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Jahrgang 14 (1922) (19)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1922_14_19
Titel:
Jahrgang 14 (1922)
Bandzählung:
19
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Die Versteigerung der Albertina-Dubletten
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 14 (1922) (19)
  • Titelseite
  • Ein Frans de Neve im Bruckental`schen Museum zu Hermannstadt
  • Die Versteigerung der Albertina-Dubletten
  • Professor Obersteiner als Sammler
  • Rudolf v. Alt-Auktion bei Boerner
  • Erlös: Ueber eine Milliarde
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 19 
internationale Sammler-Zeitung 
Seite 151 
Mädchens M 1,100.0'0. Nr. 666 Venus M 1.4T.000. Nr. 667 
Venus, nach dem Bade M 1,300.000. Nr. 668 Junge Schäferin 
M l,30iV.00. Nr. 669 Leda M 4,800.00'. 
Charles Melchior Descourtis, Nr. 684 Frederique 
M 480.000. Nr. 685 VAmant M 1,100.000. Nr. 621 Breve t, Louis 
Alexandre .de Bourbon M 420.000. Nr. 735 Ders., Hyacinthe 
M 460.000. Nr. 737 Ders., Hyacinthe M 360.000. Nr. 750 Pierre- 
lmbert D r e v e t, Jacques Benigne M 480.000. Nr. 849 Charles 
Eisen, Le Matin M 300.000. 
Honore Fragonard, Nr. 861 L’ameire M 900.000. Nr. 869 
Le Verrour M 600.000. Nr. 870 La Culbute M 1,400.000. Nr. 871 
Le Chiffre M 620.000. Nr. 872 L’Education M 320.000. Nr. 874 
Le Baiser M 600.000. Hubert Gravelot, Nr. 897 Illustrationen 
M 350.000. Jean Baptiste Greuze, Nr. 899 La Philosophie 
:M 680.0C0. Jean Baptiste H u e t, Nr. 963 La jeune Bergere 
M 76L' 00. Francois J a n i n e t, Nr. 968 La Bacchante engeree 
M 850.000. Nr. 969 Amour Tu fais M 3,90 ! '. 00. Nr. 970 Le Baiser 
de l’Amour M 33°. 1 oo. Nr. 971 Les Comediens M 6,100.000. 
Nr. 972 La Noce M 2,600.000. Nr. 973 Repas des Noissoneurs 
M 75 '/To. Nr. 979 Colonade M 1,69 '.000. Nr. 980 Reste du Palais 
M 440/ 00. Nr. 981 Francois Janinet, Villa Madame M 3,8'0.00 . 
Nr. 982 Ders. Reste d’un anciens M 1,70/0 0. Nr. 983 Ders. Made 
moiselle du T. M 1,900.000. Nr. 1013 Nikolaes Lancret, Die Ele 
mente M 40/.OO ’. Nr. 1014 Tageszeiten M 320.000. Nr. 1015 Die 
Jahreszeiten M 3 :0/00. Nr, L46 Le Printems M 1,250.' 0 • 
Nr. 1021 Camargo M 65 /000. Nr. 132 Le Jeu Collin-Maillard 
M 310.000. Nr. 1 55 Nikolaus Lavreince, Le Mercure 
M 3)0.000. Nr. 1056 Ders. Le lever M 350/00. Nr. 1108 S. M. 
Moreau le Jeune, Le Bai Masque M 950.000. Nr. 1110 Ders. 
Le Modele honnets M 7 0.000. Nr. 1158 J. B. Pater re, Les 
Plaisirs M 1/ 50,000, 
*: 
Kunsthandlung 
Georg u. Hermann Fromme 
Wien I., Stallburggasse Nr. 2. 
Fernruf-Stelle: 8/ 1983. 
^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ 
Gemälde 
Moderner Meister 1 
18. u. 19. iahrh. 
Angebote aus Privatbesitz erbeten. 
lllil!lilMI!1!l!ll!llillllllll 
A. Watteau, Nr. 1488 Les Agreements M 369,COG 
Nr. 1485 Assemblee M 400/ 00. Nr. 1486 Cascade M 75\000. 
Nr. 1489 Les Champs Elisees M 460.0, 0. Nr. 1490 Les Charmes 
M 400.FK.O. Nr. 1508 Lecon d’Amour M 400.0.0. Nr. 1527 Un 
baiser M 350.000. Nr. 1534 Panneaux, feste Bachique M 1,050.00j 
^Professor Oßersteiner afs Sammter. 
Von RUDOLF KAFTAN, Leiter des Uhrenmuseums der Stadt Wien. 
Der auch in Sammlerkreisen wohlbekannte Be 
gründer der theoretischen Neurologie, Hofrat Professor 
Dr. Heinrich Ober steiner, wurde am 22. November 
nach vollendetem 75. Lebensjahre zu Grabe getragen. 
Wir gedenken mit tiefer Trauer des genialen hoch 
verehrten Mannes, der mit bewundernswerter Ausdauer 
neue Wege auf dem Gebiete der Anatomie und Physi 
ologie des zentralen Nervensystems erforschte, um sie 
dann in der ihm eigenen liebenswürdigen und schlichten 
Art in Wort und Schrift seinen fernher kommenden 
Schülern zu weisen. Weltbekannt wurde Professor 
Obersteiner namentlich durch sein berühmtes Lehrbuch: 
„Anleitung beim Studium des Baues der nervösen 
Zentralorgane im gesunden und kranken Zustande“. 
Unsterbliche Verdienste hat sich Professor Obersteiner 
durch die mühevolle, unter grossen finanziellen Opfern 
zustande gebrachte Gründung des Neurologischen In 
stitutes der Universität Wien erworben, und sein Name 
wird mit den ‘Grössten der alten Wiener Schule ge 
nannt werden. 
Allein Professor Obersteiner war nicht nur der 
bahnbrechende Gelehrte und Forscher, der verehrte, 
stets hilfsbereite und wohlwollende Lehrer, sondern er 
war auch ein ganz richtiger leidenschaftlicher Sammler. 
Er sammelte vor allem, was in irgend einer Weise für 
seine Studien wichtig war, z. B. Gehirne der ver 
schiedensten Tiere, und legte eine ganz eigenartige 
Sammlung von Gehirnpräparaten an, die er 
dann dem Neurologischen Institute schenkte. Ferner 
suchte und erwarb er aus aller Herren Länder die 
einschlägige medizinische Fachliteratur, welche 
im Laufe der Zeit eine grosse, viele Tausende von 
Werken umfassende Bibliothek bildete, die er 
nebst einer bedeutenden Geldsumme ebenfalls seinem 
geliebten Institute widmete. 
Professor Obersteiner sammelte aber auch vieles 
andere, was ihm, dem feinsinnigen Kenner und Freund 
alles. Schönen, besonders gefiel und interessierte. Be 
kannt ist seine Porzellan-Sammlung mit 
manchen äusserst hübschen und seltenen Objekten. 
Mit Freude studierte er vor oder nach jeder Neuer 
werbung die entsprechenden Literaturbehelfe. Seltsam 
ist wohl die fast alle erreichbaren Länder umfassende 
Z e i t u n g - S a m m 1 u n g. Ungezählte Zeitungsblätter 
in den verschiedensten Sprachen sind da fein säuberlich 
geordnet. Eine Fundgrube des Interessanten bilden 
auch die grosse, von seinem Vater und von seinem 
Schwiegervater, dem bekannten Professor Leides- 
dorf, ins Leben gerufene, von Hofrat Obersteiner 
immer weiter ausgestaltete Bibliothek und die um 
fangreiche Musikalien-Sammlung. 
Außer diesen hervorragenden Sammlungen, welche 
Professor Obersteiner mit Liebe und Verständnis wäh 
rend seines ganzen Lebens pflegte und erweiterte, hatte 
er noch eine ganze Anzahl kleinerer Kollek 
tionen. Man brauchte oft nur gesprächsweise irgend 
einen hübschen oder künstlerisch ausgeführten Gegen 
stand erwähnen, z. B. eine schöne Ansichtskarte, 
ein Landschaftsbild, einen fein geschliffenen Edelstein, 
und lächelnd ging Professor Obersteiner in seinen 
Salon, um mit einer stattlichen Sammlung derartiger 
Dinge wieder zu kommen, die alle sorgfältig eingereiht 
in ihren Kästchen lagen. 
Als Sammler von solcher Vielseitigkeit und als 
Psychiater hatte Professor Obersteiner ein tiefes Ver 
ständnis für andere, welche ebenfalls dieser Leiden 
schaft unterworfen waren, und mancher Sammler, auch 
der Schreiber dieser Zeilen, verdankt ihm eine 
ganz ausserordentliche Förderung. 
■ So war also Professor Obersteiner nicht nur der 
bahnbrechende Gelehrte von Weltruf, der sich in der 
Wissenschaft unsterblich gemacht hat, sondern er war 
auch ein stiller, kunstsinniger Sammler, dessen Name 
mit der Gründung des Wiener Uhren-Museums 
und mit dem „Vereine der Freunde des Uhren-Museums“ 
dauernd verbunden sein wird.
	        

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“Jahrgang 14 (1922).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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