Stengelglas, 
Biedermeier, I\ 3400; Nr. 841, Empire glas. K 5200; Nr. 842, 
Uranglasbceher, Biedermeier, K 7200; Nr. 843, Becherglas, 
um 1820. K 3200; Nr. 844, Flakon, Biedeimeier, K 1200; 
Nr. 845, Becherglas, Biedeimeier, K 2000; Nr. 840, Desgl., 
K 6800; Nr. 847, Desgl., K 1100; Nr. 848, Bechermilchglas, 
Biedermeier, 1\ 9000; Nr. 849, Becherglas, Biedeimeier, 
K 12.000 und Nr. 850, Gold zwischen gl as, Böhmisch, um 1730 
K 43.000. 
Chronik. 
AUTOGRAPHEN. BILDER. 
(Ein unbekannter Brief Melanchthons.) - Der 
große alte Bestand von Autogrammen Melanchthons in 
der Sächsischen Landesbibliothek zu Dresden ist neuerdings 
durch einen Brief vermehrt worden. Er fand sich in einem 
Stammbuch des niedersächsischen Historikers Heinrich Mai- 
bom vom Jahre 1575. Das Schreiben bezieht sich auf die 
wegen der Pestgefahr notwendige Verlegung der Wittenberger 
Universität nach Torgau im Jahre 1552, ist aber ohne Jahres- 
an gäbe. 
BIBLIOPHILIE. 
(Taaffe Memoiren.) Eine der ersten Publikationen, 
mit denen der neugegründete Ricola-Verlag in Wien in 
die Öffentlichkeit treten wird, werden, wie wir hören, die 
Memoiren des verstorbenen österreichischen Ministei Präsidenten 
Grafen Ed uard Ta a f 1 e st in. 
(Zehn Millionen für eine Shakespeare-Ausgabe.) 
Der höchste Preis, der je für ein Exemplar der ersten Folio- 
aüsgabe der Werke Shakespeares gezahlt worden ist, wurde 
auf einer der letzten Londoner Versteigerungen erreicht. 
Das Wunderbuch wurde für die Riesensumme von 4200 Pfund 
Sterling, was einem Werte von weit über eine Million Mark, 
beziehungsweise zehn Millionen Kronen entspricht, nach 
Amerika verkauft. Das Exemplar, das der Sammlung des 
Hauptmanns Ulifford entstammt, ist in verhältnismäßig 
gutem Zustand; es enthielt das Bild Shakespeares von Droes- 
hout, Titel und Verse Ben Jonsons und die Widmung. Die 
Auflage dieser ersten Ausgabe der Werke Shakespeares, die 
1623 erschien, soll 500 Exemplare betragen haben. Davon 
erfreuen sich noch etwa 200 des .Daseins. 80 befinden sich in 
den Vereinigten Staaten. Das vollendetste Exemplar, das wir 
kennen, ist die sogenannte Burdett-Coutts-Foliante, 
die 1864 682 Guineen brachte. 1899 kam ein Exemplar von 
Belgien nach London und wurde für 1700 Pfund versteigert. 
Das Exemplar der van Antwerp-Bibliothek, das 1907 in London 
verkauft wurde, brachte 3600 Pfund. 
(Die Weltkriegsbücherei in Stuttgart.) Auf dem 
Schloß Rosenstein in Stuttgart-Berg fand im Beisein des 
Staatspräsidenten die feierliche Eröffnung der von dem Groß 
industriellen Franck ins Leben gerufenen , .Weltkricgs- 
bücherei“ statt, die 1915 in Berlin begonnen worden ist. Die 
Weltkriegsbücherei stellt als Kriegssammlung, Revolutions- 
sammlnng und Sammlung der Nachkriegszeit, die Bücherei 
einer ganzen Zeitwende dar und dürfte in ihrer Vollständigkeit 
von keiner anderen Sammlung iibertroffen werden. 
(Ausstellung „Das Deutsche Buch" in Berlin.) 
Die Ausstellung „Das Deutsche Buch", die im vorigen jahre 
in Frankfurt a. M. mit ungewöhnlichem'Erfolg veranstaltet 
wurde, wird im Herbst in Berlin von der Lessinghorhschule, 
unterstützt von der Leipziger „Deutschen Gesellschaft für 
Auslandsbuchhandel", in neuer Anordnung wiederholt werden. 
Die ehemalige Königliche Hausbibliothek wird sich mit einer 
Sonderausstellung der Bibliothek Friedrich des Großen und 
der Königin Luise beteiligen. 
(Das letzte Bildnis Wielands.) Dem Direktor 
des Goethe-Nationalmuseums ist es gelungen, das letzte 
während seiner Lebenszeit angefertigte Bildnis Wielands 
zu erwerben und der Bildnissanimlung des Goethehauses 
einzuverleiben. Es handelt sich um eine reizvoll übermalte 
Silhouette, die den Dichter sitzend, in den Pelz gehüllt, das 
typische Käppchen auf dem Kopf, darstellt. Das Bildnis ist 
erwiesenermaßen das letzte nach der Natur gefertigte des 
Dichters und entstammt dem Wielandschen Familiennachlaß. 
(Ein unbekanntes Selbstbildnis von Philipp 
Otto Runge).fand in der Hamburger Kunsthalle jetzt seinen 
Platz. Das Bild zeigt Runge, mit den Merkmalen seines 
1,ungenlei den s gezeichnet, auf einem Stuhle sitzend, das 
Haupt dem Beschauer /.»gekehrt. 
(Durchleuchtung von Gemälden mit Röntgen 
strahlen.) Unsere Zeit, die neugierig alle Geheimnisse zu er 
gründen sucht, ist den alten Gemälden und Büchern mit den 
Röntgenstrahlen zu I,eibe gegangen und hat da merkwürdige 
Entdeckungen gemacht, worüber in „Bockmans Journal" 
berichtet wird. So durchleuchtete man zum Beispiel ein altes 
holländisches Gemälde, an dem man die Mitarbeit einer fremden 
Hand vermutete, mit den Strahlen. Es gab an dem Bild eine 
Stelle, die Gewand und Stola eines Mönches darstellte, von 
der man annahm, daß sie nicht zu dem ursprünglichen Bilde 
gehöre. Es stellte sich nun ganz deutlich heraus, daß das Bild 
an dieser Stelle wirklich übermalt worden wai, und als man auf 
Grund des Ergebnisses durch die Röntgenphotographie eine 
Reinigung vornahm, kam die ursprüngliche Zeichnung zum 
Vorschein. Das Bild konnte restauriert werden und erhielt da 
durch einen viel höheren Wert. Man glaubt, daß verschiedene 
verlorene Manuskripte entdeckt werden könnten, wenn man die 
alten Buchdeckel mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Bekannt 
lich sind in alter Zeit Pergamente und alte Manuskripte zum 
Buchbinden verwendet worden, und man hat bereits durch 
Zufall in alten Buchdeckeln kostbare Handschriften gefunden, 
die uns wertvollste Bereicherung für unsere Kenntnis der alten 
Liteiaturen brachte. 
HANDSCHRIFTEN. 
(Die Mannesische Liederhandschrift.) Der Direktor 
des Inselverlages, Prof. Kippenberg, hat sich in letzter Zeit 
mit dem Gedanken getragen, die unschätzbar wertvolle 
Mannessische Liederhandschrift, das Prunkstück der 
Heidelberger Bibliothek, völlig originalgetreu und farbengetreu 
zu vervielfältigen und rechnete anfänglich für die Drucklegung 
mit einer Kostensumme von einer Million Mark. Das Wagnis 
wäre einigermaßen für einen mutigen Verleger möglich gewesen 
in Anbetracht der amerikanischen .Dollarvaluta und bei dem 
Interesse, das er bei solchem Werk in der ganzen gebildeten 
Werk voraussetzen konnte. Nun hat aber, wie man uns aus 
Heidelberg schreibt, in den letzten Tagen unter Hinzu 
ziehung eines Photographen eine neuere Prüfung ergeben, 
daß die Kosten sich weit höher, nämlich auf 2(4 Millionen 
Mark, belaufen würden. Unter diesen Umständen müssen 
leider die sehr verdienstvollen Bestrebungen des Inselverlages
	        

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“Jahrgang 13 (1921).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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