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Jahrgang 17 (1925) (17)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1925_17_17
Titel:
Jahrgang 17 (1925)
Bandzählung:
17
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Wie ich Sauter-Sammler wurde
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 17 (1925) (17)
  • Titelseite
  • Wie ich Sauter-Sammler wurde
  • Gemäldeauktion in Luzern
  • Moderne Graphik und Handzeichnungen
  • Der Vierte österreichische Philatenlistentag
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 132 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 17 
freundlich und schenkte mir ein Bildchen von Sauter 
und fünf Originalgedichte. Schade, meinte sie, daß sie 
nicht etwas früher gekommen sind. Vor 14 Tagen habe 
ich ein ganzes Paket Sauterbriefe und an 
dere Korrespondenzen, die mein verewigter Mann ge 
sammelt hatte, verbrannt, weil ich nicht alles in die 
neue Wohnung mitschleppen wollte. Tableau. Mein ver 
dutztes Gesicht kann man sich denken. Wäre ich nicht 
so saumselig gewesen, wäre die Literatur um die gewiß 
interessanten Sauterbriefe reicher. So ist kein einziger 
Brief von Sauter erhalten geblieben. 
Später habe ich noch eine alte Dame in Salzburg 
kennen gelernt, die Sauters letzte Liebe gewesen. Sie 
schenkte mir ein ihr gewidmetes Gedicht des Poeten, 
das ich als teures Andenken unter Glas und Rahmen 
aufbewahre. 
Semäfdeauktion in ßuzern. 
Man berichtet uns aus Luzern: 
Die zweite diesjährige Kunstversteigerung der Ga 
lerie Fischer brachte in der Hauptsache Gemälde 
aus der Sammlung Coray-Stoop, niederländische 
Meister des 17.—19. Jahrhunderts, sowie hervorragende 
Franzosen des 17.—18. Jahrhunderts, daneben wertvolle 
Skulpturen. Obwohl auch hier die wirtschaftliche De 
pression stark in die Erscheinung trat, so wurden den 
noch namhafte Preise erzielt. Wie überall in der letzten 
Zeit konnte man auch da die Erfahrung machen, daß 
Objekte von hoher Qualität eher angemessene Preise 
finden, als Mittelware. 
Den höchsten Preis, 70.000 Franken, erreichte ein 
Werk des Meisters von F 1 e m a 11 e, die „Madonna 
mit den musizierenden Engeln", das man wohl als eine 
der frühesten kirchlichen Kompositionen ansprechen darf. 
Das Bildnis eines spanischen Herrn von Antonio Moro 
(1512—1575) erzielte 43.000 Fr,; es wanderte nach 
Holland. Das Bildnis des Edelmannes Jakob de Moor 
ging für 36.000 Fr. fort, ein Herrenporträt von Jan van 
Scorel (1495 1562) um 45.000 Fr. ins Ausland. 
Christus vor Pilatus des holländischen Meisters (um 
151 (i) für 37.0 0 Fr., Christus und die Ehebrecherin 
von Jan Hemessen für 28.000 Fr. Das Bildnis eines 
Herrn von Corneille de Lyon (um 1550) brachte 15.850 
Fr., eine Grablegung des vlämischen Meisters (Kreis 
Lucas van Leyden), nach Dürers Holzschnitt der großen 
Passion, 9000 Fr., die Madonnenbilder der Brügger 
Meister (1550 und 1460) ergaben 7000 und 5000 Fr. 
Herkules und Anthäus von M a b u s e erzielte 4100 Fr., 
die Königsbiidnisse des Englischen Meisters (um 
1500) 7500 Fr., Lot und seine Töchter des Jakob 
Cornelisz von Amsterdam 4500 Fr., die Berufung 
des Simon Petrus von Henry met de Bl es 10.000 
Fr., die Eiche von Denis van AI s 1 o o t 4200 Fr. 
— Aus der Gruppe der Niederländer des 17. Jahr 
hunderts wurde der schlafende Jüngling von Karel Fa 
hr i t i u s bis zu 25.000 Fr. ersteigert; Boas und Ruth 
von Art de G e 1 d e r erzielte 9000 Fr., das Bildnis einer 
Dame von Caspar Netscher 27)0 Fr.; die alte Ge 
treidebörse in Amsterdam von Cornelis P r o n k 3200 
Fr. Unter den französischen Meistern interessierte be 
sonders die schöne Einzelstudie zur Dantebarke, „Dante 
und Virgil" von Delacroix, wofür 15.000 Fr. gelöst 
wurden; eine Meerlandschaft von Ch. F. Daubigny 
brachte 8000 Fr. Das wuchtige Bildnis des Malers Ca- 
milo Pissaro von V. van Gogh 5000 Fr., der Hexen- 
sabbath (nach Goya) von Edouard Manet 6000 Fr., 
die Landschaft mit Weiher von Constantin Troyon 
5500 Fr. Im Ganzen eine beachtenswerte Kollektion der 
französischen Kunst, von der romantischen Form Dela 
croix’ an über die Schule von Barbizon bis zum Im 
pressionismus. 
Die verschiedenen Meisterskulpturen aus der Gotik 
und der romanischen Epoche, hervorragende Heiligen 
figuren in Holz, Marmor und Stein, fanden lebhafte Be 
achtung. Eine Statue der Madonna in Sandstein des 
Meisters der Champagne (14. Jahrhundert) erzielte 7( 00 
Fr., die Beschneidung von Veit Stoß (1450 bis 1533) 
5800 Fr., die Jungfrau mit dem Kind des nordfranzö 
sischen Meisters (15. Jahrhundert) 3500 Fr. Maria mit 
Kind (Meister der schönen Grumauerin, um 1420) 300 ) Fr., 
der sitzende Bischof des dänischen Meisters (16. Jahrh.i 
2050 Fr., drei Marmorstatuetten des Burgunder Meisters 
(16. Jahrhundert) 2050 Fr., drei Marmorstatuetten des 
Burgunder Meisters (16. Jahrhundert) 2950 Fr., der Abt 
im Betstuhl des vlämischen Meisters (16. Jahrhundert) 
6100 Fr. 
$71 oder ne SrapFiifi und TKandzeicfinungen. 
Aus Berlin wird uns geschrieben: 
Das Antiquariat Paul Graupe hat die neue Saison 
glücklich mit einer Sammlung von moderner Graphik 
und Handzeichnungen eingeleitet, die neben einigen 
Rarissima ausländischer Künstler das fast vollständige 
Werk der drei größten deutschen Graphiker, Lovis 
Corinth, Liebermann und Slevogt enthielt. 
Die Sammler nützten denn auch diese Gelegenheit, um 
ihre Bestände an Blättern dieser Meister zu bereichern. 
Bis auf wenige Ausnahmen wurde auch alles und zwar 
zumeist zu guten Preisen abgesetzt, worin sich ein er 
freulicher Wandel gegen die letzte Saison kundgab. 
Nachstehend die erzielten Preise in Mark: 
Ernst Barlach. 
Nr. 1 Russische Bauern 130. Nr. 2 Sitzende Mütter mit 
Kindern 180. Nr. 3 Klagendes Paar am Lager einer Toten 140. 
Nr. 4 Frau an der Tür horchend 110. Nr. 5 Bauernpaar mit 
Hund auf nächtlicher Wanderung 80. Nr. 6 Kopf eines russischen 
Bauern 50. Nr. 7. Die Wandlungen Gottes, 7 Orig. Holzschn. 20. 
Lovis Corinth. 
Nr. 10 Bildnis eines bärtigen Mannes von vorn mit Zigarren 
spitze im Munde 85. Nr. 11 Brustbild eines Mannes in mittleren 
[ahren 45. Nr. 12 Ofenecke in einem Thüringer Bauernhaus 150. 
Nr. 13 Eifersucht 105. Nr. 14 Pferdestall—Kuhstal!, zwei Blei 
stiftzeichn. auf einem Blatt 75. Nr. 15 Studien zu dem Bern 
hardinerhund des Gemäldes „Complott“ 125. Nr. 16 Junge 
Italienerin, sitzend, halblinks gewendet 155. Nr. 17 Stehender 
weiblicher Akt 130. Nr. 18 Halbakt eines sitzenden jungen 
Mädchens 100. Nr. 19 Baumbestandene Straße an einem Bach 
80. Nr. 20 Weiblicher Akt sitzend von vorn 120. Nr. 21 Sitzende 
Dame in ganzer Figur, nach links 105. Nr. 22 Zwei Frauen, mit 
Handarbeiten beschäftigt 145. Nr. 23 Stehender weiblicher Akt 
nach rechts blickend 70. Nr. 24 Akt eines jungen Mädchens 120. 
Nr. 25 Stehender weiblicher Akt, von vorn, mit herabhängenden 
Armen 160. Nr. 26 Bildnis eines weiblichen Modells, halbaus- 
gezogen sitzend 115. Nr. 27 Hügellandschaft 120. Nr. 28 Rasen 
stück 180. Nr. 29 Sitzender weiblicher Halbakt, von vorn, das 
Haar der rechten Seite um den Hals gelegt 200. Nr. 30 Junge 
Bäume am Abhang 135. Nr. 31 Stehender Akt eines jungen 
Mädchens von vorn 125. Nr. 32 Männlicher Akt 145. Nr. 33 
Nackte, von Schleiern umflossene weibliche Gestalt 175. Nr. 34 
Kleines Mädchen in ganzer Figur 80. Nr. 35 Bewegungsstudien 
an einem jugendlichen männlichen Aktmodell 80. Nr. 36 Stehender
	        

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“Jahrgang 17 (1925).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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