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Jahrgang 17 (1925) (4)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1925_17_4
Titel:
Jahrgang 17 (1925)
Bandzählung:
4
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Die Sammlung des Professor Dr. Darmstädter
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 17 (1925) (4)
  • Titelseite
  • Die Sammlung des Professor Dr. Darmstädter
  • Peter Hanstein
  • Kunstliteratur unter dem Hammer
  • Die privaten Kunstsammlungen Agrams
  • Abänderung der Wiener Versteigerungsvorschriften
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 26 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 4 
weise — wie bei der Liebesgruppe Nr. 265 — von 
Meißen beeinflußte Bemalung des Nymphenburger Por 
zellans wird hier ausgezeich 
net veranschaulicht: den 
zarten Farben und leichten 
Mustern der Reifrock- und 
Komödienfiguren steht die 
in breiten Flächen stark kon 
trastierende Bemalung der 
monumentaler aufgefaßten 
Figuren aus einer Kreuzi 
gung gegenüber. 
Ueberhaupt ist die Samm 
lung Darmstädter eine Fund 
grube für das Studium der 
Porzellanmalerei. Drei Abtei 
lungen sind es vor allem, 
die in dieser Hinsicht ganz 
hervorragende Leistungen 
und mannigfaltiges Material 
darbieten: die Erzeugnisse 
von Sevres und der eng 
lischen Fabriken mit ihren 
unnachahmlich schwimmen 
den. Glasurfarben, die nur 
auf dem Weichporzellan er 
reichbar waren, dann die 
erstaunlich reiche Sammlung 
der deutschen Hausmalerei 
mit den Werken der Botten 
gruber, Preußler,de Drechsel, 
Mayer-Preßnitz, Aufenwerth u. a., schließlich die Figuren 
und Gefäße aus der Blütezeit Meißens vor der Mitte des 
18. Jahrhunderts. Das Reifrock- 
figiirchen ist wohl das reichste, 
aber keineswegs das einzige Mei 
sterstück jener funkelnden Staf- 
fierung, die Kaendler seinen Ko 
mödienfiguren und Liebesgruppen 
der Barockzeit zuteil werden ließ. 
Was Johann Gregor H e r o 1 d t 
als Leiter der Malerei für die 
sächsische Manufaktur und mittel 
bar durch ihren Einfluß für die 
gesamte europäische Porzellan 
malerei überhaupt bedeutete, da 
für geben die Geschirre vollgültiges 
Zeugnis. Wenn es möglich ist, 
eigenhändige Arbeiten Heroldts 
nachzuweisen, so kommt dafür 
in erster Linie der Satz von fünf 
Augustus-Rex-Vasen in Betracht, 
deren Chinesenbilder in vielen 
Motiven mit dem in Leipziger 
Privatbesitz erhaltenen Skizzen 
buch Heroldts übereinstimmen. 
Für die noch wenig geklärte 
Frage nach den Mitarbeitern He 
roldts, den ausführenden Kräften 
seines Ateliers, gibt der Katalog 
der Sammlung Darmstädter einen 
wichtigen und höchst erwünsch 
ten Beitrag. Auf Anraten von H. 
H. J o s t e n, dem sachkundigen 
Bearbeiter der Fayencen und der 
Porzellanfabrik von Fulda, ist die 
Bemalung der roten Augustus- 
Rex-Vase, dem bisher nur als 
namhafter Fayencemaler bekann 
ten Friedr. Adam v. Löwenfinck zugeschrieben worden, 
der nachweislich von 1726 bis 1736 als Porzellanmaier 
in der Meißener Manufaktur angestellt war. Seine Tätig- 
Fig. 2: Maria und Johannes 
von^Bustelli. Nymphenburg um 1755. 
keit fällt also in das Jahrzehnt der Arbeiten für das 
von August dem Starken geplante „Japanische Palais“, 
für dessen Ausstattung wohl 
die meisten der damals her 
gestellten Augustus-Rex-Va 
sen bestimmt waren. Die 
Richtigkeit der Zuschreibung 
wird durch die ganz augen 
fällige Uebereinstimmung so 
wohl der Küstenbilder mit 
figürlicher Staffage wie des 
die Bildfelder umrahmenden 
Goldornaments auf (der im 
Katalog abgebildeten) Vase 
mit einer von Löwenfinck 
bezeichneten Fulder Fayence 
vase in Hamburger Privat 
besitz (Riesebieter, Die Deut 
schen Fayencen, Abb. 438, 
439) durchaus bestätigt. Da 
mit ist eine Handhabe ge 
wonnen, um weitere Por 
zellanmalereien aus derFrüh- 
zeit Meißens als Arbeiten 
Friedrich von Löwenfincks 
zu bestimmen; es handelt 
sich dabei vornehmlich wie 
der um Strandbilder, aber 
nicht nur um solche allein. 
Setzt man voraus, daß Lö 
wenfinck nicht nur die Re 
servenbilder der Porzellanvase, sondern auch das Blu 
menornament am Hals der Vase gemalt hat, so kann 
auch eine Anzahl der schönsten 
frühen Augustus-Rex-Vasen mit 
Blütendekoration mit Sicherheit 
für Löwenfinck beansprucht wer 
den, der somit in die erste Reihe 
der deutschen Porzellanmaler ein- 
tritt. 
Das Wiener Porzellan, sowohl 
der Fabrik Du Paquiers wie 
der Kaiserlichen Manufaktur, ist 
in der Sammlung Darmstädter 
stärker vertreten, als es sonst in 
den deutschen Porzellansamm 
lungen der Fall ist, und auch 
hier war die Auswahl auf das 
Charakteristische gerichtet und zu 
gleich aufschlußreich für die Kunst 
geschichte. 
Ganz ähnlich wie Konrad 
Linck präsentiert sich in der Samm 
lung Darmstädter auch der Höchster 
Modellmeister Melchior mit 
einer zwar beschränkten Zahl 
plastischer Werke, die aber die 
besten Seiten seiner liebenswür 
digen Kunst, auch seine Begabung 
als Porträtist, sehr vorteilhaft dar 
stellen. 
Fig. 3: Schneeball-Schale 
mit Wappen des Dauphins von Frankreich, 
Meißen um 1745. 
Abbildungen. 
Fig. 1: Krinolinfigur v. Franz 
Bustelli. 
Fig. 2: Maria und Johannes 
von Bustelli. 
Fig. 3: Schneeball-Schale mit Wappen. Meißen 
um 1745.
	        

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“Jahrgang 17 (1925).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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