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Jahrgang 13 (1921) (15)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1921_13_15
Titel:
Jahrgang 13 (1921)
Bandzählung:
15
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Der Fall Fraundorfer
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 13 (1921) (15)
  • Titelseite
  • Der Fall Fraundorfer
  • Die Wiener Messe
  • Auktion Engel-Gros
  • Die Geschichte eines Werkes von Peter Vischer
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 162 
Internationale Sammler-Zeitung 
Fast in allen großen Musealsammlungen kommen 
Seltenheiten vor, die falsch sind. Unzählige Münzen 
aus Weißgold, Schaumünzen von Syrakus, mero- 
wingische Triens und karolingische Denare, moham 
medanische Dirhame und florentiner Goldgulden 
zweifelhafter Herkunft rollen durch die Welt. Römische, 
kleinasiatische, makedonische, keltiberische und gal 
lische Münzen — alles ist mit größter Kunst gefälscht 
Nr. 15 
worden. Deshalb rieten manche Schriftsteller, um 
vollständige Sammlungen zu erhalten, zunächst falsche 
Stücke aufzunehmen, bis echte zu bekommen seien 
und so mancher Sammler ließ sich es gesagt sein. 
Freilich blieb so mancher bei den Falsifikaten, da es 
ihm nicht glücken wollte, die in einzelnen Exemplaren 
vorhandenen echten Exemplare seiner Sammlung ein 
zuverleiben. 
Die Wiener Messe. 
Unsere Ausführungen über die Ausschaltung des 
Kunst- und Antiquitätenhandels von der ersten Wiener 
Messe haben in den Kreisen der Wiener Kunst- und 
Antiquitätenhändler ein lebhaftes Echo geweckt. In 
zahlreichen Zuschriften wird uns die Zustimmung zu 
unserer Meinung ausgedrückt, daß die Messeleitung 
darauf hätte bedacht sein müssen, der Veranstaltung 
'die große Attraktion von Kunstausstellungen und 
Auktionen zu sichern. Vielfach ist auch der Plan auf- 
getaucht, die Unterlassung der Messe gutzumachen 
und auf eigene Faust eine Kunstmesse in nuce zu ar 
rangieren. So schreibt uns ein angesehener Anti 
quitätenhändler: „Die Wiener Messe ist Mustermesse 
und kommt deshalb mehr oder minder nur für Serien 
fabrikation praktisch in Frage. Dadurch ist die aller 
letzte Höhe des Kunstgewerbes mit seinem persön 
lichen, einem künstlerischen Einfall nachgehenden 
Erzeugnis schon ausgeschaltet. Noch mehr natürlich 
der legitime Handel mit Kunstwerken oder Antiqui 
täten. : s 
Es soll hier nicht darüber polemisiert werden, ob 
es zweckmäßig und klug war, die Messe nach allen 
Belangen als Mustermesse zu dekretieren. Jedenfalls 
aber ist die Gruppe der Wiener Antiquitäten- und 
Kunsthändler viel zu bedeutend, als daß sie von der 
Messeaktion ausgeschlossen bleiben könnte. 
Von einer Anzahl Wiener Antiquitätenhändler wird 
deshalb geplant, wenn auch für die heurige Herbst 
messe vorerst nur unzulänglich, mit einer Messe 
aktion zu beginnen und dies, während der Ruhe 
monate imposant ausgebaut, von Messe zu Messe zu 
wiederholen. Gedacht ist eine Ausstellung der ein 
zelnen Händler in Ständen, welche im Saale einer 
Auktionsfirma Platz fanden dürften. Die auszustellenden 
Gegenstände sollen der Zulassungsbeurteilung von 
hervorragenden Sachverständigen unterliegen, welche 
die Echtheit zu überprüfen hätten. Gedacht ist auch 
an ein Merkmal, entweder in Form eines Zertifikats, 
einer Plombe oder einer Stampiglie, welche dem 
fremden Käufer als Garantie unter Haftung der ge 
samten Ausstellergruppe zu gelten hätte. Die unver 
kauften Gegenstände sollen in einer am Scblußtage 
stattfindenden Auktion versteigert werden.“ 
Soweit der Brief des geschätzten Einsenders. Wir 
begrüßen aufs freudigste diesen Plan, der uns geeignet 
erscheint, die Lücke zu füllen, die im Programm der 
Wiener Messe gelassen wurde. Hoffentlich ist er von 
bestem Gelingen begleitet. Sollten sich ihm aber un 
erwarteterweise Schwierigkeiten entgegenstellen, die in 
der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit nicht mehr 
behoben werden könnten, so mögen sich die Herren 
nicht abschrecken lassen, den Plan im Frühjahr, an 
läßlich der nächsten Messe, aufzunehmen und durch- 
.zuführen. Dann freilich dürfte die Messeleitung auch 
schon darauf gekommen sein, daß es ein großer Fehler 
war, Kunst- und Antiquitätenhandel von der Messe 
fernzuhalten und mit verdoppeltem Eifer sich be 
mühen, diese beiden verschwisterten Zweige in ihren 
Kreis zu ziehen. 
Geplante Auktionen. 
Wie wir hören, plant außer der Galerie St. Lukas 
auch die Kunstauktionsfirma Leo Schidlof während 
der Messe eine große Auktion zu veranstalten. Diese 
Versteigerung wird am 19. September beginnen und 
bis zum 24. September dauern. Unter den Hammer 
kom nen Gemälde und Antiquitäten. 
Briefmarkenabende. 
Die Wiener Briefmarkenbörse, die ihren Sitz 
im Cafe Silier, Wien, VI., Mariahilferstraße 22, hat, 
beabsichtigt, während der Messe in ihrem Lokale 
Briefmarkenabende zu veranstalten, bei denen 
ein freier Kauf- und Tauschverkehr stattfinden soll. 
Die in Wien weilenden fremden Philatelisten werden 
durch Plakate in den diversen Sprachen eingeladen 
werden, diese Abende zu besuchen. 
Von fremden Messen. 
Mit der im August stattfindenden Königsberger 
Herbstmesse wird eine Kunstausstellung mit 
der interessanten Sonderausstellung „Kunst und Kauf 
mann" verbunden sein, die dartun soll, wie Künstler 
und Kaufmann aufeinander angewiesen sind. 
Im Rahmen der Rdichenberger Messe im August 
findet eine Briefmarkenauktion statt. 
Zur Zeit der Grazer Messe findet in Graz, ver 
anstaltet von sämtlichen steirischen Künstlern und 
Kunstvereinigungen, eine Kunstschau statt. Die 
glänzende Leistungsfähigkeit der steirischen Buch 
druckerkunst wird in der Ausstellung „Das stei 
rische Buch“ aufgezeigt werden. 
Aus Leipzig wird uns geschrieben: In dem Wett 
bewerb für Entwürfe zum Reklameumzug zur Leip 
ziger Messe hat das Preisgericht einen Preis von 
Mk. 1000 Fräulein Maria Kruß und einen zweiten 
Preis von Mk. 600 Fräulein Ruth Krüger zuerkannt. 
Weitere Entwürfe wurden angekauft. Dieser erste 
Versuch, künstlerische Mitarbeit für den Reklame 
umzug zu gewinnen, dürfte in seinen Folgen zu einer 
allmählichen Veredelung des Umzuges und damit des 
äußeren Bildes der Messe überhaupt führen. 
Zur Frankfurter Herbstmesse kündigt die Firma 
Rudolf Bangel in Frankfurt am Main die Verstei 
gerung der Sammlung Prinz zu Bentheim und Stein- 
f urt an, die Gemälde alter und neuer Meister, Keramik, 
Möbel und Gobelins umfaßt.
	        

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“Jahrgang 13 (1921).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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