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Jahrgang 17 (1925) (16)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1925_17_16
Titel:
Jahrgang 17 (1925)
Bandzählung:
16
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Schloß Schwante
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 17 (1925) (16)
  • Titelseite
  • Frauen-Exlibris
  • Charles Sedelmeyer
  • Verkauf der Kunstsammlungen Castiglionis
  • Die Kärntnerische Buchkunstausstellung
  • Ein 2000jähriges Homer-Manuskript
  • Prager Originale
  • Schloß Schwante
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 16 
Internationale Sammler-Zeitung 
Seite 127 
des Paolo M o r e 11 i (Rom 1695—1780) besonders be 
merkenswert, die der verstorbene Eduard von Grützner 
seinerzeit aus Italien mitbrachte. Daneben finden sich 
zwei typische Werke des Flamen Lambrechts, eine 
Ruinenlandschaft von A g r i c o 1 a u. a. m. Große 
Kirchenkronen, vielflammige Girandolen, Wandappliken, 
Marmorbüsten und Fayencekrüge in größerer An 
zahl vervollständigen das Material der Versteigerung. 
—- Aus fremdem Besitz sind einige hervorragende 
Elfenbein-Miniaturen, vorwiegend Wiener 
Künstler (E. Peter, Ciarot, Harding u. a.) und eine Reihe 
Porzellane des 18. Jahrhunderts (Meißen, 
Ansbach, St. Petersburg u. a.) beigegeben. 
Der Katalog XI erscheint Mitte September. 
Chronik. 
BIBLIOPHILIE. 
(Verkauf derMelker Gutenberg-Bibel nach 
England.) Die 42zeilige Gutenberg-Bibel des Stiftes Melk 
in Niederösterreich ist, wie wir hören, durch den Antiquar 
Semmel im Auftrag des Bonner Antiquariats Röhrscheid 
nach England verkauft worden. Die Ausgabe ist zwar etwas 
beschnitten, aber vollkommen. In Deutschland war diese große 
Kostbarkeit infolge der Wirtschaftsnot nicht unterzubringen. 
BILDER. 
(Ein Selbstporträt Raffaels.) Italienische und 
deutsche Fachleute haben in gemeinsamer Arbeit jetzt ein schönes 
jugendliches Selbstporträt Raffaels auf einem seiner berühmtesten 
Freskogemälde, der „Austreibung des Heliodor“, in den Stanzen 
des Vatikans feststellen können. Die Jünglingsgestalt in langem 
Mantel in der Ecke links, neben den Trägern der päpstlichen 
Sänfte ist es; sie hält ihr Barett und einen Brief mit Adresse 
in der rechten Hand. Dieser Namen auf dem Blatt, er lautet: 
Gian Pietro Fogliata, hat bisher irregeführt, indem man ihn für 
den des Dargestellten hielt. Nun ist aber, wie der bekannte 
Raffael-Biograph Professor Gronau in der neuesten See- 
mannschen „Kunstchronik“ mitteilt, durch ein in mehrfacher 
Hinsicht wichtiges Dokument, das Corrado Ricci im vatika 
nischen Archiv auffand, Licht in die Sache gekommen. Es ist 
das ein motu proprio des Papstes Julius II., datiert 4. Oktober 
1509, worin dem „dilecto filio Raphael, Johannes de Urbino 
scolari, pictori in palatio nostro“ (zu deutsch: unserem geliebten 
Sohne Raffael, Schüler des Giovanni Santi von Urbino, als 
Maler in unserem Palaste tätig“) das Amt eines Schreibers der 
päpstlichen Briefe verliehen wird. Es handelt sich hier, meint 
Gronau, um eine Sinekure, ein gutbezahltes leichtes Amt, ähn 
lich wie Sebastiano del Piombo die Versiegelung der Breve 
zu versehen hatte. Dieses Dokument nun ist das früheste, das 
uns über Raffaels Tätigkeit im Vatikan Kunde gibt. Und zu 
gleich wird dadurch aufgeklärt, daß das Jünglingsbildnis auf 
dem erwähnten Fresko, dessen Aehnlichkeit mit Raffaels Zügen 
schon längst auffiel, tatsächlich den jungen Künstler darstellt; 
es zeigt ihn in diesem Amt als päpstlicher scrittore dei brevi, 
mit einem solchen Breve in der Hand. Auch die aparte Tracht 
erklärt sich nun als Amtstracht. Dazu stimmt es, daß dieselbe 
Figur im selben Kostüm auch auf einem Bild in der Akademie 
von San Luca in Rom vorkommt. 
(Monnet und die Bougival-Brücke.) In der 
Vorrede zu dem von Robert de F 1 e r s bearbeiteten Katalog 
der Pariser Versteigerung Gangnat kommt der bekannte fran 
zösische Lustspieldichter und Theaterkritiker auch auf einige 
sonderbare Käuze, die im Pariser Kunsthandel früher ihr Wesen 
trieben, zu sprechen. So erzählt de Flers von einem Sonderling, 
der in der Nähe der Bouginal-Brücke wohnte und sich aus 
Lokalpatriotismus in den Kopf gesetzt hatte, alle diese Brücke 
darstellenden Gemälde in seiner Sammlung zu vereinigen. All 
mählich brachte er etwa hundert Bilder zusammen. Ein einziges 
davon schätzte er wenig und gerade das war das beste. Es 
trug nämlich die Signatur Claude Monnet. Der berühmte, 
heute hoch bezahlte Hauptvertreter der französischen Impressi 
onisten selbst erzählte de Flers über dieses Bild die folgende 
Anekdote, die ein scharfes Schlaglicht auf die wirtschaftlichen 
Verhältnisse zur Zeit der Anfänge des Impressionismus wrrft. 
„Ich habe nur ein einziges Mal die Bougival-Brücke gemalt“, 
sagte Monnet, „es hält also nicht schwer, das in Rede stehende 
Bild zu identifizieren. Ich hatte es für 100 Frank im Jahre 1868 
einem Kunsthändler namens Martin verkauft. Da es diesem 
aber sehr schwer wurde, die Summe in bar zu erlegen, so er 
klärte ich mich nach langem Feilschen bereit, 50 Frank in bar 
zu erhalten und für den Restbetrag ein kleines Bild aus seinem 
Lager in Zahlung zu nehmen. Ich habe dieses Bild noch heute 
und der Maler hat inzwischen einigen Ruf erworben. Es ist 
niemand anderes als — Cdzannel“ 
PHILATELIE. 
(Italienische Jubiläums marken.) Zum 25jähr. 
Regierungsjubiläum des Königs Viktor Emanuel von 
Italien sind zwei Gedenkmarken erschienen, das Brustbild des 
Königs in grosser Generalsuniform darstellend. Die Marken sind 
nach einem Gemälde von Parmeggiani von Rcpettali in Kupfer 
gestochen worden. Der 60 Centesimi-Wert für den Inlandbrief 
ist zinoberrot, der 1 Lire-Wert für Ausland indigoblau. 
(FranzösischeAusstellungsmarken.)In Hoch 
format, in zweifarbigem Buchdruck ausgeführt, ist anläßlich der 
„Internationalen Schau dekorativer Kunst“ in Paris ein neuer 
Wert zu 15 Centimes dunkelblaugrün und grün erschienen. Die 
Zeichnung stellt einen stilisierten Seestern dar. 
(Fälschungen.) Die dänischenVerechnungs- 
marken, die zum Ueberdrucken der Ausgabe 85 bis. 95 ge 
dient haben, werden jetzt in Fälschungen auf den Markt ge 
bracht. Man benutzt dazu die billigen gebrauchten Verrechnungs 
marken, um sie mit falschem Aufdruck zu versehen. Wer mit 
der Lupe nachsieht, wird bei den Fälschungen finden, daß der 
Aufdruck auf dem Stempel liegt, statt untör ihm. — Große 
Vorsicht ist auch vor den neuerdings in den Handel gelangen 
den raffinierten Fälschungen der 8 0 Pfennig-Germania- 
M ar k e mit Aufdruck „Sarre“ am Platze. Fast alles jetzt 
davon in den Handel kommende Material ist falsch. 
VERSCHIEDENES. 
(Julius Z i m p e 1.) Mit dem Wiener Maler Julius 
Z i m p e 1, der erst 29jährig einer Kopfgrippe erlag, ist ein her 
vorragendes Talent erloschen. Er beherrschte alle graphischen 
Techniken meisterhaft und seine rege Phantasie und der ihm 
eigene kultivierte Geschmack befähigte ihn nicht nur zu Höchst 
leistungen auf diesem, sondern auch auf dem umfangreichen 
Gebiet des Kunstgewerbes und des Kunsthandwerkes. Vor etwa 
anderthalb Jahren — er hatte damals gerade geheiratet — 
wurde er als der berufenste Nachfolger Peches in führender 
Stellung in die Wiener Werkstätte berufen, und zahlreiche be 
deutsame Entwürfe, besonders für Gläser und Stoffe, bewiesen, 
daß er der rechte Mann auf diesem Platze war. Er betätigte 
sich hier aber auch hervorragend auf dem ihm am m'eisten zu 
sagenden Gebiet, dem der Buchkunst, und eine Reihe sehr 
origineller Einbände lenkte neuerdings die Aufmerksamkeit auf 
ihn, nachdem er schon vor Jahren, durch die von ihm ge 
schriebenen und illustrierten Bücher, aber auch durch zahlreiche 
Lithographien und Radierungen für Bücher die verdiente Be 
achtung aller Kenner erworben hatte. Das erst dieser Tage 
erschienene bibliographische Werk „Deutsche Pressen“ von 
Julius Rodenberg führt die Zimpel-Bücher in einem eigenen 
Abschnitt an, ein Beweis dafür, welche Bedeutung dem so jäh 
seinem Schaffen entrissenen Künstler beigemessen wurde. Auch 
als Maler fand er die verdiente Anerkennung, obwohl er sehr 
selten ausstellte. Seinerzeit sah man Werke von ihm im Haus 
der jungen Künstlerschaft, später mehrmals im „Hagenbund“ 
und in der „Kunstschau“, wo er ein gern gesehener Gast war. 
(Christian - Bernhard -Rode-Ausstellung.) 
Aus Berlin wird uns gemeldet: Anläßlich des 200. Geburts 
tages des Berliner Malers Christian Bernhard Rode plant die 
Akademie der Künste, deren einstiger Direktor er war, eine 
Gedächtnisausstellung. Da sich die Hauptwerke des Künstlers 
in Schlössern und Kirchen befinden, wird sich die Akademie 
darauf beschränken, einige charakteristische Staffeleibilder, ins 
besondere aber eine Auswahl aus Rodes Radierungen und Zeich 
nungen vorzuführen, ferner die bisher ganz unbekannten, bei 
der Neuordnung des Inventars der Akademie wieder ans Licht 
gezogenen Kopien des Künstlers aus der Zeit seines Aufenthalts 
in Venedig, die für die künstlerische Wesensart Rodes sehr 
bezeichnend sind. Die Ausstellung wird im Herbst, Voraussicht-
	        

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“Jahrgang 17 (1925).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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