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Jahrgang 20 (1928) (10)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1928_20_10
Titel:
Jahrgang 20 (1928)
Bandzählung:
10
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 20 (1928) (10)
  • Titelseite
  • Die Versteigerung der Sammlung Oscar Huldschinsky
  • Der Abschluß der Holford Auktionen
  • Die Bücherversteigerung bei Graupe
  • Der Nachlaß des Generaldirektors Dr. Zuckerkandl
  • Die Musikbibliothek Dr. Wolffheim
  • 387. Kunstauktion des Dorotheums
  • Galerie Weber und Sammlung Lodron
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 112 
Inter nationale Sammler-Zeitung. 
Nr. 10 
Cßronifc. 
BIBLIOPHILIE. 
(Auffindung eines wichtigen America- 
n u in s.) Ein außerordentlich seltenes Americanum hat der 
Münchner Antiquar Norbert Rosenthal aus den Bücher 
beständen seines Lagers ans Licht gezogen. Es ist ein auf 
zwei Folioblättern einer kleinen Offizin in Malaga 1606 ge 
druckter Bericht des’Generalkapitäns der spanischen Armada, 
Luis F a j a r d o, welcher mit 16 Galeonen auf Befehl seines 
Königs ausfährt, um die Hoheitsrechte der Spanier im Karaibi- 
schen .Meer zu schützen und die Engländer aus der spanischen 
Besitzung S. Margarita — einer Insel nördlich von Venezuela 
zu vertreiben. Die eingehende Schilderung der Seegefahren 
und Kämpfe ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte der 
Geschichte der Spanier. Inhaltlich ist dieses Rarissimum nicht 
nur von historischem Interesse für Spanien und den siid- 
amerikanischen Staat Venezuela, sondern auch, da sich die 
Kämpfe gegen die Engländer, Holländer und Franzosen ab- 
spielteh, wichtig für die Kolonial- und Marinegeschichte dieser 
Länder. Nur durch einen Zufall sind uns solche Flugschriften 
heute noch erhalten, weil sie infolge ihres geringen Umfanges 
meist verloren gingen. 
BILDER. 
(5'/ Millionen Schilling für einen Raf 
fael.) Wie aus London gemeldet wird, hat Lady Des- 
borough das in ihrem Besitz befindliche Gemälde Raf 
faels „Madonna mit dem Kinde“ um 1 5 0.000 Pfund 
Sterling. Es entspricht dies einem Betrage von 5 'A Mil 
lionen Schilling. Diese Summe stellt einen Rekordpreis 
dar, da bisher auch für keinen Raffael ein solch enormer 
Betrag angelegt wurde. Der höchste Preis, der für einen Raf 
fael bisher gezahlt wurde, betrug zirka 3.7 Millionen 
Schilling. Der amerikanische Multimillionär Morgan 
hatte ihn für eine „Thronende Madonna“ gegeben. Es wird 
nicht gesagt, w'er der Käufer des Raffaels der Lady Des- 
borough ist; aber man geht wohl nicht fehl, wenn man an- 
üimmt, daß er nach Amerika geht, das alle großen Kunst 
werke !der alten Welt äufsaugt. 
(E i n verschollenes Werk Jan S t e e n s.) Der 
„Quacksalber“, ein verschollenes Werk von Jan Steen, ist 
wieder aufgetaucht. t)as Bild, das auf einem entlegenen Adels 
schlosse hing und vor zwei Jahren darum auf der Leidener- 
Steen-Ausstellung fehlte, ist jetzt in die Galerie Haber- 
s-t ock in Berlin gekommen. Es schildert einen bunten 
Jahrmarkt in weiträumiger Landschaft. 
(Freskenfunde in Kä r n t c n.) Bei den Erneue 
rungsarbeiten in der Pfarrkirche zu Holz bei Spital an der 
Drau wurden Fresken aus den Jahren 1200 und 1350 entdeckt. 
HANDSCHRIFTEN. 
(Das Manuskript von Stifters Nach so m- 
m e r.) Aus B u d w e i s wird uns berichtet: Die Witwe des 
Dichters Adalbert Stifter hat dem Budweiser deutschen 
Turnverein 1862 am 24. Juli 1882 das Manuskript des „N a c h- 
s o m m e r“ gewidmet. Diese wertvolle Handschrift, die 82 
Blatt in 9 Abteilungen umfaßt, wurde nun dem Böhmerwald 
museum in Oberplan zur Verwahrung übergeben. 
NUMISMATIK. 
(Eine Goldmünze aus dem neronischen 
Zeitalter) hat, wie uns aus E g e r berichtet wird, der 
dortige Finanzbeamte losef Hutterer in dem von ihm 
gepachteten Schrebergarten beim Umstechen gefunden. Zwi 
schen dem Finder und dem Schrebergartenverein ist ein Streit 
um das rechtmäßige Eigentum an der Münze ausgebrochen. 
Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß auch der Staat 
Anspruch auf den Fundgegenstand erhebt. 
VERSCHIEDENES. 
(Galerie Th annhause r.) Marc Ch a g a 1 l’s t Radier 
werk zu den „Toten Seelen“ von Gogol (96 Arbeiten) gelangt 
nach Schluß der Menzel-Ausstellung in den Galerien Than n- 
h auser in Berlin zur Ausstellung. 
AU VIEUX LYON 
ANTIQU1TES 
120. Faubourg Sarnt-Honore 
PARIS • 8 
(Flucht eines Kunsthändlers.) Aus Berlin 
wird uns gemeldet: Eine bekannte Berliner Sammlerfamilie, 
die vor einiger Zeit in einer Gesellschaft den 28 Jahre alten 
Kunsthändler Ulrich Pernice kennengelernt hatte, ist durch 
diesen um Kunstgegenstände 1 im Werte von. 25^—30.000 Mark 
geschädigt worden. Pernice, der in einer Pension in der 
Fasanenstraße wohnte, machte einen so zuverlässigen Ein 
druck, daß die Familie, die einige Stücke ihrer Sammlung ver 
äußern wollte, keine Bedenken trujr, sie ihm anzuvertrauen. 
Da Pernice aber auffallend lange nichts von sich hören ließ, 
forschte man nach und erfuhr nun, daß er seit dem 29. April 
aus der Fasanenstraße verschwunden war. Es besteht nun der 
Verdacht, daß er entweder mit den Kunstwerken geflüchtet 
ist oder sie bereits verkauft und das Geld für sich behalten 
hat. Es handelt sich um eine Uhr aus Frankenthaler Porzellan 
vom Jahre 1777, deren Sockel aus Goldbronze und Marmor 
gefertigt ist, ferner um zwei aus Holz geschnitzte und bunt 
bemalte Figuren von Chorknaben, eine französische Arbeit 
aus den 14. Jahrhundert, die etwa 8—10.000 Mark wert ist. 
Außerdem hatte man Pernice ein'silbernes Hängeklapp-Altär- 
chcn spanischer Arbeit aus dem 16. Jahrhundert und einen 
zierlichen Reise-Altar übergeben, der nur 8X5 cm hoch ist 
und im Innern die Kreuzigung darstellt. Es ist Brügger-Arbcit 
der Memling-Schule aus dem 14. Jahrhundert und ungefähr 
3000 Mark wert. Das letzte Stück ist ein französischer Gobelin 
aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, der 2,85X0,60 m mißt. 
Das vielgestaltige Bild zeigt u. a. Pharao auf seinem Thron. 
(D i e b s t a h 1 e incr wertvu LI e n M onstra n z.) 
Aus der Schatzkammer des Münsters in®S tephansfeld ist 
die große, wertvolle Monstranz, eines der kostbarsten Klein 
odien und von hohem künstlerischem Wert, neben anderen 
Kostbarkeiten entwendet worden. Die Monstranz war in 
einem alten Schrank aufbewahrt, dessen kunstvolles Schloß 
keine Spur von Gewaltanwendung zeigt. 
(Dickens’ Meerschaumpfeife.) Eine Meer 
schaumpfeife, die einst Charles Dickens gehörte, wurde 
auf einer Versteigerung bei Sotheby in London für den 
Preis von 54 Pfund Sterling losgeschlagen. Sie war bisher 
Eigentum von Frau Clarissa W r i g h t, die Hausangestellte 
in Gads-Hill Place, Dickens’ Wohnsitz bei Gravesend, ge 
wesen war. Mit der Pfeife wurde ein Brief veräußert, den 
Dickens im Juli 1862 geschrieben hat, und worin er dem 
Higham Cricket Club seine Wiese zur Verfügung stellt und 
den Wunsch ausspricht, „ein guter Freund den in seiner 
Nachbarschaft arbeitenden Männern zu werden“. 
(3 0 0 Jahre s c h w e d i s c li c s Pantheo n.) Vor 
einigen Tagen wurde das dreihundertjährige Bestehen der 
Rüstungskammer des königlichen Schlosses in 
Stockholm feierlich begangen. Diese Rüstungskammer 
nennen die Stockholmer stolz ihr „Pantheon“. Sie enthält 
außer Waffen auch überaus wertvolle Kleinodien aus der 
schwedischen Geschichte. Gustav Adolf hatte verfügt, 
daß alle Waffen, Kleidungsstücke der schwedischen Könige 
und Geschenke ausländischer Fürsten als historische Erinne 
rungen an einer Stelle aufzubewahren seien. Im Laufe der 
Jahrhunderte war die Rüstungskammer an verschiedenen Stel 
len untergebracht, bis sie vor einiger Zeit endgültig im könig 
lichen Schloß Unterkunft fand. Unter den Gegenständen von 
historischem Wert sieht man den mit Edelsteinen besetzten 
Helm, den Gustav Wasa, der erste schwedische König 
aus dem Geschlecht der Wasa, trug, sowie eine gleichfalls 
mit Juwelen reich besetzte Prachtrüstung König Erichs XIV. 
für Ritter und Pferd. Nicht weniger wertvoll ist der kostbare 
Schmuck aus Straußenfedern ,mit herrlichen Brillanten, der 
Kopfputz des Pferdes, auf dem die schwedischen Könige zur 
Krönung ritten. Ein anderer Prachtgegenstand ist der Satte! 
Gustav Adolfs, der zu seiner Hochzeit bei einem Sattler 
meister in Hamburg bestellt wurde und 2500 Taler — damals 
ein sehr hoher Preis — gekostet hat. Die herrlichen Sticke 
reien, mit denen der Wagen der Königin Christine ge 
schmückt war, sind in Paris im Jahre 1650 angefertigt worden 
und haben seinerzeit ein Vermögen gekostet. Ein historisches 
Prachtstück ist weiter eine mit funkelnden Rubinen und
	        

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“Jahrgang 20 (1928).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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