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Jahrgang 17 (1925) (7)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1925_17_7
Titel:
Jahrgang 17 (1925)
Bandzählung:
7
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 17 (1925) (7)
  • Titelseite
  • Die Auktion Darmstädter
  • Expertise-Büros
  • Die Sammlung William A. Clarks
  • Herrenlose Murillos
  • Die Archievdiebstähle des Dr. Hauck
  • Der Thier gestorben
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 1 
internationale Sammler-Zeitung 
Seite 53 
Gfironik. 
BIBLIOPHILIE. 
(Eine Spielleiterbibliothek.) Der Verein der 
Pariser Spielleiter hat beschlossen, eine spezielle Bibliothek 
für Spielleitung, mis-en-scene und sämtliche Hilfsarbeiten, die 
künstlerische Führung eines Theaters betreffend, zu gründen. 
Dieselbe soll theoretische und praktische Werke über Bühnen 
kunst, Theaterwörterbücher, Werke über die Geschichte des 
Theaters und seine Entwicklung enthalten. Außer dieser, lediglich 
für praktischen Gebrauch der Theaterleute bestimmten Hilfs 
bibliothek wird auch ein Archiv der mise-en-scöne und Regie 
bücher sämtlicher Pariser Theater gegründet, sodaß die Pariser 
Regiekunst in diesem Archiv für die Zukunft erhalten bleiben 
wird. 
(Vom amerikanischenBüchermarkt.) Die Neu 
erscheinungen, die während des Jahres 1924 im amerikanischen 
Buchhandel herausgekommen sind, werden von „Publishers’ 
Weekly“ mit 6280 beziffert. Das bedeutet eine Zunahme um 
2 Prozent gegenüber 1923. Aber die Gesamtziffer beträgt wenig 
mehr als die Hälfte der im Jahre 1910 herausgekommenen 
Bücher, die sich auf 11.671 beliefen. Die nordamerikanische 
Büchererzeugung hat also den durch den Krieg und andere Er 
scheinungen hervorgerufenen Rückgang noch lange nicht über 
wunden, und deshalb muß man sich darüber wundern, wenn in 
den Vereinigten Staaten so viel von einer Ueberproduktion ge 
sprochen wird. In den einzelnen Abteilungen haben Biographien 
gegenüber 1923 um 20 Prozent zugenommen; in ähnlichem Maße 
sind Romane, Dramen und Gedichte gestiegen, während die 
naturwissenschaftlichen Werke und die Bücher geschäftlichen 
Inhalts eine erhebliche Abnahme zeigen. 
BILDER. 
(Wiederherstellung eines Dürerbildes.) 
Albrecht Dürers „Kreuzabnahme“ in der alten Münchner 
Pinakothek, an der schon vor Jahren T a u s i n g und Voll 
festgestellt haben, daß unter Uebermalungen frühere Dar 
stellungen stecken müßten, ist von Professor K i n k e 1 i n in 
fünfvierteljähriger Arbeit in ihren ursprünglichen Zustand wieder 
hergestellt worden. Schon der Auftraggeber Dürers, der Nürn 
berger Goldschmied G 1 i m, hat nach dem Tode seiner ersten 
Frau, einer geborenen Holzmann, und seiner Wiederverheiratung 
am unteren Rande des Bildes zu den Votivbildnissen dieser 
seiner ersten Gattin und ihrer Tochter die seiner zweiten, deren 
Tochter und weiterer sechs später geborener Söhne nachträglich 
von einem geringeren Meister anbringen lassen. Als Kurfürst 
Max I. von Bayern das Bild erwarb, ließ er die Figürchen der 
zahlreichen Sippe durch seinen Hofmaler Fischer übermalen. 
Kinkelin hat nun das Bild in der Fassung Wiedererstehen lassen, 
wie es aus der Hand Dürers gekommen. 
NUMISMATIK. 
(Münzenfund.) Aus Budapest wird uns geschrieben: 
In der Gemeinde Tolma-Sziget stieß ein Landmann beim 
Pflügen in geringer Tiefe auf einen irdenen Topf, der 13 mittel 
große Goldstücke und 32 große Silbertaler en-hielt. Die Münzen 
stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden zur Zeit König 
Ludwig II. in Ofen geprägt. Dieser Fund ist seit kurzer Zeit 
der dritte, durch den die Sammlung des Nationalmuseums be 
reichert wurde. 
PHILATELIE. 
(Die österreichischen Schilling marken.) 
Wie wir erfahren, werden die neuen österreichischen Marken 
in Schillingwährung erst am 1. Juni ausgegeben werden. Eine 
Ausgabe von Gedenkmarken aus Anlaß des 75jährigen 
Jubiläums der Briefmarke ist nicht in Aussicht genommen. 
(Palästina-Briefmarken.) In den ersten Tagen 
des April werden pal äs ti n i s ch e Briefmarken in denVerkehr 
gebracht werden. Es sind 26 verschiedene Werte vorgesehen. 
Der Wert wird in der neuen palästinischen Valuta (Dinar, Schekel, 
Drachmen und Prut) ausgegeben. 
(Der italienische Philatelistentag) findet 
heuer vom 17. bis 23. Juni in Livorno statt. 
(Die Ferrari-Versteigerungen.) Der bisherige 
Erlös der F e rr a ri - Versteigerungen in Paris beträgt ohne Zu 
schläge 18,686.000 Frcs. Da noch eine Auktion aussteht, so kann 
man annehmen, daß das Gesamtergebnis 20 Millionen Frcs. aus 
machen wird. Der Betrag wird dem deutschen Reparationskonto 
gutgeschrieben. 
(D e r 34. Internationale'Händler tag in B e r 1 in) 
findet vom 14. bis 16. April statt. Im Anschluß daran wird eine 
auch Sammlern zugängliche „Allgemeine Philatelistenbörse“ 
abgehalten. 
VERS CHI EDEN ES. 
(Das Salzburger Museum Carolino Augusteum), 
das trotz des empfindlichen Platzmangels in den letzten Jahren 
eine ganze Reihe stark besuchter Ausstellungen im eigenen 
Hause veranstaltete, wird in der Osterwoche den „Garten der 
Renaissance- und Barockzeit“ in einer großen Anzahl von 
Gemälden und Stichen, sowie alten Handzeichnungen, namentlich 
erzbischöflicher Gartenarchitekten, wieDanreiters, vorführen. 
Die Objekte stammen zum größten Teil aus dem Besitze des 
Museums, doch haben auch Privatbesitzer und die Wiener Kunst 
handlung A r t a r i a vieles beigesteuert. 
( K o 1 b e - A u s s t e 11 u n g.) Die Galerie Arnold in 
Dresden hat nach der Kokoschka-Ausstellung eine umfassende 
Ausstellung des Berliner Bildhauers Georg Kolbe veranstaltet, 
fünfzig Werke aus der Zeit von 1908 bis 1924, darunter manches 
Unbekannte. Der Künstler schließt den Katalog mit dem Motto: 
„Um einem scheinbar grassierenden Irrtum zu steuern, erkläre 
ich hiermit, daß meine Bronzen verkäuflich sind.“ Es ist ein 
witziger Ausdruck für eine bittere Erfahrung und Symptom einer 
Lage, die sehr ernst zu nehmen ist. Wenn das schon ein Künstler 
sagen muß, der zu den besten Namen gehört. 
(Fund aus der Hallstätter Periode.) Aus 
Budapest wird uns geschrieben : In einem Vorstadtgarten 
wurde durch Zufall ein äußerst weitvoller Fund aus der Hall 
stätter Periode gemacht. Er besteht aus mehreren Gegenständen 
aus reinem Gold, darunter einer Schüssel, die zwei Kilogramm 
schwer ist, und zahlreichen kleinen Gebrauchsgegenständen, die 
erst einer näheren Prüfung unterzogen werden müssen. Sämt 
liche Stücke sind, bevor sie ins Nationalmuseum gebracht wur 
den, Antiquitätenhändlern zum Verkaufe angeboten worden, die 
die Polizei von den Funden in Kenntnis setzten. 
MUSEEN. 
(Museum der Ehrenlegion.) Aus Paris wird uns 
geschrieben: Am 25. März eröffnete der Präsident der Republik, 
Herr Doumergue, das Museum der Ehrenlegion, das eine 
Reihe seltener Sammlungen und Geschenke des amerikanischen 
Millionärs Cronwell enthält. 
VOM KUNSTMARKT. 
(13.300 Mark für ein Gemälde von Andreas 
Achenbach.) Dieser bedeutende Preis wurde auf der Ge 
mälde-Auktion, die am 10. März im Kölner Kunstauktionshaus 
Math. Letnpertz stattfand, für ein Hauptwerk A. Achen 
bachs „Brandung an der Landungsbrücke von Ostende“ erzielt. 
Da auf dieser Auktion, die fast ausschließlich aus gediegenen 
deutschen Bildern des 19. Jahrhunderts bestand, durchwegs recht 
beachtenswerte Preise erzielt wurden, vertiefte sich der Ein 
druck, den der aufmerksame Beobachter des Kunstmarktes 
schon seit längerer Zeit hatte, nämlich daß die früher etwas 
beiseite geschobene deutsche Malerei der zweiten Hälfte des 
19. Jahrhunderts in ihren Hauptwerken immer mehr zu Ehren 
kommt. Es handelt sich bei dieser Erscheinung zum guten Teil 
um eine energische Reaktion weiter Kreise des kunstkaufenden 
Publikums gegen einseitige Ueberschätzung neuzeitlicher Mode 
strömung in der Kunst, eine Reaktion, die gerade in letzter 
Zeit immer entschiedener in Erscheinung tritt. Auf der genannten 
Auktion brachte weiters ein Levante-Hafen von A. Achen 
bach 6600 Mark, ein kleineres Bild „Stürmische See“ 3200 Mk., 
Oswald Achenbach’s „Bei der Cestiuspyramide“ 4000 Mk., 
Gregor von Bochmann’s „Strand von Scheveningen“ 3600 Mk., 
Max Clarenbach’s „Erftkanal“ 2600 Mk., C. F. D e i k e r ’ s 
„Füchsin mit ihren Jungen“ 4800 Mk., J. E. Gaisser’s „Beim 
Kartenspiel“ 2000 Mk., Karl J u t z ’ s „Geflügelhof“ 3400., Konrad 
K i e f e 1 ’ s „Siesta“ 3000 Mk., G. von Max’ „Opfer“ 2400 Mk. 
und Benjamin Vau ti er’s „Im Berner Oberland“ 4800 Mk. 
(Gute Preise für Farbdrucke.) Bei der am 23. 
März bei K. E. Henrici in Berlin stattgefundenen Ver 
steigerung von dekorativen Blättern des 18. Jahrhunderts wurden 
durchwegs gute Preise erzielt. Für einen Farbdruck „Renaldo 
and Armida“ von Thomas Burke zahlte man 3050 Mk., für 
Debucourts „La promenade publique“ 5000 Mk. Die von 
einem bekannten Kunsthändler für Debucourts „Les deux 
baisers“ erlegte Summe von 17.200 Mk. erregte Ueberraschung.
	        

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“Jahrgang 17 (1925).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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