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Jahrgang 21 (1929) (11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1929_21_11
Titel:
Jahrgang 21 (1929)
Bandzählung:
11
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Titelseite

Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 21 (1929) (11)
  • Titelseite
  • Die Boerner-Auktionen in Leipzig
  • Bilderrahmen in alter und neuer Zeit
  • Koepli-Auktionen in Zürich
  • Die Juni-Versteigerungen bei Graupe
  • 396. Kunstauktion des Dorotheums
  • Die Sammlung Gustav Cahen
  • Kupferstich-Auktionen bei Hollstein & Puppel
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Internationale 
$amm\er-Z0mQ 
Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfreunde 
Herausgeber: Norbert Ehrlich 
21. Jahrgang Wien, 1. Juni 1929 Nr. 11 
Die JSoevnerAuktionen in Ceipzig. 
Wie alljährlich, war auch heuer in der ersten 
Maihälfte bei C. G. B o e r n e r in Leipzig große 
Versteigerung. Diesmal kamen zwei besonders be- 
kannte graphische Sammlungen unter den Hammer: 
Am 10. und 11. Mai die Sammlung Gontard 
(Frankfurt), am 13. Mai die Sammlung Julius 
Model (Berlin). Verschieden, wie die beiden 
Sammlungen, waren auch die Teilnehmer bei den 
beiden Versteigerungen, Bei der Kupferstichver 
steigerung Passavant war es das gewohnte Publi 
kum, in- und ausländische Museumsdirektoren, 
Sammler und Händler. So sah man von den Mu 
seumsdirektoren Geheimrat Fried länder (Ber 
lin), Direktor W ei g mann (München), Direktor 
H a m pe (Nürnberg), Direktor Zöge von Man 
ie u f e 1 (Dresden), Dodgson (London); von 
Sammlern, Rudolph (Königsberg), De Haan 
(Amsterdam), Professor G e i p e 1 (Leipzig), Allan 
Rüssel (New York); und von Händlern Amsler 
& Ruthardt (Berlin), Paul Graupe (Berlin), 
Hollstein & Puppel (Berlin), Hess & Halle 
(München), Commeter (Hamburg), B a e r (Frank 
furt. a. M.); Oesterreich war durch A r t a r i a & Co. 
vertreten; die Schweiz durch S t r o e 1 i n, Gute 
kunst & Klipstein (Bern), G i 1 h o f e r & 
Ranschburg A. G, (Luzern); England durch 
C o 1 n a g h i, Fine Art Society, Mac Donald, 
Frankreich durch G u i o t und G o d e f r o y, Belgien 
durch Zazzarini; Amerika hatte drei Händler 
entsandt, und zwar Keppel, Sessler und 
Wunderlich, 
Gleich die erste Stunde brachte große Kämpfe 
um kostbare, seltene Dinge. So erwarb der Buch 
antiquar B a e r das seltene anonyme französische 
Holzschnitzwerk (Passion) um Mark 28.500.—. Kurz 
darauf wurde einem Amerikaner der seltene Holz 
schnitt von Hans Baidung ,,Der Sündenfall“ um 
Mark 22.000.— zugeschlagen. Die schöne und reich 
haltige Sammlung der beiden Beham ging bei sehr 
guten Preisen teils in die Schweiz, teils nach Eng 
land und Deutschland; auch Amerika erwarb einige 
schöne Stücke gegen deutsche Liebhaber. Der Kampf 
bei dem deutschen Altmeister Dürer war ein beson 
ders heftiger. Leider wurde das schönste Stück nach 
Amerika entführt: Die Geburt Christi, B. 2, die ein 
Wiener Kunsthändler bei Mark 18,000.— Amerika 
überlassen mußte. Keppel erwarb den „Verlorenen 
Schn“, B. 28, um Mark 5400,—. Direktor H a rn p e 
konnte die Madonna mit dem gebundenen Haar um 
Mark 9550.— gegen Oesterreich und Amerika an 
sich bringen. Die Madonna mit der Meerkatze, B 42, 
wandert um Mark 12,000.— an einen Schweizer. 
Einem Berliner Händler gelang es, Amerika um den 
großen Preis von Mark 15.200.— den „Heiligen Georg 
zu Pferd", B. 54, streitig zu machen. Ein deutscher 
Sammler hat den wundervollen Druck des „Heiligen 
Hieronymus in der Zelle“, B. 60, um Mark 9200.— 
erstanden. 
Die Sensation des Tages und der ganzen Ver 
steigerung war der 61.000.—Mark-Preis, den ein 
Amerikaner gegen einen Schweizer für 28 farbige 
Zeichnungen zum Freydal anlegte. Nachher flaute 
der Kampf etwas ab. Trotzdem erlebte man einige 
Deberraschungen. Claude Gelees „Der Rinderhirt“, 
erwarb ein Stuttgarter Sammler zu dem enormen 
Preis von Mark 4200.—. Die Nr, 617, Campagnola, 
wurde nach langem, und zähem Kampf zwischen Eng 
land und Amerika dem Kunsthändler Colnaghi um 
Mark 10.600.- zugeschlagen. Mark 10.500.— wurde 
von Amerika für das seltene Blatt von Lukas van 
Leyden, „Der stehende Weltenheiland 1 ' angelegt. 
Bei Meckenem entbrannte wieder ein heißer Kampf 
zwischen England und Amerika um das Hauptblatt, 
„Das Selbstbildnis des Meisters mit seiner Frau“, das 
bei einer Schätzung von Mark 15,000.—-, um Mark 
38.000.— von Amerika erobert wurde. Ebenso ge 
lang es Amerika „Das musizierende Paar am Brun 
nen“ zum herrenden Preis von Mark 12.500.— ge 
gen Direktor Hampe zu erringen. Bei Rembrandt 
kam es zu keinen Uebertreibungen, B. 78, „Die drei 
Kreuze“ erwarb Guiot um Mark 13.500,—. Den 
„Heiligen Hieronymus in bergiger Landschaft“ er 
stand ein Auftraggeber gegen den bekannten Rem- 
brandt-Sammler De Bruyn um Mark 12.500.—. Ein 
Stuttgarter Sammler brachte die „3 Hütten“ um 
Mark 17,500.—, Sessler (Amerika) den „Heu 
schober“ und „Die Schafherde“ um Mark 12.000.— 
an sich. Dem Stuttgarter Sammler glückte es, 
den „Abraham Franken“ gegen einen englischen 
Händler um Mark 9500,— zu erhalten. Nach einer 
ruhigen Stunde kam Schongauer mit großen Preisen. 
Mark 10.500.— zahlte ein Schweizer Händler für das 
Blatt „Christus vor Pilatus“. Die „Madonna mit 
dem Papagei“ ging um Mark 12.000.— nach Amerika. 
Den letzten großen Preis erzielte nach langem, har 
ten Kampf zwischen zwei Amerikanern, ein pracht 
voller Claire Obscure-FIolzschnitt von Wechtlin, mit 
Mark 21.000.—. Damit war die Sammlung erschöpft. 
Auch die Bibliothek brachte zum Teil große Preise. 
Nach den anstrengenden und interessanten
	        

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“Jahrgang 21 (1929).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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