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Jahrgang 21 (1929) (11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1929_21_11
Titel:
Jahrgang 21 (1929)
Bandzählung:
11
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Bilderrahmen in alter und neuer Zeit
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 21 (1929) (11)
  • Titelseite
  • Die Boerner-Auktionen in Leipzig
  • Bilderrahmen in alter und neuer Zeit
  • Koepli-Auktionen in Zürich
  • Die Juni-Versteigerungen bei Graupe
  • 396. Kunstauktion des Dorotheums
  • Die Sammlung Gustav Cahen
  • Kupferstich-Auktionen bei Hollstein & Puppel
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 126 
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
Nr. 11 
ger aber für die späteren Gemälde, namentlich für 
die Werke der großen Meister. Denn fast jeder 
neue Besitzer suchte eine Ehre darin, diese aufs 
beste auszuputzen und vor allem mit einem schönen 
Rahmen, das heißt, mit einem derzeit modernen 
Rahmen zu versehen. So ist von den allzeit ge 
schätzten Malern, von einem Raphael, Tizian, Ru 
bens, Rembrandt usw, kaum noch ein Bild in seinem 
ursprünglichen Rahmen nachzuweisen, von Altar 
rahmen abgesehen. In den großen öffentlichen Ga 
lerien kamen Bilder mit ihren Originalrahmen über 
haupt nur ausnahmsweise vor (vorwiegend um Bil 
der des vorigen Jahrhunderts); aber abseits von 
den großen Straßen, in den Kirchen, Ahnengalerien, 
in kleinen vernachlässigten Sammlungen, im Han 
del usw, findet man solche, wenn man darauf ach 
tet, nicht so selten. Eine andere nicht unwichtige 
Quelle, wenigstens für einige spätere Schulen, sind 
die Gemälde, welche Zimmerinterieurs oder Ansich 
ten von Galerien darstellen. Jedoch ist die Aus 
beute hier geringer, als für andere Zweige des Kunst 
handwerks. 
Von dem, was ich auf diese Weise gelernt habe, 
will ich hier in einer kurzen Skizze Rechenschaft zu 
geben suchen, Da ich eigene Wege gegangen bin j 
und tunlichst die Führer vermieden habe, hoffe ich, 
wenigstens etwas Eigenes zu bringen. Unsere Be 
trachtung wird sich auf die Einrahmung der Tafel 
bilder-, auf den eigentlichen Bilderrahmen, den Holz 
rahmen beschränken. Die Einrahmung der Fresken 
ist eine eigenartige und entlehnt ihren Stil von der 
Freskenmalerei. Die antiken Rahmen, die mit der 
Malerei der Alten zusammen ein interessantes und 
schwieriges Kapitel bilden, lassen wir bei Seite, weil 
sie bei der Grundverschiedenheit der antiken von 
der neueren Malerei für diese nur ein geringes 
praktisches Interesse bieten. 
Mit den ältesten Tafelbildern, die uns erhalten 
sind, Altartafeln von mäßiger Größe im Breitformat, 
die bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurück 
gehen, ist der Rahmen regelmäßig derart verbunden, 
daß er gleich aus dem vollen Holz der Bildertafel 
geschnitten ist. Er beschränkt sich auf ein schmales 
Profil, das deutlich die Abhängigkeit von der Stein 
einrahmung verrät. Diesseits erhält sich diese Sitte, 
den Rahmen aus der Bildtafel zu schneiden, bis in 
das 15. Jahrhundert, jedoch nur ausnahmsweise und 
bei kleinen Bildern, während inzwischen die beson 
deren, aus vier Leisten zusammengeschlagenen Holz 
rahmen, die zugleich den Vorteil haben, die Bild 
tafel wenigstens teilweise vor Werfen und Reißen 
zu schützen, schon allgemeine Regel geworden 
waren. Dieser Rahmen des 15. Jahrhunderts ist 
selbst bei großen Altarbildern schmal und gradlinig; 
er beschränkt sich auf eine flache Leiste mit goti 
schem Ablaufprofil nach dem Bilde zu. 
In Deutschland ist diese Leiste entweder 
vergoldet oder mit einem kräftigen Zinnober ge 
strichen, auf dem goldene Sterne aufgelegt sind; im 
Profil ist zuweilen die Hohlkehle blau oder schwarz 
bemalt, wodurch die hellen Farben und der glänzende 
Goldgrund des Bildes einen sehr wirkungsvollen Ge 
gensatz erhalten. 
(Fortsetzung folgt.) 
JCoepli-Jluktion in Zürich. 
Es ist eine kleine, aber erlesene Sammlung, die 
das bestens bekannte Mailänder Antiquariat Ulrico 
Hoepli am 11. und 12. Juni im Zunfthaus zur 
Meise in Zürich zur Versteigerung bringt. 
Unter den 200 Nummern, die der mit verschwen 
derischer Pracht ausgestattete Katalog verzeichnet, 
finden wir Autographen, Miniaturen, Handschriften, 
Inkunabeln, illustrierte Bücher des 16. bis 19. Jahr 
hunderts, moderne Luxusdrucke aus deutschen und 
französischen Pressen, Kunstliteratur, schöne Ein 
bände etc. Jede dieser Abteilungen ist reich an 
Kostbarkeiten, um die wohl ein heißer Kampf ent 
brennen wird. 
Sollen wir Einzelheiten hervorheben, so seien in 
erster Linie die herrlichen Miniaturen aus dem 13. 
und 14. Jahrhundert genannt, die.zu den schönsten 
gehören, die mittelalterliche Klosterkunst hervorge 
bracht hat. Von den Antiphonaren stammt das älte 
ste aus dem Kloster von Calays und ist 1256 datiert. 
Es enthält fünf große Initialen auf silbernem Fond 
und 24 kleine Initialen in mehreren Farben, außer 
dem viele Initialen in Rot. Die große Initiale auf 
Blatt 9 ist in Silber ausgeführt und stellt den Erlöser 
dar, der von Blumen und Vögeln umgeben ist. Ein 
anderes Antiphonar mit 18 prächtigen Initialen trägt 
die Jahreszahl 1323. 
Unter den Handschriften sticht der ,,Triumph" 
von Petrarca hervor. Der Petrarca ist auf Ve 
linpapier geschrieben und enthält 33 illuminierte 
Blätter, von denen jenes mit der Initiale N das wert 
vollste ist. Es versinnbildlicht den Triumph der 
Liebe. Die einzelnen Figuren sind mit ganz beson 
derer Feinheit ausgeführt. Diese Miniatur gehört 
der Schule des Nicola Rapicano an, der am Hofe 
Alfons I, bis zum Jahre 1488 wirkte. 
Die große Serie der Inkunabeln leitet Strabös 
„Geographia” ein, die 1469 bei Sweynheim und 
Pannartz in Rom gedruckt wurde. Es folgen, um 
nur einige anzuführen, die Historia naturalis von 
Plinius Secundus, Cajus (Venezia, Nicolaus Jenson 
1472), der Dialogus contra Bohemos von Aeneas 
Sylvius (Piccolomini), dem späteren Papst Pius II. 
(Köln, bei Ulrich Zell 1473), die Sonetti e Canzoni 
von Petrarca (Venedig, bei Reynaldus de Novi- 
magio et Theodorus de Reynsburch, 30. März 1478), 
die Carmina von Avienus Rufius Festus (Venedig, 
Antonius de Strata, 25. Oktober 1488), die Divina 
Commedia von Dante (Venedig, Matteo Capeasa, 
29, November 1493), der Fasciculus Medicine von 
Ketham aus dem Jahre 1513, der Horaz vom Jahre 
1527 etc. etc. 
Von prachtvollen Erstausgaben späterer Zeit 
möchten wir die Gesamtausgabe Rousseaus er 
wähnen, die von 1793 bis 1800 bei Didot dem Jün 
geren in Paris gedruckt wurde. Diese Ausgabe ent 
hält eine ganze Reihe von Erstdrucken und weist 
auch den sehr seltenen Band der Botanik auf, der 
bei Cohen nicht angeführt ist. In Oesterreich wird 
es besonders interessieren, daß sich dieses Werk 
bis zum Jahre 1918 in Wien befand. Es gehörte ur 
sprünglich dem Herzog Albert von Sachse n— 
T e s c h e n, dessen Initialien es auch auf dem Ein 
bande zeigt. Der Herzog war der Schwager der un 
glücklichen Königin Maria Antoinette von Frank 
reich und Gründer der nach ihm benannten Alber 
tina in Wien. Nach seinem Tode gelangte das Buch 
in den Besitz des Erzherzogs Carl, des Siegers 
von Aspern. Von da blieb es bis zum Umsturz, wie 
der Katalog sagt: ,,dans la bibliotheque des Habs- 
bourg”, gemeint ist wohl die Fideikommißbibliothek
	        

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“Jahrgang 21 (1929).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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