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Jahrgang 20 (1928) (22)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1928_20_22
Titel:
Jahrgang 20 (1928)
Bandzählung:
22
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 20 (1928) (22)
  • Titelseite
  • Die Russen-Auktion bei Lepke
  • Goethe und Schiller Sammlung
  • Ein Karton der Giuochi di Putti
  • Kodler Fälschungen
  • Eine Russen-Auktion in Wien
  • Die Sammlung Stoperan
  • Von der Bibliothek des Deutschen Museums in München
  • 389. Kunstauktion des Dorotheums
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 22 
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
Seite 219 
Nr. 450 Pestalozzi, Brief 2 S., 120 M, Nr. 461 Radetzky, 
Brief 1 S., 19 M, Nr. 435 Schiller, Brief an Siegfr. Lebrecht 
Crusius 4 S., 410 M, Nr. 487 Schleswig-Holstein, Sammlung 
von 27 Briefen, 245 M, Nr, 520 Wilhelm I., der Schweigsame, 
Brief, 105 M. 
BIBLIOPHILIE. 
(Die Menckensche Ibsen - Sammlung.) Henry Lewis 
M e n c k e n, der bekannte Schriftsteller und Kritiker, hat 
seine reiche Ibsen-Bibliothek der Universität Leipzig ge 
schenkt. Die 'Bibliothek enthält an tausend Bände und Bro 
schüren und ist wohl, abgesehen vielleicht von Norwegen, die 
bedeutendste Ibsen-Sammlung, die in Europa existiert. Damit 
ist die Universitäts-Bibliothek in den Besitz eines Schatzes 
gekommen, auf den sie stolz sein kann. In erster Linie sind 
natürlich die Ausgaben von sämtlichen Werken und Briefen 
Ibsens vertreten. Von fast allen befindet sich die Erstaus 
gabe in der Sammlung, viele sogar'in mehreren Exemplaren 
(von Rosmiersholm zum Beispiel fünf). Ihnen schließen sich 
die zahlreichen Uebersetzungen von Ibsens Werken an, die 
für den Weltruf des Dichters sprechen. Besonders zahlreich 
sind die Uebersetzungen in englischer und deutscher. Sprache. 
Ferner birgt die Bibliothek selche in schwedischer, holländi 
scher, isländischer, französischer, italienischer, spanischer, 
portugiesischer, polnischer, russischer, rumänischer, ungari 
scher, finnischer, griechischer, chinesischer und japanischer 
Sprache. Daneben eine ungemein reiche Sammlung von Li 
teratur über Ibsen, teils in umfangreichen Werken in ver 
schiedenen Sprachen, teils in Ausschnitten aus Zeitschriften 
und Tageszeitungen. Hierzu gehören auch drei Pakete Ibsen- 
Pamphlete und mehrere Ibsen-Kalender. Ferner zeigen viele 
Schriften Ibsens Einfluß auf die literarische Bewegung seiner 
Zeit, auf andere Völker und Dichter. Dazu ist die Ibsen- 
Literatur durch Werke anderer zeitgenössischer Dichter mehr 
fach erweitert. So enthält die Sammlung Dichtungen und Ar 
beiten von Ibsens Sohn Sigurd, von Collin, Björnson, Georg 
Brandes, Graf Snölsky und anderen. 
(Miniaturen aus dem 12, Jahrhundert.) Wie aus Peru- 
g i a gemeldet wird, wurden in dem ehemaligen Kloster San 
Domenico in Gubbio in einem alten Kasten elf große, fein 
gemalte Choralbücher aufgefunden. Die Miniaturen, die, wie 
man annimmt, in das 12. Jahrhundert zurückreiche,n, stellen 
religiöse Szenen, Heiligenbilder, Initialen usw. dar und sind 
vermutlich ein Werk des Gubbianer Künstlers O d e r i s i, der 
von Dante in seinem „Fegefeuer" verherrlicht wurde. Der 
Wert der Werke ist sehr groß. 
BILDER. 
(Wieder ein Rembrandt in der Bodenkammer.) Wie Pa 
riser Blätter melden, will man wieder einmal ein echtes Bild 
Rembrandts unter altem Gerümpel entdeckt haben. Es 
handelt sich um ein mit einer dichten Schmutzschicht über 
decktes Gemälde, das in der Rumpelkammer einer Schmiede 
zu C r o i x in der Nähe von Lille gefunden wurde. Der 
Schmied, der angibt, das Bild sei ihm von einem Freund wäh 
lend des Krieges gegeben worden, brachte das Bild zu einem 
Sachverständigen, der es für ein eigenhändiges Werk Rem* 
b r a n d t s erklärte. Dargestellt ist Darius, der von einem 
seiner Satrapen nach seiner Besiegung durch Alexander den 
Großen getötet wird. Dies Gemälde soll das Gegenstück sein 
zu der Darstellung der Frauen und Töchter des Darius nach 
der Schlacht, das sich im Amsterdamer Museum befindet und 
ebenfalls Rembrandt zugeschrieben wird. 
(Ein Selbstporträt Jan Steens entdeckt.) Ein Restaurator 
im Haag entdeckte bei der Reinigung eines alten Gemäldes, 
das ihm für wenige Gulden angeboten war, eine sehr seltene 
Landschaft von Jan Steen, Das Gemälde ist gut erhalten 
und voll signiert. Die Echtheit des sehr wertvollen Bildes, 
auf dem man in einem pfeifenrauchenden Mann ein Selbst 
bildnis Jan Steens gefunden haben will, wurde von 
B r e d i u s im Haag bestätigt, 
(Unbekanntes Goethe - Bildnis.) Im neuesten Katalog 
von S. Martin Fraenkel in Berlin wird ein Porträt 
Goethes abgebildet und beschrieben, das, obgleich offenbar 
zeitgenössisch, der Forschung bisher entgangen zu sein scheint. 
Es ist ein Pastell auf altem Zeichenpapier, das Gesicht in 
Rötel, die Garderobenstücke in Grau, Das Blatt, 30 : 36 cm 
groß, trägt die Unterschrift »Goethe« in gotischen Majuskeln 
und ist »Soph. Chr. Karlsbad 1820« signiert. Am nächsten be 
rührt sich das Bild mit dem Stielerschen Oelgemälde 
von 1828, auch ähnelt es der gleichzeitigen Mannheimer Büste 
von Rauch. 
VERSCHIEDENES. 
(35 unbekannte Gemälde Vincent van Gogh’s im Münch 
ner graphischen Kabinett.) In der zweiten Hälfte des Noven/ 
bers eröffnet das Graphische Kabinett in München 
(Leitung G, Franke) an der Briennerstraße eine Ausstellung 
von Gemälden van G o g h's. Die Bilder kommen aus hollän 
dischem Privatbesitz und sind bisher auf keiner der großen 
deutschen Van Gogh-Ausstellungen gezeigt worden. Wie in 
der an gleicher Stelle dieses Frühjahr abgehaltenen von Gogh- 
Handzeichnungen-Ausstellung wird die Veranstaltung ein Ein 
blick in die Entwicklung van Gogh’s vermitteln. (Zeit in Hol 
land, Paris, Südfrankreich.) Unter anderem werden die be 
rühmten Bildübersetzungen nach Millet, Delacroix und Rem- 
brandt aus van Gogh’s Todesjahr ausgestellt. , 
(Auktion nach unten.) In dem französischen Landstädt 
chen La Guerche bei Bourges fand dieser Tage eine Ver 
steigerung statt, bei der sich die Preise ständig nach unten 
bewegten. Zum Verkauf stand das Mobiliar eines Pferdemetz 
gers, der zu einer Steuerstrale von 5200 Franken verurteilt 
war und sich weigerte, zu zahlen. Ganz La Guerche war ver 
sammelt, einig in dem festen Entschluß, nichts zu ersteigern. 
Der Auktionator gab seine Taxen bekannt. Kein Gebot er 
folgte. Er ging mit den Taxen allmählich zurück. Eisiges 
Schweigen. Eine vollständige Kücheneinrichtung erzielte statt 
2000 Franken nur 24 und der ganze Erlös betrug am Ende 
162 Franken. Ein Auswärtiger, der anfing, nach oben statt 
nach unten zu bieten, wurde verprügelt und aus dem Lokal 
geworfen. Der gepfändete Metzger hat natürlich seine Sachen 
längst zurückbekommen. 
(Wie Berlin um eines der schönsten Bilder der Welt 
kam.) Der Altmeister der deutschen Kunstwissenschaft und 
Museumskunde, Wilhelm v. Bode, erzählt im Jubiläumshefi 
von Reclams Universum von den ersten Museumskäufen, die 
er im Jahre 1872 machte und führt uns damit in eine Zeit 
zurück, in der noch die seltensten Kunstwerke für Preise zu 
haben waren, die uns heute als ein Butterbrot erscheinen. 
So ist zum Beispiel eine der größten Sehenswürdigkeiten des 
Kaiser-Friedrich-Museums, Signorellis „Schule des Pan", füll 
60.000 Mark erworben worden, nachdem die Londoner Galerie 
vorher die Verhandlungen wegen der Nacktheit der lebens 
großen Figuren abgebrochen hatte. Aber viele ebenso preis 
werte wie bedeutende Werke konnte Bode nicht erwerben, 
weil er daran „durch die Torheit und Trägheit der Vorge 
setzten" verhindert wurde. Auf diese Weise wurde Berlin 
auch um eins der Hauptwerke des großen venezianischen 
Meisters G i o r g i o n e, die bekannte „Familie“, auch ,,Das 
Gewitter” genannt, gebracht. Dies wundervoll erhaltene Meister 
werk, eine der wenigen sicheren Schöpfungen dieses so seltenen 
Künstlers, hätte man für 20.000 Mark haben können, während 
dem jetzigen Besitzer, dem Fürsten G i o v a n e 1 1 i, kürzlich 
fünf Millionen Mark dafür geboten wurden. Bode hatte zu 
sammen mit dem Direktor der Berliner Galerie, Meyer, das 
Gemälde so gut wie gekauft, „da kam Meyer auf den kühnen 
Gedanlken, das Bild zu einer merkwürdigen Intrigue auszu- 
nutzen; er schloß einen Vertrag ab, wonach das Bild binnen 
zwei Monaten bezahlt und übernommen werden sollte, „Sie 
werden sehen“, sagte er auf meine Einwendunglen, „daß Graf 
Usedom (der unfähige damalige Generaldirektor der Mu 
seen) den Termin verbummeln wird; dann verlieren wir zwar 
das Gemälde, aber werden auf jeden Fall den unmöglichen 
Vorgesetzten los.“ Das Ergebnis war, daß wir in der Tat 
„wegen zu später Zahlung" das Bild nicht bekamen, aber Use-
	        

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“Jahrgang 20 (1928).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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